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Zum Weg der Gottsuche macht sich der Mönch nicht allein auf, sondern er ist von Gott gerufen in eine Gemeinschaft von Brüdern, in der die erlösende Liebe Gottes sichtbar und wirksam werden kann. Benediktinisches Leben ist wesentlich Leben in Gemeinschaft. Der Mönch bindet sich lebenslänglich an eine bestimmte Gemeinschaft, die an einem konkreten Ort lebt. Daraus leitet sich die Stabilitas loci (Ortsbeständigkeit) ab, die als ein typisches Kennzeichen der Benediktiner gilt. Aus dieser Ortsbeständigkeit folgt auch die Selbständigkeit und Unabhängigkeit des jeweiligen Klosters. Es muß sich sowohl personell als auch wirtschaftlich eigenständig am Leben erhalten.
Das Amt der Leitung einer benediktinischen Gemeinschaft liegt in den Händen des Abtes. Er wird von der klösterlichen Gemeinschaft auf unbefristete Zeit gewählt. Er hat die Aufgabe, die ihm Anvertrauten immer wieder dazu zu führen, Christus, den Herrn, in ihrer Mitte wahrzunehmen, seinen Willen zu erkennen und zu erfüllen. "Der Glaube sieht im Abt den Stellvertreter Christi im Kloster" (RB 2).


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