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Ein Benediktinerkloster ist Gebetsgemeinschaft und zugleich Arbeitsgemeinschaft. Die Benediktiner sind nicht für einen bestimmten Zweck oder besondere Tätigkeit gegründet. Die Regel Benedikts sagt grundsätzlich über die Arbeit: "Erst dann sind sie wirkliche Mönche, wenn sie von der Arbeit ihrer Hände leben" (RB 48). Die Tätigkeits- und Arbeitsfelder erwachsen aus den Bedürfnissen der Gemeinschaft, nämlich ihren Lebensunterhalt zu sichern, sowie aus den Erfordernissen, die die Umwelt an das Kloster heranträgt.
St. Benedikt trägt seinen Mönchen die Gastfreundschaft in besonderer Weise auf. "In den Gästen wird Christus verehrt, der ja wirklich in ihnen aufgenommen wird" (RB 53). Diesem Zweck dient die Begegnungsstätte St. Georg. Sie bietet Unterbringungsmöglichkeiten für ca. 60 Personen in Einzel- und Doppelzimmern, die mit Dusche und WC modern ausgestattet sind. Außerdem sind entsprechende Tagungsräume vorhanden. Die Heimvolkshochschule (HVHS) der Weltenburger Akademie e.V. engagiert sich mit einer Reihe von Seminaren im Bereich der Katholischen Erwachsenenbildung. Außerdem werden Exerzitien und Besinnungstage angeboten. Darüber hinaus ist die Begegnungsstätte offen für Gastkurse und Tagungen, indem die Einrichtungen Verbänden, Gruppen, Vereinen usw. mit eigenem Programm zur Verfügung gestellt werden. Ebenso finden im Gästehaus der Abtei Einzelpersonen, Familien oder kleine Gruppen Aufnahme, die einen Ort der Stille, der Besinnung und der religiösen Vertiefung suchen.
Benediktinische Gastfreundschaft im weiteren Sinne gilt es auch zu üben an den vielen Tausenden Besuchern, die Jahr für Jahr wegen seiner landschaftlichen Lage und seiner berühmten Klosterkirche nach Weltenburg kommen. Es ist eine pastorale Aufgabe, in den Kirchenführungen über Architektur und Kunst die Botschaft des christlichen Glaubens zu vermitteln.

Für das leibliche Wohl der Touristen sorgen die Klosterbrauerei und die Klosterschenke. Beide Betriebe sind verpachtet. Die Brauerei besteht seit dem Jahre 1050 und gilt als die älteste Klosterbrauerei der Welt. Im Klosterladen finden die Besucher ein reiches Angebot an Büchern, religiöser Kunst und Reiseandenken.
Ein großes Maß an Arbeit verlangt auch die Betreuung und Verwaltung des großen Hauses. Hierin werden die Mönche von weltlichen Angestellten unterstützt. Mit dem Kloster war immer ein großer landwirtschaftlicher Betrieb, der 2 km vom Kloster entfernt gelegene Buchof, verbunden. Er ist nun auf Feldbau und Schweinemast spezialisiert.


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