|
Korea-NordDemokratische Volksrepublik Korea Basisdaten Chronik
![]() Geografie Das Land Die Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea, seit 1945 ist Korea geteilt) liegt in Ostasien und nimmt den nördlichen Teil der koreanischen Halbinsel sowie einen schmalen Streifen auf dem ostasiatischen Festland ein. Im Norden grenzt Nordkorea an China und Rußland, im Osten an das Japanische Meer, im Süden an Südkorea (Republik Korea) und im Westen an das Gelbe Meer. Mit einer Staatsfläche von 121.638 qkm ist das Land etwa ein Drittel so groß wie Deutschland. Der überwiegende Teil des Landes ist gebirgig, die höchste Erhebung Nordkoreas ist der Paektu-san mit 2744 m, der im Nordosten in der Nähe der chinesischen Grenze liegt. Der Gebirgszug Nangnim-Sanmaek verläuft von Norden nach Süden, die Kette Hamgyong-Sanmaek von Nordosten nach Südwesten. Von der stark gegliederten Küste am Gelben Meer steigt das Land nach der stellenweise bis zu 100 km breiten Küstenebene allmählich an, im Osten fällt es steil ab zum Japanischen Meer. Hier ist die Küste nur wenig gegliedert. Zahlreiche Flüsse durchziehen das gebirgige Land, der längste ist der Jalu mit insgesamt 790 km, der teilweise auch die Grenze zu China bildet. Die Hauptstadt Nordkoreas, Pjöngjang, liegt im Westen des Landes auf der Koreanischen Halbinsel. Klima Das Klima in Nordkorea ist gekennzeichnet durch heiße, feuchte Sommer und kalte Winter mit wenig Niederschlägen. In der Hauptstadt Pjöngjang liegen die mittleren Julitemperaturen bei 24°C, die Januarwerte bei –8°C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt etwa 910 mm, der Regen fällt überwiegend in den Sommermonaten. Flora und Fauna Über 60% der Landesfläche sind bewaldet, es herrschen Mischwälder mit Eichen, Buchen, Ahorn und Birken vor. Oberhalb von 1100 m geht der Mischwald in Nadelwald über, typische Baumarten sind hier Tannen, Fichten, Kiefern und Lärchen. Ab einer Höhe von ca. 2000 m herrscht subalpine Vegetation mit Gräsern vor. In den tiefergelegenen Gebieten im Westen der koreanischen Halbinsel ist die ursprüngliche Vegetation der landwirtschaftlichen Nutzung gewichen. In den Wäldern Nordkoreas finden sich typische Waldtiere wie z.B. Rotwild, Füchse und Wildschweine. In den abgelegeneren Regionen kommen auch noch Bären, Wölfe, Tiger und Leoparden vor. Die Vogelwelt ist artenreich, vor allem in den Küstengebieten. Kultur und Gesellschaft Bevölkerung Insgesamt leben rund 22 Millionen Menschen in Nordkorea, zwei Drittel von ihnen in Städten. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte liegt bei 198 Einwohner pro Quadratkilometer. Die größte Stadt ist die Hauptstadt Pjöngjang mit etwa 2,5 Millionen Einwohnern. Weitere große Städte sind z.B. Hamhung (710.000 Einwohner) und Chongjin (550.000 Einwohner). 99% der Bevölkerung sind Koreaner, die größte Minderheit sind Chinesen. Die Amtssprache ist Koreanisch, als Handelssprachen werden teilweise auch Chinesisch und Russisch verwendet. Die traditionellen Religionen in dieser Region sind der Buddhismus und der Konfuzianismus, die aber durch die sozialistische Ideologie der Staatsführung in ihrer Bedeutung stark eingeschränkt wurden. Offiziell gelten knapp 70% der Bevölkerung als konfessionslos. Verbreitet als Volksreligion ist der Schamanismus und die Chondokyo-Religion, die sowohl buddhistische als auch christliche Elemente in sich vereint. Der Lebensstandard der Bevölkerung ist im Vergleich zu Südkorea wesentlich niedriger, in den 90er Jahren kam es wiederholt zu Hungersnöten unter der Bevölkerung. Es existiert ein landesweites Sozial- und Gesundheitssystem. Für Kinder ab vier Jahren besteht Schulpflicht. Die Analphabetenquote wird mit 4,5% angegeben. Die mittlere Lebenserwartung liegt bei 70 Jahren. Geschichte Bereits im 3. Jahrtausend v.Chr. war das Gebiet des heutigen Nord- und Südkorea von tungusischen Stämmen besiedelt, die zu den mongoliden Völkern gehörten und vermutlich aus dem nordöstlichen Asien stammten. Legenden berichten vom Reich Choson, das bereits im 3. Jahrtausend existiert haben soll, für das es jedoch Nachweise erst aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. gibt. Im 2. Jahrhundert v.Chr. wurde ein Großteil des heutigen Nord- und Südkorea Teil des chinesischen Kaiserreiches. Nur im Süden der koreanischen Halbinsel blieben eine Reihe von eigenständigen Kleinstaaten bestehen. Als zu Beginn der christlichen Zeitrechnung die Macht der in China herrschenden Han-Dynastie abnahm, bildeten sich auf koreanischem Gebiet drei Reiche heraus: im Norden das Reich der Koguryo, in der Mitte der Halbinsel das Paekche-Reich und im Süden das Reich der Silla. In den hochentwickelten Reichen wurde u.a. die chinesische Zeichenschrift verwendet, der Buddhismus und der Konfuzianismus wurden im Laufe der nächsten Jahrhunderte zu den bestimmenden religiösen Richtungen. Im 7. Jahrhundert n.Chr. wurden unter Vorherrschaft des Silla-Reiches die drei Reiche zu einem Großreich vereint, das die gesamte koreanische Halbinsel umfaßte und das unter der Oberhoheit Chinas stand, jedoch praktisch unabhängig war. Nach Thronstreitigkeiten und Bauernaufständen zerfiel das Großreich um 900 wieder in die drei Einzelreiche. Koguryo im Norden wurde 918 in Koryo umbenannt und unterwarf die anderen Teilstaaten. Das neue Großreich unter der Wang-Dynastie wurde von China 939 als unabhängig anerkannt. Der Buddhismus wurde Staatsreligion. 1231 wurden das Reich Koryo und die gesamte koreanische Halbinsel von Mongolen besetzt (die ihren Siegeszug anschließend nach Nord- und Südchina fortsetzten). Ab 1280 war Koryo Teil des chinesischen Kaiserreiches, das von der mongolischen Yuan-Dynastie geführt wurde. Der Buddhismus wurde verboten und vom Konfuzianismus abgelöst. Nach dem Niedergang der Yuan-Dynastie (1368) folgte in China die Ming-Dynastie (bis 1644), die starken Einfluß auf Korea hatte. 1392 gelang es in Korea dem General Yi Sungye, den letzten Herrscher der Wang-Dynastie zu stürzen und selbst als König Yi Taejo die Yi-Dynastie zu begründen. Die 1096 gegründete Stadt Hanyang (heute: Seoul) wurde die Hauptstadt des neuen koreanischen Reiches. Ende des 16. Jahrhunderts konnte sich das koreanische Reich, das inzwischen ungefähr die Ausdehung des heutigen Nord- und Südkorea erreicht hatte, erfolgreich gegen den Versuch einer japanischen Invasion wehren (1592-98). 1627 wurde Korea durch das Volk der Mandschu unterworfen, die ab 1644 als Qing-Dynastie (auch: Mandschu-Dynastie) auch über China herrschten. Die in Korea herrschende Yi-Dynastie wurde der Mandschu-Dynastie tributpflichtig. Um den Einfluß von Fremdmächten möglichst zu minimieren, versuchten die koreanischen Herrscher ab diesem Zeitpunkt, das eigene Land vollständig nach außen abzuschotten. Trotz dieser Abgrenzung gelangten allerdings zunehmend westliche Einflüsse in Form von Missionaren ins Land, die den christlichen Glauben mit sich führten. Die Isolation Koreas endete mit dem „Kanghwado“-Vertrag von 1876, in dem Japan das Land zur Öffnung einiger Häfen für japanische Schiffe zwang. Ähnliche Verträge mußte das Land mit den USA (1882), Großbritannien (1883) und dem Deutschen Reich (1884) abschließen. Zunehmend verfiel die Macht des Königshauses in Korea und das Land wurde durch innere Krisen erschüttert. Den 1. chinesisch-japanischen Krieg (1894/95), in dem es um die Vorherrschaft in Korea ging, konnte Japan für sich entscheiden. Offiziell blieb das koreanische Königreich unabhängig, de facto wurde es jedoch von Japan kontrolliert. Um dem Einfluß des aufstrebenden Japan zu entkommen, knüpfte die koreanische Führung Kontakte zum zaristischen Rußland, doch nachdem Rußland im russisch-japanischen Krieg (1904/05) unterlag, wurde das Land offiziell japanisches Protektorat. 1910 erklärte Japan Korea unter dem Namen Chôsen zur japanischen Kolonie (Generalgouvernement). In den folgenden Jahren wurde die Industrialisierung des Landes in großen Schritten vorangetrieben, ebenso wie die Modernisierung der Landwirtschaft und die Erschließung der Bodenschätze: Korea diente dem rohstoffarmen Japan als Lieferant für wertvolle Rohstoffe, die koreanische Bevölkerung profitierte von der wirtschaftlichen Entwicklung allerdings nicht. Die japanischen Besatzer unterdrückten die Kultur und Traditionen der Bevölkerung bis hin zum Verbot der koreanischen Sprache (1939). Aufstände gegen die Besatzer wie z.B. 1919 führten zu einer vorübergehenden Liberalisierung, die aber nicht von Dauer war. In Shanghai bildete sich ab 1919 unter der Führung von Syngman Rhee eine Exilregierung („Gruppe Shanghai“). Ab 1934 versuchten kommunistische Partisanengruppen unter der Führung von Kim Il Sung („Irkutsk-Gruppe“), den Norden des Landes unter ihre Kontrolle zu bringen. Nach der Niederlage Japans im Zweiten Weltkrieg endete die japanische Besatzungszeit 1945. Gemäß den Vereinbarungen der Siegermächte wurde Korea entlang des 38. Breitengrades zunächst geteilt, sowjetische Truppen besetzten den nördlichen, US-amerikanische Truppen den südlichen Teil des Landes. Die UNO beschloß freie Wahlen für ganz Korea mit dem Ziel einer Wiedervereinigung, doch der Ausbruch des Kalten Krieges zwischen den beiden Supermächten USA und Sowjetunion verhinderten dies. Im Norden Koreas etablierte die sowjetische Besatzungsmacht in Zusammenarbeit mit der Kommunistischen Partei eine Regierung. Als im amerikanisch besetzten Süden Koreas Wahlen zur Nationalversammlung abgehalten wurden, boykottierte die Regierung im Norden diese und rief die kommunistischen Gruppierungen in Südkorea zum Widerstand auf. Im August 1948 rief der neue südkoreanische Staatspräsident Syngman Rhee die Republik Korea aus, nur einen Monat später wurde im Nordteil die Demokratische Volksrepublik Korea ausgerufen. Kim Il Sung als Parteiführer der „Kommunistischen Partei der Arbeiter Koreas“ (PdAK) wurde der erste Ministerpräsident Nordkoreas. Die amerikanischen Truppen verließen kurz nach Ausrufung der Republik den Süden Koreas. Im Juni 1950 begannen nordkoreanische Truppen, in den Süden des Landes vorzudringen mit dem Ziel, eine Wiedervereinigung zu erzwingen. Der Korea-Krieg brach aus. Binnen weniger Tage war Seoul eingenommen und die südkoreanische Armee unterlegen. Mit Hilfe von UN-Truppen unter der Führung der USA gelang es Südkorea, die nordkoreanischen Truppen wieder hinter die Demarkationslinie zurückzudrängen und nun ihrerseits in nordkoreanisches Gebiet vorzudringen. Im Oktober 1950 eroberten die UN-Truppen die nördliche Hauptstadt Pjöngjang. Daraufhin griff China, das bereits vorher die UN vor dem Überschreiten der Demarkationslinie gewarnt hatte, in den Konflikt ein und entsandte Truppen. Im Juni 1951 begannen erste Waffenstillstandsverhandlungen, doch erst im Juli 1953 kam es zur Unterzeichnung eines Abkommens, in dem eine vier Kilometer breite entmilitarisierte Zone entlang des 38. Breitengrades beschloßen wurde. Rund 2,5 Millionen Menschen hatten in den Kriegswirren ihr Leben verloren. Die Sowjetunion und die Volksrepublik China waren maßgeblich am Wiederaufbau Nordkoreas und an der Umgestaltung in einen kommunistischen Staat beteiligt. Zu den Maßnahmen gehörten u.a. die Verstaatlichung und der Ausbau der von Japan geschaffenen Schwerindustrie und eine Kollektivierung der Landwirtschaft. Nordkorea war in hohem Maße wirtschaftlich abhängig von den Ostblockstaaten, die Führung versuchte jedoch, politisch unabhängig zu bleiben. Als sich in den 60er Jahren das Verhältnis zwischen der Sowjetunion und China verschlechterte, versuchte Kim Il Sung, die guten Beziehungen zu beiden Staaten zu erhalten. Eine neue Verfassung im Dezember 1972 führte zu einem weiteren Ausbau der Machtposition von Kim Il Sung, der nun Staatspräsident, Parteivorsitzender, Vorsitzender des Volksausschußes, der Nationalen Verteidigungskommission und der Oberbefehlshaber der Streitkräfte in einer Person war. Der Zusammenbruch des Ostblocks führte in Nordkorea durch den Verlust der wichtigsten Handelspartner zu einer schweren Wirtschaftskrise. 1994 starb Kim Il Sung, der seit der Entstehung Nordkoreas die politischen Geschicke des Landes geleitet hatte. Sein Sohn Kim Jong Il übernahm seine politischen Ämter. Mitte der 90er Jahre versuchte das wirtschaftlich am Boden liegende Land, Handelsbeziehungen zu den USA aufzubauen. Geheime Wiedervereinigungsverhandlungen mit Südkorea waren zu diesem Zeitpunkt bereits wiederholt gescheitert. Im Mai 1995 ließ die nordkoreanische Führung erstmals Nahrungsmittellieferungen aus Südkorea zu, um die Hungersnot der eigenen Bevölkerung zu dämpfen. Hochwasserkatastrophen hatten wiederholt zu Ernteausfällen geführt. Im Mai 1997 drohte der gesamten nordkoreanischen Bevölkerung eine Hungersnot, die nur durch internationale Lebensmittellieferungen aufgefangen werden konnte. Hilfsorganisationen warfen der politischen Führung Nordkoreas vor, Millionen für die Rüstung auszugeben, statt die Ernährungslage des eigenen Volkes zu verbessern. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre verschärften sich die Spannungen zwischen den beiden Teilen Koreas erneut: politische und militärische Drohgebärden seitens Nordkoreas führten dazu, daß Südkorea einen Angriff befürchtete. Die nordkoreanische Führung hatte offiziell das sog. Juche-Prinzip des Kim Il Sung beibehalten, das für die Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea die Beibehaltung eigener Regierungen und unterschiedlicher Gesellschaftssysteme vorsah. Wiederholt kam es in den nächsten Jahren zu Konflikten zwischen nord- und südkoreanischen Truppen, während parallel immer wieder der Versuch neuer Verhandlungen auf internationaler Ebene über eine zukünftige Wiedervereinigung beider Landesteile unternommen wurden. Im Juni 2000 kam es zu einem historischen Besuch des südkoreanischen Staatschefs Kim Dae Jung in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Beide Staatschefs vereinbarten einen zukünftigen Versöhnungskurs sowie eine Öffnung der Land-, See- und Luftwege. Mitte des Jahres 2001 schlug die nordkoreanische Staatsführung wieder einen härteren Kurs ein: Kim Jong Il brach die diplomatischen Gespräche mit der südkoreanischen Staatsführung ab und nahm auch von seinem angekündigten Besuch in Seoul Abstand. für aktuelle Angaben siehe Basisdaten Chronik
Politisches System Die Demokratische Volksrepublik Korea proklamiert in ihrer Verfassung von 1972 die „Diktatur des Proletariats“. Die bestimmende politische Kraft in Nordkorea ist die kommunistische Arbeiterpartei Koreas, als Parteiorgane dienen der Parteikongress, das Politbüro, das Zentralkomitee und das Militärkomitee. Parallel dazu existieren die verfassungsmäßigen Organe: Das Parlament (Oberste Volksversammlung) hat 687 Sitze, die Abgeordneten werden vom Volk für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Weitere Staatsorgane sind das Verteidigungskomitee und das Ministerkabinett. Seit der Teilung Koreas bis zu seinem Tod 1994 war Kim Il Sung unangefochtener Führer des Landes. Er war sowohl Ministerpräsident, Parteiführer, Vorsitzender des Zentralkomitees und Oberbefehlshaber der Armee. Durch eine Verfassungsänderung 1998 wurde ihm der Titel „Ewiger Präsident“ verliehen, seitdem wird der Posten des Ministerpräsidenten nicht mehr besetzt. Nach Kim Il Sungs Tod 1994 übernahm sein Sohn Kim Jong Il alle wichtigen politischen Ämter und regiert ähnlich diktatorisch. Oppositionelle Bewegungen im Lande werden nicht geduldet. Nordkorea ist in neun Provinzen und drei regierungsunmittelbare Städte gegliedert. Wirtschaft Nach dem Zusammebruch des Ostblocks verlor Nordkorea seine wichtigsten Handelspartner und deren Wirtschaftshilfen, seitdem ist die wirtschaftliche Entwicklung rückläufig. Mehrmals kam es in den 90er Jahren zu Hungersnöten, die durch die sozialistische Planwirtschaft und durch Mißernten ausgelöst wurden. Heute ist das Land abhängig von aufwendigen internationalen Hilfsprogrammen. Etwa 20% der Bodenfläche sind landwirtschaftlich nutzbar, rund 30% der Erwerbstätigen sind in diesem Sektor beschäftigt. Hauptanbaukulturen sind Reis, Mais, Kartoffeln, Sojabohnen, Getreide, Tabak und Gemüse. In der Viehzucht werden Schweine, Rinder und Hühner gehalten. Die Fischerei ist für die Versorgung der Bevölkerung sehr wichtig. Obwohl der Eigenbedarf der Bevölkerung nicht gedeckt werden kann, werden Nahrungsmittel auch exportiert. Bereits zur Zeit der japanischen Besatzung wurde die Industrialisierung Nordkoreas vorangetrieben, heute sind viele der Betriebe veraltet und leiden an chronischem Energie- bzw. Ersatzteilemangel. Bedeutende Sektoren sind die Stahl- und Eisenproduktion, der Maschinen- und Fahrzeugbau und die chemische Industrie. An Bodenschätzen sind im Land u.a. Stein- und Braunkohle, Eisen, Kupfer, Wolfram, Blei, Graphit und Gold vorhanden. Die Kosten für die Importe übersteigen bei weitem die Erlöse aus den Exporten. Eingeführt werden nach Nordkorea vor allem Erdöl, Maschinen, Fahrzeuge, Kokskohle und Düngemittel. Die wichtigsten Handelspartner sind hier China, Japan, Südkorea und Rußland. Beim Export (Eisenerz, Nichteisenmetalle, Magnesiumpulver, Textilien, Waffen) ist Japan, gefolgt von China und Südkorea, der wichtigste Handelspartner. Das Verkehrsnetz ist nur mäßig ausgebaut. Die größte Bedeutung hat hier die Eisenbahn, deren Streckennetz rund 5000 km umfaßt. Von den rund 30.000 km Straße sind nur knapp 2000 km befestigt. Bedeutende Handelshäfen sind Chongjin, Wonsan und Hungnam. In der Nähe der Hauptstadt Pjöngjang ist ein internationaler Flughafen. Quelle: Areion WeltalamanachDruckversion dieser Seite |