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JemenRepublik Jemen Basisdaten Chronik
![]() Geografie Das Land Die Republik Jemen (offiziell: Al-Jumhuriya al-Yamaniya) befindet sich im Südwesten und Süden der Arabischen Halbinsel. Von seiner Fläche her ist das Land nach Saudi-Arabien das zweitgrößte auf der Halbinsel und etwa eineinhalb mal so groß wie Deutschland. Jemen zählt etwa 16 Millionen Einwohner und grenzt mit seinen Meerseiten südlich an das Arabische Meer und den Golf von Aden, westlich an das Rote Meer, auf dem Land hat es Grenzen mit Saudi-Arabien im Norden und dem Oman im Osten. Der überwiegende Teil des jemenitischen Staatsgebiets besteht aus Wüsten oder Halbwüsten. Nur das Hochplateau im Inneren (Bergjemen) sowie einige Oasen und die Gebiete um die Flüsse sind fruchtbar. Ebenfalls zum Staatsgebiet gehören die Inselgruppe Sokotra am Osthorn Afrikas, die Insel Kamaran im Roten Meer sowie die Insel Perim in der Meerenge zwischen dem Golf von Aden und dem Roten Meer. Auf dem Festland lassen sich drei Landschaftsregionen unterscheiden, die Küstenebene, der Bergjemen und die Wüsten im Osten. Die zumeist unfruchtbare Küstenebene ist bis zu 70 Kilometer breit. Das südwestliche Küstentiefland (Tihama bedeutet übersetzt so viel wie „heißes Land“) am Roten Meer gehört zu den heißesten Landstrichen der Erde. Im Jahresmittel liegt hier die die Temperatur bei ca. 27,8°C, die jährliche Niederschlagsmenge beträgt jährlich knapp 100 mm. Die Küstenregion geht zum Landesinneren hin in Hügellandschaften über, die savannenartigen Charakter haben und mit Steppengras und Akazien bewachsen sind. Die sandige Ebene, die entlang des Golfs von Aden verläuft, ist von sogenannten Wadis durchzogen, trockenen Wüstentälern, die meist wasserlos sind und nur für kurze Zeit durch starke Regenfälle zu Flußläufen werden. Das größte ist das Wadi Hadramaut und liegt an der östlichen Südküste Jemens. Das Tal ist über 300 m tief und etwa 250 km lang. Ein bis zu 2000 m hohes, unbewohntes Kalkplateau (Al-Djaul) trennt das Wadi Hadramaut von der Küste. Der fruchtbarste und bevölkerungsreichste Landesteil Jemens ist das Bergjemen, das sich in ostwestlicher Richtung 200 km weit erstreckt und östlich der Tihama liegt. Sein höchster Berg – der höchste Arabiens – ist mit 3760 m der Hadur Shu'ayb. Weiter im Osten senkt sich das Hochland in die dritte Landschaftsregion, die zum kleineren Teil aus Sanddünen, zum größeren Teil aus ausgedehnten Kies- und Geröllwüsten, Savannen- und Steppenzonen besteht und an der Grenze zum Oman in das Mahra-Gebirge übergeht. Jemen besitzt zwei Hauptstädte, Sana und Aden. Größte Stadt des Landes ist Aden mit etwa einer Million Einwohner. Klima Das Klima im Jemen ist je nach Region und Jahreszeit verschieden. Außer in den westlichen Hochländern, in denen im Sommer viel Regen fällt, herrscht heißes Wüstenklima vor. An der Küste des Roten Meeres treten zudem starke Sandstürme auf. Es lassen sich drei unterschiedliche klimatische Zonen unterscheiden: In der Küstenregion am Indischen Ozean herrscht subtropisches Klima. Im Sommer kann es in der sogenannten Tihama bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit bis über 40°C am Tag heiß werden, im Winter betragen die Temperaturen 30-35°C und die Luftfeuchtigkeit ist niedriger. In den Bergregionen Nordjemens liegen die Temperaturen bei bis zu 30°C im Sommer und bei rund 25°C im Winter. Vor allem in Höhenlagen über 2500 m kühlt es im Winter merklich ab, ab 3000 m kann nachts der Gefrierpunkt erreicht werden. In der Regenzeit im März und April sowie im Juli, August und September kommt es in dieser Region zu kurzen, starken Regenfällen, die im westlichen Teil Terrassenfeldbau möglich machen. In den Wüstenzonen herrscht trocken-heißes Klima: Im Sommer herrschen hier Temperaturen von bis zu 45°C, im Winter bis zu 35°C. Flora und Fauna Zwei Drittel des Landes bestehen aus Wüsten oder wüstenähnlichen Vegetationsräumen mit entsprechend spärlicher Flora. Generell lassen sich in Jemen drei Bewuchszonen differenzieren: die Küstenregionen, die mittleren Hochebenen und das innere Bergland. An den trocken-heißen Meeresküsten wachsen Dattelpalmen und Zitrusfrüchte. Vor allem am Roten Meer, aber auch am Golf von Aden (Dornstrauchsavanne) herrscht Salzpflanzengebüsch vor. In den terrassierten Hochflächen der Mittelgebirge dagegen werden vielfach Nahrungspflanzen angebaut. Daneben finden sich wilde Hirsepflanzen sowie Eukalyptusarten. In den Gebirgsregionen treten Sträucher (Hartlaubgehölze) und Kräuter auf, wobei insbesondere in Nebelzonen Sukkulenten (Fettpflanzen) vorkommen, die durch ihre Gewebestruktur Wasser über lange Zeit zu speichern vermögen. Eine weitere Besonderheit stellen die tiefen Täler (Wadis) dar, die zum Teil Baumbestände in Form von Akazienhainen, zum Teil (bei besonders tief eingeschnittenen Trockentälern) Oasen mit großen Dattelpalmhainen aufweisen. Der Lebensraum der Tierwelt in Jemen wurde in den zurückliegenden Jahrzehnten stark beeinträchtigt. Lebten noch vor 100 Jahren Panther, Antilopen und Löwen in den verschiedenen Landschaften, so ist heute der Pavian das größte lebende Säugetier. Daneben finden sich kleine Populationen an Hyänen und Hasen. Eine sehr artenreiche und teilweise noch nicht erforschte Anzahl von Vögeln und Insekten haben ebenfalls hier ihre Heimat. Den artenreichsten Lebensraum stellen die Küstengewässer im Roten Meer und am Golf von Aden dar. Hier finden sich unter anderem Thunfische, Haie, Sardinen, Hummer und Tintenfische. Kultur und Gesellschaft Bevölkerung Rund 95% der Bevölkerung im Jemen sind Jemeniten arabischer Abstammung. Es gibt zahlreiche Bevölkerungsgruppen und Stämme, die aufgrund der Zergliedertheit der Regionen oft sehr isoliert sind. Von Region zu Region gibt es unterschiedliche Aussehensmerkmale. So finden sich an der Küste im Westen afrikanisch-negride, im Süden des Landes südasiatische Einflüsse. Im Wadi Hadramaut im Osten ist dagegen ein malaiischer Einschlag erkennbar. Von den rund 16 Millionen Jemeniten sind ungefähr die Hälfte jünger als 14 Jahre und nur eine kleine Minderheit älter als 65 Jahre. Die unzureichende medizinische Versorgung sowie mangelhafte hygienische Verhältnisse führen zu einer sehr hohen Kindersterblichkeit. Eines der Hauptwohngebiete des Jemens ist neben der unmittelbaren Küstenregion und einigen Oasen das landwirtschaftlich nutzbare Hochland. Regionen wie die zentralen Wüstengebiete sind mit Ausnahme der wenigen dort lebenden Nomaden kaum oder überhaupt nicht bewohnt. Staatsreligion im Jemen ist der Islam. Die Mehrzahl der Muslime sind Sunniten und Zaiditen. Juden, Christen und Hindus stellen nur kleine Minderheiten in der Bevölkerung dar. Geschichte Im Altertum wurde das Gebiet des heutigen Jemen aufgrund seiner fruchtbaren Täler „Glückliches Arabien“ (lateinisch: Arabia felix) genannt. Drei große Kulturen prägten die südarabische Halbinsel: Minäer, Sabäer und Himyariten. Die Minäer wurden um 950 v.Chr. von den Sabäern verdrängt, die den Jemen etwa 14 Jahrhunderte prägen sollten. Erzählungen über die Königin von Saba und ihren Besuch bei König Salomon im 10. Jahrhundert v.Chr. verweisen noch heute auf das Reich der Sabäer. Es verdankte seinen Wohlstand zum großen Teil dem Gewürzhandel. Weihrauch und Myrrhe erzielten in der antiken Welt hohe Preise, da Ägypter, Griechen und Römer die Duftstoffe für Rituale nutzten. Kamele transportierten die aus Indien angelandeten Gewürze über die sogenannte "Weihrauchstraße" über Mekka nach Gaza in Ägypten. Neben dem Gewürzhandel gelang es den Sabäern zudem, eine effektive Landwirtschaft aufzubauen. Symbol hierfür war der Damm von Marib, ein gewaltiges Stauwehr, das etwa im 8. Jahrhundert v.Chr. erbaut wurde, rund 1000 Jahre der Bewässerung des Ackerlands diente und dessen Ruinen heute als Weltwunder angesehen werden. Die Himyariten waren kulturell den Sabäern untergeordnet und betrieben Handel zwischen dem Hafen von al-Muza und dem Roten Meer. Mit der Eroberung Jemens durch die Römer nahm die Bedeutung des Seehandels zu. Parallel hierzu wurde der Mittelmeerraum christianisiert, die religiösen Riten und damit der Gebrauch von Gewürzen nahm ab. Die vormals im östlichen Teil des Landes existierenden Hochkulturen zerfielen und die Bedeutung der Staaten im Hochland nahm zwischen dem 1. und dem 3. Jahrhundert n.Chr. zu. Judentum und Christentum setzten sich ab dem 4. Jahrhundert auch im Jemen durch und als gegen Mitte des 6. Jahrhunderts der stets instandgehaltene Damm bei Marib zum letzten Mal brach, wurde dies zum Symbol des Untergangs des sabäer Königreichs. Anfang des 7. Jahrhunderts, noch zu Lebzeiten Mohammeds, setzte die Islamisierung des Jemen durch arabische Kalifen ein und eine erste große Moschee wurde im Jahr 8 der 622 n.Chr. beginnenden islamischen Zeitrechnung in Sana'a al-Jamad gebaut. Mit der Islamisierung entstanden Imamate in Jemen, von denen vor allem das zaiditische Imamat ab Ende des 9. Jahrhunderts bis zur Revolution 1962 von großer Bedeutung war. Jahrhunderte der Fremdherrschaft folgten. Vom 12. bis ins 15 Jahrhundert stand Jemen unter ägyptischer Herrschaft, ab dem frühen 16. Jahrhundert war es für über 100 Jahre von den Osmanen besetzt, die jedoch in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts von den zaiditischen Imamen weitgehend aus dem Jemen vertrieben werden konnten. 1839 gelang es Großbritannien, den Süden des Landes zum Protektorat zu machen. Aden wurde als Flottenstützpunkt eine der wichtigsten Handelsstationen auf der Indienroute und gewann zusätzliche Bedeutung nach dem Bau des Suezkanals im Jahr 1869. Parallel zur britischen Okkupation kehrten die Osmanen Mitte des 19. Jahrhunderts in den Jemen zurück und besetzten sowohl die Tihama als auch das Gebiet zwischen Sanaa und Taizz. Das Land war dadurch Ende des 19. Jahrhunderts dreigeteilt: Großbritannien beherrschte den Süden, die Türken den Westen und die Zaiditen den Norden. Nach dem Ersten Weltkrieg endete die türkische Herrschaft und der Nordjemen wurde zu einer souveränen Monarchie unter den Zaiditen, die das Land außenpolitisch isolierten. Aufständen und Umstürzen in den 30er und 40er Jahren folgte ein Militärputsch im Jahr 1962, der die Herrschaft der Zaiditen beendete. Die Arabische Republik Jemen wurde ausgerufen. Ein Bürgerkrieg zwischen imamtreuen Royalisten und Republikanern brach aus und endete Ende der 60er Jahre mit dem Sieg der Republikaner. Der Süden gehörte bis 1937 als Protektorat zu Britisch-Indien, 1947 wurde es britische Kronkolonie. Von 1963 bis 1967 folgte eine kurze Zeit als Staat Aden. Im November 1967 erklärte sich Aden für unabhängig und Großbritannien zog sich aus dem Land zurück. Es folgte eine kurze Herrschaft der Widerstandsbewegung, die sich nach der Revolution im Norden formiert hatte. Diese wurde jedoch nach wenigen Jahren von der extremen Linken entmachtet. Im Südjemen entstand mit Gründung der Demokratischen Volksrepublik Jemen ein kommunistischer Einheitsstaat nach sowjetischem Vorbild, der ab 1978 die Jemenitische Sozialistische Partei vorstand. 1980 wurde A. Nassir Muhammed Präsident, der im Bürgerkrieg 1986 nach Nordjemen floh und von H. Abu Bakr al-Attas abgelöst wurde. Jemen war in zwei politisch gegensätzliche Staaten geteilt, die sich immer wieder blutige Auseinandersetzungen lieferten. Im Nordjemen hatte 1974 das Militär die Macht übernommen, 1978 wurde Ali Abdullah Saleh Präsident und leitete eine Demokratisierung des Landes ein. Seit Ende eines ersten Grenzkriegs 1971 wurden wiederholt Vereinigungsverhandlungen geführt, die nach einem zweiten Grenzkonflikt im Jahr 1981 zu einem Koordinierungs- und Kooperationsabkommen führten. Die Folgen des Zusammebruchs des Ostblocks Ende der 80er Jahre ebneten schließlich auch im Jemen den Weg für einen konkreten Wiedervereinigungsplan. 1989 wurde ein Organisationskomitee gebildet und im folgenden Jahr folgte der Zusammenschluß zur Islamischen Republik Jemen, deren erster Präsident Saleh wurde. Sana wurde zur politischen, Aden zur wirtschaftlichen Hauptstadt erklärt und 1991 billigte die Bevölkerung eine Übergangsverfassung. De facto blieb aber eine Zweiteilung von Nord und Süd erhalten: sowohl die Einheiten der Armeen als auch die Verwaltungsstrukturen blieben getrennt. Der Golfkrieg 1991 brachte schwere innenpolitische Belastungen. Die pro-irakische Haltung des Jemen führte dazu, daß knapp eine Million jemenitischer Gastarbeiter aus Saudi-Arabien ausgewiesen wurden. Dazu kamen die Veränderungen der Märkte im Ostblock, die eine Freigabe der Preise zur Folge hatte. Das führte im Jemen zu einer hohen Inflationsrate, verstärkter Arbeitslosigkeit und innenpolitischen Auseinandersetzungen. Eine Koalitionsregierung bemühte sich ab 1993 um eine innenpolitische Stabilisierung, konnte aber nicht verhindern, daß sich 1994 im Südjemen eine Widerstandsbewegung formierte, die auf die Wiederherstellung der Demokratischen Republik Jemen drängte, aber von Regierungstruppen niedergeschlagen wurde. Im September 1999 wurde der seit 1989 regierende Ali Abdullah Saleh bei den ersten direkten Präsidentenwahlen in Jemen mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Die unterlegene sozialistische Opposition hatte zum Boykott der Wahl aufgerufen und erhob Vorwürfe wegen Behinderungen und Unregelmäßigkeiten bei der Wahl. Die Tatsache, daß in den zurückliegenden Jahren mehr als 100 Ausländer im Jemen entführt wurden mit dem Ziel, die Regierung im eigenen Land zu bestimmten Maßnahmen zu zwingen, zeigt, daß die innenpolitischen Verhältnisse im Land weiterhin schwierig sind. für aktuelle Angaben siehe Basisdaten Chronik
Politisches System Jemen ist laut Verfassung von 1994 eine Republik auf Grundlage des islamischen Rechts (Scharia). Ein vom Volk (Frauen haben sowohl aktives als auch passive Wahlrecht) für die Dauer von fünf Jahren direkt gewählter Staatspräsident steht, mit weitgehenden Kompetenzen versehen, an der Spitze von Staat und Exekutive. Das Abgeordnetenhaus besteht aus 301 für vier Jahre gewählte Mitgliedern. Die wichtigsten Parteien sind der regierende Allgemeine Volkskongress (CPC), die Jemenitische Vereinigung für Reform (Islah) und die Jemenitische Sozialistische Partei. Neben der vom Staat ausgeübten Exekutive spielt das Stammesrecht eine wichtige Rolle. Die Oberhäupter der Volksgruppen (Scheichs) vertreten den Stamm nach außen, sprechen Recht und sind für die Sicherheit und Ordnung in ihrem Gebiet zuständig. Wirtschaft Jemen ist eines der ärmsten Länder der arabischen Welt. Obwohl die Landwirtschaft nur knapp 20% des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet, ist sie von hoher Bedeutung. Etwa 3% der Landesfläche sind landwirtschaftlich nutzbar. Vor allem im Hochland werden Hirse, Mais, Weizen und Gerste primär für den Eigenbedarf angebaut. Daneben gedeihen hier aber auch die wichtigen Exportprodukte Baumwolle, Kaffee, Obst und Gemüse. Das gewinnbringendste Produkt ist jedoch Kath, eine Drogenpflanze, die zumeist im Land selbst konsumiert wird. Der Anbau der Pflanze beansprucht laut Schätzungen etwa 20% der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Vor allem im Norden ist das Kauen der Blätter des Kat-Strauches weit verbreitet. (Die amphetamin-ähnlichen Inhaltstoffe haben eine anregende Wirkung und unterdrücken das Hungergefühl.) Neben dem Pflanzenanbau ist die Weidewirtschaft der Beduinen von Bedeutung. Es werden Ziegen, Schafe, Rinder, Esel und Kamele gehalten, Schaf- und Ziegenfelle werden exportiert. Einzige Großbetriebe des Landes sind die Salzgärten und die Erdölraffinerie bei Aden, hier liegt das Wirtschaftszentrum und neben Al Ahmadi der wichtigste Hafen des Jemen. Etwa 90% der Einnahmen werden durch den Export von Öl und Ölprodukten erzielt, wobei die Fördermengen im Vergleich zu den reichen Nachbarländern relativ niedrig sind. Wichtigste Importgüter sind Nahrungsmittel, lebende Tiere, Maschinen, Fahrzeuge und Fertigprodukte, wichtigste Exportgüter Erdöl und Tabakwaren. Im kleineren Ausmaß werden ebenfalls Baumwolle, Fisch und Kaffee exportiert. Insbesondere der jemenitische Kaffee gilt als Rarität. Seine kleinen Bohnen haben ein sehr kräftiges Aroma, doch die Zeiten, als der Jemen gegen Ende des 17. Jahrhunderts das Handelsmonopol für Kaffee besaß, sind vorbei. Holländern gelang es, Kaffeepflanzen außer Landes zu schmuggeln und in ihren ostasiatischen Kolonien zu kultivieren, so daß der einstige Kaffeehafen Mokha seine frühere Bedeutung längst verloren hat. Ähnliches gilt für den Weihrauch: Das Baumharz wird wie Myrrhe weiterhin angebaut und angeboten, stellt jedoch keinen wichtigen Handelsfaktor mehr dar. Quelle: Areion WeltalamanachDruckversion dieser Seite |