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Israel

Staat Israel

 Basisdaten    Chronik


Geografie
Das Land
Der Staat Israel (hebräisch: Medinat Jisrael) liegt in Vorderasien am Ostufer des Mittelmeers. Seine Südspitze grenzt an den Golf von Akaba, einem Arm des Roten Meeres. Israel hat vier Nachbarstaaten: im Norden den Libanon, im Nordosten Syrien, im Osten Jordanien und im Südwesten Ägypten. Das Staatsgebiet hat ohne die besetzten Gebiete eine Fläche von 20.700 qkm und erstreckt sich von Süd nach Nord auf eine Länge von etwa 400 km. Der Süden des Landes wird vom Negev eingenommen, einem etwa 12.000 qkm großen wüstenhaften Tafelland, das sich bis zur Hafenstadt Elath am Roten Meer erstreckt. Der Norden gliedert sich in drei Bereiche: Bergland, Jordangraben und Küstenebene. Das Bergland ist von Nord nach Süd in galiläisches, samaritisches und judäisches Bergland unterteilt. Außenpolitisch anerkanntes Staatsgebiet hiervon ist das Hochland von Galiläa sowie ein Landkorridor von Tel Aviv-Jaffa nach Jerusalem. Im Hochland von Galiläa liegt mit dem Berg Hare Meron der mit 1208 m höchste Berg Israels. Im Osten fällt das galiläische Bergland zum Jordangraben ab. An der Grenze zu Syrien findet sich der See von Genezareth. Der fischreiche Süßwassersee hat eine Fläche von 166 qkm und liegt 209 m unter dem Meeresspiegel. Er wird vom Jordan, der ins Tote Meer mündet, in nordsüdlicher Richtung durchflossen. Der Fluß bildet die Grenze zu Syrien und Jordanien. Der südliche Teil des Flußes liegt ganz auf jordanischem Staatsgebiet, der westlich des Flußes gelegene Teil – die Westbank – ist seit 1967 durch Israel besetzt. Die Küstenebene hat ihren zentralen Teil in der fruchtbaren Sharon, die sich nach Süden hin auf etwa 40 km verbreitert. Ein östlich davon gelegenes Hügelland namens Shefela leitet zum Bergland über. Größte Stadt des Landes und Hauptstadt ist Jerusalem mit rund 600.000 Einwohnern.

Klima
Israel liegt im Übergangsgebiet zwischen winterfeuchtem Mittelmeerklima und ganzjährig trockenem Wüstenklima. Die Sommer sind warm und trocken, die mittleren Temperaturen im Juli betragen in der Hafenstadt Haifa 27,5°C, in Jerusalem 24°C. Der Winter dagegen ist im Bergland kühl bis kalt, in den Niederungen mild. Die jährlichen Niederschlagsmengen betragen in Haifa rund 660 mm, in Jerusalem ca. 530 mm. In der Aravsenke im südlich gelegenen Negev sinkt die Niederschlagsmenge bis auf 50 mm pro Jahr.

Flora und Fauna
Die Vegetation Israels reicht von Wüstenflora bis zu mediterran anmutenden Pflanzengemeinschaften. Wüstengebiete, asiatische Steppe und Mittelmeerflora geben etwa 2500 Pflanzenarten Raum. Die Mehrzahl davon sind sogenannte Xerophyten: Trockenpflanzen, die durch unterschiedlichste Methoden in der Lage sind, auch lange Trockenzeiten zu überdauern. Die Geröllwüste Negev im Süden nimmt etwa 60% des israelischen Staatsgebietes ein. Hervorzuheben ist im Norden des Negev die Beer-Sheva-Region, die aufgrund eines bis zu 30 m dicken Lößuntergrundes sehr fruchtbar ist. Hier herrscht eine niedrige Buschvegetation vor. Mehr als 200 Millionen Bäume sind in Israel seit 1948 gepflanzt worden, natürliche Waldflächen wurden mit Laub und Nadelbäumen (Pinien, Zedern, Datteln, Eukalypten, Akazien und Tamarisken) aufgeforstet. Waldgebiete machen heute dennoch nur ca. 6% der Gesamtfläche des Landes aus. Ein besonders gelungenes Beispiel für diese Aufforstungen ist das Naturschutzgebiet auf dem Har Karmel, einem Gebirgszug im Norden Israels, der bis zur Mittelmeerküste an der Bucht von Haifa reicht. Hier konnte der Baumbestand wieder auf eine Fläche von 116.000 ha heranwachsen. Wirtschaftlich wertvolle Pflanzen – Zitrusfrüchte, Bananen, Baumwolle, Tabak, Weintrauben, Daten, Feigen, Oliven, Pflaumen und Mandeln – werden vor allem in der fruchtbaren Küstenregion angebaut.
Die Tierwelt Israels umfaßt ungefähr 100 Säugetier- und 400 Vogelarten. Heimisch sind u.a. Otter, Wolf, Schakal, Hyäne, Gazelle, Stachelschweine und Igel. Einige Tierarten, die in Israel als ausgestorben galten, wurden erfolgreich wieder eingeführt, dazu gehören z.B. der Asiatische Wildesel und eine spezielle Hirschart. In der artenreichen Vogelwelt finden sich sonst nur sehr selten vorkommende Arten wie der Rotflügelgimpel und der Zederngirlitz. Immer wieder kommt es zu Heuschreckenepedemien, obwohl die Tiere in Israel selbst kaum vorkommen.


Kultur und Gesellschaft
Bevölkerung
Der überwiegende Teil der rund 5,7 Millionen Israelis wohnt in Großstädten wie Jerusalem, Tel Aviv-Jaffa, Haifa, Bat Yam oder Holon. Ca. 75% der Gesamtbevölkerung leben in der Küstenebene, das Land hat insgesamt eine Bevölkerungsdichte von 272 Personen pro qkm. Ungefähr 82% der Bürger sind Juden, 15% Moslems. Man unterscheidet die Staatsbürger, die vor der Staatsgründung einwanderten (Vatiqim) von denjenigen, die nach der Staatsgründung ins Land kamen (Olim). Die in Israel Geborenen werden Sabras genannt (rund die Hälfte der heute im Staat lebenden Juden). Von den insgesamt rund 2,6 Millionen Palästinensern, die in Isreal, im Westjordanland oder im Gazastreifen leben, haben rund 600.000 die israelische Staatsbürgerschaft.
Seit den 80er Jahren ist das Haupteinreiseland für Neubürger Russland. Die Unterteilung in Aschkenasin aus Mittel- und Osteuropa und Sephardin aus den Regionen zwischen Nordafrika und Irak wird den mehr als hundert Herkunftsländern und ihren unterschiedlichen Sprachen und Gebräuchen kaum gerecht. Unterrichtssprache an den Schulen ist seit der Staatsgründugn Hebräisch, in arabischen Schulen wird Arabisch unterrichtet.

Geschichte
Die ersten Bewohner Palästinas, die Kanaanäer lebten bereits im 3. Jt. v.Chr. in dieser Region. Ihre Religion hatte einen bedeutenden Einfluß auf den jüdischen Glauben und damit sowohl auf das Christentum als auch auf den Islam. Als die ägyptische Vorherrschaft in Palästina im 14. Jhd. v.Chr. zu Ende ging, wanderten in mehreren Wellen israelitische Stämme ein, Moses einte sie im Glauben an Jahwe. Ein religiös-politischer Schutzverband der zwölf Stämme (Richter) entstand und die Kanaanäer wurden um 1125 v.Chr. besiegt. Die erste Staatenbildung erfolgte 1000 v.Chr. durch Saul, der die israelitischen Stämme aus Galiläa, Mittelpalästina und dem Ostjordanland einte und die in der Nachbarschaft wohnenden Stämme der Philister und Ammoniter besiegte. Ein mächtiges Reich mit der Hauptstadt Jerusalem entstand und erreichte unter König Solomon, dem Sohn Davids, seinen Höhepunkt. Nach dessen Tod zerfiel das Reich in ein südliches und eine nördliches Herrschaftsgebiet. 772 zerstörten die Assyrer das Nord-Reich und deportierten die dort lebenden Israeliten. 586 zerstörten die Babyloner unter Nebukadnezar Jerusalem, die Hauptstadt des Süd-Reichesm, und verschleppten einen großten Teil der Bevölkerung nach Babylon. Diese durften jedoch ihre nationale und religiöse Identität bewahren und so wurden einige der bedeutendsten theologischen Schriften und viele historische Bücher des Alten Testamentes während dieses Exils geschrieben.
539 v.Chr. wurde durch Cyrus Babylonien erobert und die Juden konnten nach Palästina zurückkehren. Jerusalem wurde wieder aufgebaut, und die Thora als schriftliches Regelwerk für Fragen des gesellschaftlichen und religiösen Zusammenlebens entstand. Die persische Vorherrschaft brach der Grieche Alexander der Große 333 v.Chr., doch die Juden weigerten sich, die hellenistische Kultur und Religion anzunehmen. Schließlich eroberte Pompeius Palästina und machte es zur römischen Provinz, die von jüdischen Königen regiert wurde. Während der Zeit von König Herodes wurde Jesus geboren. 313 n.Chr. legalisierte der römische Kaiser Konstantin das Christentum und die Christianisierung setzte ein. Die römische Vorherrschaft in Palästina wurde 638 durch die Eroberung durch die Araber beendet. Eine 1300 Jahre dauernde moslemische Vorherrschaft begann, mit Jerusalem als heiligem Ort sowohl der jüdischen als auch der moslemischen und christlichen Weltreligionen. Die Juden hatten weitgehende Glaubensfreiheit und in der folgenden Zeit unter moslemischer Herrschaft brach ein goldenes Zeitalter für Wissenschaft, Kunst, Philosophie und Literatur an, in dem jenes Wissen aufbewahrt wurde, das Europa in der Renaissance neu entdeckte.
Mit dem Aufkommen eines verstärkten Nationalismus im Europa des 19. Jahrhunderts begann die unmittelbare Vorgeschichte des Staates Israel. Der um sich greifende Antisemitismus ließ in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts erste europäische Juden in das “gelobtes Land” Palästina strömen. Theodor Herzl gründete 1897 den Weltverband der Zionisten und die jüdische Zuwanderung nahm deutlich zu. 1880 bildeten die arabischen Palästinenser 95 Prozent der Bevölkerung und die Einwanderungsbewegung wurde skeptisch bis ablehnend beobachtet. Eine grundlegende Änderung der politischen Verhältnisse brachte die Eroberung Palästinas durch die Briten 1917. Ein Mandat des Völkerbundes übertrug ihnen über das Land die Herrschaft, die von 1922 bis 1948 in einem Balanceakt zwischen den sich immer unversöhnlicher gegenüberstehenden jüdischen und palästinensischen Gemeinden bestand. Die Zionisten verlangten eine großangelegte jüdische Einwanderung und einen eigenen Staat, die Palästinenser sprachen dagegen Großbritannien das Recht ab, ihr Land an Dritte zu versprechen und fürchteten Zwangsenteignung durch die Zionisten. Es kam zu antizionistischen Angriffen, doch das entstande Nazi-Regime in Deutschland verstärkte den Einwanderungsdruck noch. Allein 1935 kamen mehr als 62.000 Juden nach Palästina. Die Angst der Araber vor einer beginnenden jüdischen Vorherrschaft führte in den 30er Jahren zu Revolten, die Großbritannien veranlaßten, jüdische Einwanderung und Ankäufe von Land einzuschränken. Dies änderte sich erst, als nach Ende des Krieges die grauenvollen Massenvernichtungen an Juden bekannt wurden und die Sympathie für das Anliegen der europäischen Juden und Zionisten weltweit stark zunahm. Doch verschiedenste Vorschläge der Britten, wie eine Lösung des Palästina-Problems aussehen könnte, wurden verworfen. Dies führte dazu, daß Großbritannien 1947 sein Mandat an die UN zurückgab. Eine Kraftprobe schien unausweichlich. 1,3 Millionen Palästinenser standen 600.000 Juden gegenüber. Die halbautonome Regierung unter David Ben-Gurion hatte eine disziplinierte und schlagkräftige Miliz, die Haganah, ausgebildet. Die Palästinenser hingegen waren schlecht organisiert. Als die UNO im November 1947 eine konkrete Aufteilung Palästinas vorschlug, wurde diese von den Juden angenommen, von den Palästinensern jedoch abgelehnt. Ein Krieg folgte, in dem die Palästinenser besiegt und am 14. Mai 1948 der Staat Israel ausgerufen wurde.
Unmittelbar darauf kam es zum 1. Israelisch-Arabischen Krieg, in dem sich Israel gegen fünf angreifende arabische Länder behauptete. Flucht und Vertreibung von schätzungsweise 850.000 Palästinensern waren die Folge, große Flüchtlingslager entstanden in den arabischen Nachbarländern. Die Spannungen nahmen nicht ab, es folgte 1956 der Suezkrieg, 1967 der Sechs-Tage-Krieg, der die Besetzung des Westjordanlands, der Sinaihalbinsel, des Gazastreifens und der syrischen Golanhöhen durch Israel zur Folge hatte. Im Oktober 1973 brachte der mit Ägypten und Syrien ausgefochtene Jom-Kippur-Krieg Israel in Bedrängnis, ein Streifen am Suezkanal ging nach Verhandlungen an Ägypten, Syrien erhielt das Gebiet um Kuneitra auf den Golanhöhen zurück. Ein Guerillakrieg mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation unter Arafat setzte ein, der von beiden Seiten mit äußerster Härte betrieben wurde. Mit seiner Reise nach Jerusalem leitete der ägyptische Präsident Sadat 1977 eine Friedensinitiative ein, die in Camp David zum ägyptisch-israelischen Friedensvertrag von 1979 führte und den Abzug der Israelis von der Sinaihalbinsel brachte (April 1982). Es wurde vereinbart, mit Verhandlungen über die Autonomie der palästinensischen Araber zu beginnen. Ende Juli 1980 erklärte die Knesset (das israelische Parlament) ganz Jerusalem zur Hauptstadt Israels. Zugleich marschierten Truppen in den Süd-Libanon ein, um die fortgesetzten palästinensischen Angriffe von dort zu unterbinden.
1991 begannen schließlich die ersten israelisch-arabischen Friedensverhandlungen. Obwohl Israel seine aktive Besiedlungspolitik in den besetzten Gebieten fortsetzte, suchte die Mitte-Links-Koalition Rabin gemeinsam mit dem Staatspräsidenten Weizman unter dem Leitwort „Land für Frieden“ nach Lösungen. Aus den Verhandlungen folgten Vereinbarungen zwischen Israel und der PLO, die in zwei Stufen 1993 und 1995 nahezu alle palästinensischen Städte in der Westbank und dem Gaza-Streifen in palästinensische Verwaltung übergehen ließen. Die Ermordung Rabins 1996 durch einen israelischen Extremisten brachte den Prozeß ins Stocken. Mit dem Sieg des Likud-Blocks unter Netanjahu kam eine Mitte-Rechts Koalition an die Macht, die die israelisch-palästinensischen Vereinbarungen zu modifizieren suchte, und dabei in starken Konflik mit der PLO geriet. Bauprojekte in dem von Palästinensern bewohnten Teil Jerusalems verschärften die Situation und erst das Ende 1998 in Wye (Maryland) unterschriebene Abkommen zwischen Arafat und Netanjahu stellte einen umfassenden Friedensvertrag inklusive des Abzugs der israelischen Truppen aus weiteren 13% des Westjordanlands in Aussicht. Bis Ende 1998 waren aber nur 2% des Gebietes geräumt. Am 8. September 1999 stimmte die neugewählte Regierung von Ministerpräsident Ehud Barak dem Beginn des Truppenabzugs aus weiteren Teilen des besetzten Westjordanlands zu und in einer ersten Stufe wurden weitere 7% dieses Gebietes an die palästinensische Autonomiebehörde übergeben. In drei Phasen sollte bis Januar 2000 der Abzug israelischer Truppen aus weiteren 11% des Westjordanlands geschehen. Verzögerungen lösten weitere Unruhen in den Palästinensergebieten aus, die Friedensgespräche wurden im Mai 2000 von Israel ausgesetzt. Ende 2000 verlor die Regierung Barak ihre Mehrheit im Parlament.
Im März 2001 wurde der 72jährige Vorsitzende der rechtsgerichteten Likud-Partei, Ariel Scharon, Nachfolger von Ehud Barak als isrealischer Ministerpräsident. In seinem Kabinett der „Nationalen Einheit“ war ein breites Parteienspektrum von links bis ultrarechts vertreten. Scharon distanzierte sich von den bisherigen Verhandlungsergebnissen zwischen der israelischen Regierung Barak und den Palästinensern und erklärte, sie seien für ihn nicht bindend. Voraussetzung für weitere Friedensgespräche sei das Ende der Gewalt auf Seiten der Palästinenser. Dem Regierungswechsel folgte in den nächsten Monaten eine Welle von Terroranschlägen seitens der Palästinenser, die von der israelischen Führung mit demonstrativer Härte beantwortet wurde. Erschien noch im Jahr 2000 eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts im Bereich des Möglichen, stehen sich ein Jahr später die israelische Führung und die Palästinenser wieder unversöhnlich gegenüber.

für aktuelle Angaben siehe  Basisdaten    Chronik


Politisches System
Der Staat Israel ist eine parlamentarische Republik. Es gibt keine geschriebene Verfassung, stattdessen liegen eine Reihe verabschiedeter Grundgesetze vor. Das Staatsoberhaupt ist ein vom Parlament auf fünf Jahre gewählter Präsident mit primär repräsentativer Funktion. Die Gesetzgebung liegt beim Parlament, der Knesset, die aus einer Kammer besteht und 120 für vier Jahre gewählte Abgeordnete hat. Die Exekutive besteht aus der Regierung unter Vorsitz des Premierministers, der direkt und unabhängig von den Machtverhältnissen in der Knesset gewählt wird. Die einflußreichsten Parteien sind die Israelische Arbeiterpartei und der Likud-Block, der sich aus mehreren Parteien zusammensetzt. Daneben spielen der Meretz-Block sowie zahlreiche religiöse Parteien wie z. B. die Schas und die Nationalreligiöse Partei eine wichtige Rolle in der israelischen Politik.


Wirtschaft
Trotz ungünstiger Voraussetzungen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung wie etwa Wassermangel, Kriege und Rohstoffknappheit hat sich der Staat Israel in den gut 50 Jahren seiner Existenz zu einem modernen Industriestaat mit hoch effizienter Landwirtschaft entwickelt. Trotz der schwierigen Wasserversorgung deckt die Landwirtschaft drei Viertel des Eigenbedarfs und erwirtschaftet etwa 20% der Exporterlöse. Hauptanbaupflanzen sind Zitrusfrüchte, Bananen, Oliven, Baumwolle und Tabak. Aber auch Getreide, Gemüse und Kartoffeln sowie Erdnüsse und Sesam werden kultiviert. Der Anbau konzentriert sich primär auf die Küstenebene sowie auf die nördlichen Landesteile. Der Großteil des notwendigen Wassers (die Landwirtschaft verbraucht 85% der verfügbaren Menge) wird aus dem See von Genezareth gewonnen. Neben dem Pflanzenanbau gibt es auch Milchwirtschaft und Geflügelzucht. Etwa 90% der jüdischen Landwirte arbeiten nicht selbständig, sondern in sogenannten Kibbuzim (Kollektivsiedlungen) oder Moshavim (Kooperativen).
Salz, Kupfererze und Malachit werden im Land abgebaut. Im industriellen Bereich überwiegt die Baustoff-, die elektrotechnische und feinmechanische Industrie sowie das chemische und metallverarbeitende Gewerbe. Besonders hervorzuheben sind rund 650 Diamantenschleifereien, in denen rund die Hälfte aller Rohdiamanten weltweit weiterverarbeitet werden. Die wichtigsten Häfen sind Elat am Roten Meer und Haifa und Ashdod am Mittelmeer. Ein internationaler Flughafen befindet sich in Ben Gurion nahe Tel Aviv.

 Quelle: Areion Weltalamanach

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