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Republik IrlandChronik Überblick Basisdaten
Ab 6. Jahrhundert v. Chr. Ein keltisches Volk, das sich selbst „Gaelen“ und die Insel Irland „Eriu“ nennt, wandert in Irland ein und unterwirft die bereits seit Jahrtausenden ansässigen Bewohner. Aus zahlreichen Stammesverbänden entwickeln sich allmählich die fünf Königtümer Ulster, Connacht, Leinster des Nordens (Meath), Leinster des Südens und Munster, wobei die Könige aufgrund der ständigen Stammesfehden aus ihrer Mitte einen Hochkönig wählen, der die Aufgabe hat, mit Hilfe der „Fianna“, seiner schlagkräftigen Streitmacht, den Frieden im Land zu sichern. Irland wird als einziges westeuropäisches Land nie von den Römern beherrscht. 432 n. Chr. Mit der Ankuft St. Patricks, des Nationalheiligen des heutigen Irland, beginnt die Christianisierung der Inselbevölkerung, die bereits nach zwei Jahrzehnten als abgeschlossen gilt. In der Folgezeit werden große Teile Europas durch irische Mönche christianisiert. Ab 540 Der Hl. Columban, auch „St. Columbcille“ (Taube der Kirche) genannt, der 521 als Sproß eines alten irischen Königsgeschlecht geboren wurde, läßt, bevor er 563 nach Schottland auswandert, in Irland mehrere große Abteien errichten. Ab 795 Die skandinavischen Wikinger plündern das Kloster Iona in Schottland, das im 6. Jahrhundert von dem aus Irland stammenden Hl. Columban gegründet worden war. Ab 840 Die skandinavischen Wikinger fallen in Irland ein und beginnen, nicht ohne vorher Klöster geplündert und ganze Landstriche verwüstet zu haben, sich anzusiedeln. U.a. gründen sie 841 Dublin, die heutige Haupstadt der Republik Irland. (Über den Ursprung der Bezeichnung „Wikinger“ für die „Männer des Nordens“, den Altnordisch sprechenden Vorfahren der Norweger, Schweden und Dänen, gibt es verschiedene Meinungen. Sicher ist nur, daß der Begriff ab Ende des 8. Jahrhunderts bis zum Ende des 11. Jahrhunderts mit „Seeräuber“ gleichgesetzt wurde. Es gab damals in Skandinavien – dieser Name stammt von Plinius, der das unbekannte Land jenseits von Jütland als „Scatinavia“ bezeichnete – so viele umherziehende germanische Stämme und Heiraten unter den Häuptlingsfamilien, daß von nationaler Identität im heutigen Sinne keine Rede sein konnte. Der schwedische Professor Jan Ivarsson sagte einmal: „Die Wikinger waren kein Volk, sondern ein Beruf. Während eines Teils des Jahres betätigten sich die „Nor[d]mannen“ als Bauern, Handwerker und hervorragende Schiffsbauer und während der übrigen Zeit eben als „Wikinger“, d.h. als Entdecker und Eroberer von Ländern und Meeren sowie als Kaufleute und Söldner.“ Grob gesehen kann man sagen, daß die Wikinger, die über Land nach Rußland, wo sie von den dort lebenden Slawen „Waräger“ genannt wurden, und schließlich bis nach Konstantinopel vordrangen, vorwiegend „Schweden“ gewesen sein müssen, während die „Norweger“ gen Westen nach Schottland und Irland segelten, um schließlich über die Orkney-, Shetland- und Faröer Inseln nach Island und Grönland und sogar bis nach Amerika vorzudringen. Die „Dänen“ hingegen beschränkten sich auf Deutschland, England, Frankreich [„Normandie“], Spanien, Sizilien und Süditalien.) 1014 Eine weitere Einwanderung der Wikinger in Irland wird durch den Sieg des Hochkönigs Brian Boru in der Schlacht bei Clontarf verhindert. 1160 Der König von Leinster, Dermot Mac Murrough (Dairmut Mac Murchada), der Gründer der Kirche von Killeshin, wird wegen einer Affäre mit der Gemahlin eines anderen Fürsten aus Irland vertrieben. Er verbündet sich mit dem englischen König Heinrich II., dem er für seine Unterstützung bei der Rückeroberung seiner Güter Landbesitz in Irland für seine Ritter verspricht. Im Jahre 1169 landet ein englisches Heer an der Küste Irlands, nimmt Dublin ein und erobert weite Landstriche. Dies ist der Beginn des bis heute andauernden englisch-irischen Konflikts. Anfang 13. Jahrhundert Etwa die Hälfte Irlands befindet sich in englischen Händen. 1272 In Irland gibt es fast 40 Ordensklöster der Zisterzienser, Augustiner, Franziskaner und Dominikaner, darunter Kilcooly, Kilkenny und Holycross. 1541 König Heinrich VIII. nimmt den Titel König von Irland an. Die von ihm gegründete Church of England wird von den Iren nicht akzeptiert. Die Rebellion der Iren unter ihrem Führer Fitzgerald, Graf von Kildare, wird grausam unterdrückt, Fitzgerald wird hingerichtet. Durch die Auflösung der Klöster werden die kulturellen Zentren des Landes zerstört. Der König und seine Nachfolger verteilen daraufhin irische Ländereien an englische Adelige. Es entsteht eine nicht-katholische, landbesitzende Oberschicht. Ab 1569 Drei große Aufstände der Iren gegen die Landnahme der Engländer (1569-73, 1579-93, 1594-1603) schlagen fehl, trotz Unterstützung des Papstes und des spanischen Königs Philipp II. 1591 In Dublin wird die erste Universität Irlands gegründet. Ab 1649 Unter dem Regime von Oliver Cromwell wird bei den Massakern von Drogheda und Wexford der Widerstand der Iren grausam gebrochen. Die Politik der Landvergabe an englische und schottische Adelige wird vor allem in Norden weitergeführt. Die Iren verbleiben auf ihrem Land als Pächter. Zudem versucht Cromwell, auch den Iren den puritanischen Glauben aufzuzwingen, womit er den Grundstock zu den bis heute andauernden religiösen Auseinandersetzungen in Irland legt. Ab 1685 Unter dem englischen König James (Jakob) II., der zum Katholizismus übergetreten war, erlangen die Katholiken Irlands vorübergehend wieder größeren Einfluß. Sie verfolgen nun ihrerseits die Protestanten, die in den Norden der Insel flüchten. Jakob II. wird allerdings bereits 1688 gestürzt und flieht nach Frankreich. Mit französischer Hilfe gelangt er nach Irland, wo er sich zum König krönen läßt und von dort aus versucht, wieder an die Macht zu kommen. 1690 Der protestantische Wilhelm III. von Oranien, der Schwiegersohn und Nachfolger von James II. landet in Irland und gewinnt die Schlacht bei Boyne. König Jakob II. flieht ein zweites Mal nach Frankreich und überläßt das Land seinem Schicksal. Die Katholiken werden unterdrückt und aus dem Parlament ausgeschlossen. 1782 Irland erhält gesetzgebende Autonomie. 1793 Die Iren erheben sich bis 1798 ein weiteres Mal, um nationale Unabhängigkeit zu erreichen. 1800 Die britische Regierung versucht, die Iren zu integrieren und gesteht in der Unionsakte dem Land eigene Abgeordnete im Londoner Parlament zu. 1. Januar 1801 Mit der sogenannten Unionsakte wird das „Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland“ geschaffen. Das irische Parlament wird aufgelöst. 100 Unterhaus- und 32 Oberhausmitglieder – bis 1829 ausschließlich Protestanten – vertreten Irland ab sofort im Londoner Parlament in Westminster. 1829 Daniel O'Connell erreicht für Irland die Gleichberechtigung der Katholiken mit den Protestanten. Irischen Katholiken stehen danach öffentliche Ämter und Sitze im Londoner Parlament zu. 1846 Die rapid wachsende Bevölkerung und Mißernten (Kartoffelpest) führen in Irland zu einer verheerenden Hungersnot, die mindestens 850.000 Menschen den Tod bringt. Etwa eine Million schiffen sich nach Amerika ein, wovon wiederum ein Großteil auf See ums Leben kommt. Riesige Landstriche werden nicht mehr bewirtschaftet und veröden. 1858 Die irisch-republikanische Bruderschaft entsteht, ihre Mitglieder nennen sich „Fenians“. 1870 Unter der Führung von Parnell wird die Vereingung für Home Rule (Autonomie) gegründet. 1899 Die patriotische Sinn Féin-Bewegung („Wir selbst“) wird gegründet. Ihr Ziel ist die Unabhängigkeit Irlands. Außerdem will sie die keltischen Überlieferungen und vor allem die gälische Sprache bewahren bzw. reaktivieren. 1914 Das vom irischen Parlament verabschiedete Gesetz über die Home Rule (Selbstverwaltung) wird zwar vom englischen König unterzeichnet, tritt aber wegen des Beginns des Ersten Weltkriegs nicht in Kraft. In der Folge kommt es zu Unruhen zwischen den „Irish Volunteers“ (Katholiken, Republikaner, Nationalisten) und den „Ulster Volunteers“ (Protestanten, Gewerkschaften). 23. April 1916 Beim Osteraufstand der Sinn Féin-Bewegung wird das Hauptpostamt (General Post Office, GPO) in Dublin besetzt und von dort von Pàdraig Pearse die Irische Republik ausgerufen. Die Rebellen halten eine Woche lang stand, bis der Aufstand, auch wegen mangelnder Unterstützung durch die Bevölkerung, blutig niedergeschlagen wird. Das Zentrum von Dublin wird verwüstet, unter den Angehörigen der britischen Armee gibt es zahlreiche Opfer. Zahlreiche Anführer der Aufständischen, wie Pearse, Clarke und Mac Donagh werden hingerichtet. 1918 Bei den Parlamentswahlen in Irland siegt die Sinn Féin-Partei. 21. November 1920 Bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den Nationalisten (Sinn Féin und IRA) unter Michael Collins und den britischen Truppen („Black and Tans“) führen zum „Blutigen Sonntag“ in Dublin. 8. Januar 1922 Nach anhaltender Untergrundtätigkeit der irischen Freiheitsbewegung erkennt Großbritannien die Selbständigkeit Irlands an. Irland erhält Dominion-Status im britischen Commonwealth, muß allerdings die sechs nördlichen Provinzen (Ulster/Nordirland) abtreten. 1922 In einem Bürgerkrieg kämpft die provisorische Regierung gegen den radikalen Flügel von Sinn Féin unter Eamon de Valera, der die Teilung der Insel ablehnt und den Norden der Insel dem freien Staat Irland angliedern will. Erst dem neuen Regierungschef W.T. Cosgrave gelingt es, die Ruhe wieder herzustellen. 10. Juli 1927 Vizepräsident und Justizminister Kevin O’Higgins wird in Dublin von politischen Gegnern erschossen. 9. März 1932 Die Fianna Váil gewinnt die Wahlen. Eamon de Valera kommt an die Macht. Er bricht vollständig mit Großbritannien, der Treueeid an die Krone wird abgeschafft, Zahlungen an England nicht getätigt. Es beginnt einen Handelskrieg. 1937 Douglas Hyde wird zum Staatschef gewählt und ruft den souveränen, demokratischen Staat „Eire“ aus. Am 1. Juli wird eine neue Verfassung verabschiedet, die festlegt, daß Irland eine parlamentarisch-demokratische Republik mit einem auf sieben Jahre gewählten Präsidenten ist. Die Gesetzgebung liegt in den Händen von zwei Kammern, dem Unterhaus mit 166 und dem Senat mit 60 Mitgliedern. 1. März 1944 Die während des Zweiten Weltkriegs neutrale Republik Irland lehnt die Forderung der Alliierten ab, die Diplomaten des Deutschen Reichs und Italiens auszuweisen. Daraufhin ordnet der britische Premier Winston Churchill die Einschränkung des Bahn- und Flugverkehrs nach Irland an. Wenig später werden auch Telefonverbindungen nach Irland gekappt und die Auslieferung von Zeitungen wird eingestellt. 10. März 1944 Die britische Regierung ordnet die Einstellung des Reiseverkehrs zwischen Großbritannien und Irland an. Damit soll die neutrale Republik, die entgegen der Forderung der Alliierten Kontakte zum Deutschen Reich unterhält, aus Sicherheitsgründen so weit wie möglich isoliert werden. 25. Juni 1945 Sean Thomas O'Kelly wird neuer Staatspräsident der Republik Irland. 18. April 1949 Die Republik Irland tritt aus dem britischen Commonwealth of Nations aus. Die „Ireland Bill“ garantiert den neuen politischen Status. 1955 Irland tritt den Vereinten Nationen (UNO) bei. 25. Juni 1959 Eamon de Valera wird Staatspräsident der Republik Irland (bis 1973). Ab 1960 Ausländische Unternehmen investieren in Produktionsanlagen auf der Insel und sorgen für einen gewissen wirtschaftlichen Aufschwung Irlands. 1967 Die Politik der Nichteinmischung gegenüber den Unruhen im britischen Nordirland (Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten) wird proklamiert. 1972 Irland tritt in Verhandlungen mit der Europäischen Gemeinschaft ein und wird 1973 Vollmitglied. 25. Juni 1973 Erskine Childers wird Staatspräsident der Republik Irland. 28. Dezember 1973 Der deutsche Grundig-Chef in Irland, Thomas Niedermayer, wird entführt. (Seine Leiche wird erst im März 1980 in der Nähe der nordirischen Hauptstadt Belfast gefunden.) 19. Dezember 1974 Nach dem Tod von Erskine Childers (17. November) wird Cearbhall O'Dalaigh Staatspräsident der Republik Irland. 3. Dezember 1976 Nach dem Rücktritt von Cearbhall O'Dalaigh wird Patrick Hillery Staatspräsident der Republik Irland (bis 1990) 1979 Irland tritt dem Europäischen Währungssystem (EWS) bei. 8. Januar 1979 Bei der Explosion eines Öltankers vor Irland kommen 49 Menschen ums Leben. Juni 1979 In den mittlerweile neun Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft (Belgien, Dänemark, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Großbritannien) ist die Beteiligung an den am 7. und 10. Juni stattfindenden ersten Direktwahlen zum Europäischen Parlament im französischen Straßburg äußerst gering. Insgesamt geben nur etwa 60 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Die meisten Wähler gehen in Belgien an die Wahlurne (88%), die wenigsten in Großbritannien (31%). Sozialisten und Sozialdemokraten erringen 112 von insgesamt 410 Sitzen und stellen damit die stärkste Fraktion, gefolgt von den Christdemokraten mit 106 Mandaten. Die Kommunisten werden mit 44 Abgeordneten vertreten sein. Die ehemalige französische Gesundheitsministerin Simone Veil wird zur ersten Präsidentin des Europaparlaments gewählt. 9. März 1982 Die Regierung von Garret Fitzgerald wird gestürzt. Bei Neuwahlen wird Charles Haughey irischer Premierminister. Er wird aber bereits im Dezember wieder von Fitzgerald abgelöst, der sich bis 1987 im Amt halten kann. 1985 London und Dublin unterzeichnen ein Abkommen über Ulster (Nordirland). 10. März 1987 Premier Garret Fitzgerald wird nach Wahlen von Charles Haughey im Amt abgelöst. 3. Dezember 1990 Die parteilose 45-jährige Mary Robinson wird als erste Frau Staatsoberhaupt der Republik Irland. Februar 1992 In einer Volksabstimmung spricht sich die Bevölkerung der Republik Irland für die Ratifizierung des Maastrichter Vertrages von 1991 aus, der die Errichtung einer „Europäischen Union“ vorsieht. Nach dem Bruch der Koalitionsregierung werden vorgezogene Parlamentswahlen abgehalten, bei der die Fianna Fáil große Verluste erleidet. Sie bleibt aber trotzdem stärkste Kraft. Albert Reynolds wird Premierminister. 1993 Der irische Premierminister Albert Reynolds bildet ein Koalitionskabinett aus Fianna Fáil und der Labour Party. 15. Dezember 1994 Nach dem Rücktritt von Albert Reynolds wird John Bruton (Fianna Fáil) neuer Premierminister der Republik Irland. 24. November 1995 Per Referendum entscheiden sich die Iren mit einer äußerst knappen Mehrheit von rund 9.000 Stimmen für die gesetzliche Zulassung der Ehescheidung. 20. März 1996 Die Regierung in London räumt erstmals ein, daß die Rinderkrankheit BSE durch den Verzehr von Rindfleisch auf den Menschen übertragen werden kann. Daraufhin verhängt die EU-Kommission in Brüssel ein weltweites Exportverbot für britisches Rindfleisch und fordert von London die Schlachtung und Verbrennung von über 130.000 möglicherweise infizierten Tieren. 6. Juni 1996 Bei den Parlamentswahlen gewinnt die Fianna Fáil, die traditionell größte Partei der Republik Irland, 77 von 166 Sitzen. Die Drei-Parteien-Koalition von Regierungschef John Bruton muß große Verluste hinnehmen. 11. Mai 1997 Nach verschiedenen Terroranschlägen in Nordirland - ein Polizist wurde ermordet - warnt Erzbischof Robin Eames, das Oberhaupt der Katholischen Kirche in Irland, eindringlich vor einer neuen Welle der Gewalt in Nordirland. (Seit 1967 sind in Nordirland rund 3.600 Opfer des Bürgerkriegs zwischen Katholiken und Protestanten geworden.) 15. Mai 1997 Regierungschef John Bruton löst das irische Parlament auf und bittet Staatspräsidentin Mary Robinson um vorgezogene Neuwahlen. 8. Juni 1997 Die bisherige Oppositionspartei Fianna Fáil gewinnt in Irland die vorgezogenen Neuwahlen mit ihrem Chef Bertie Ahern. Er setzt sich für eine Friedenslösung in Nordirland ein. 26. Juni 1997 Bertie Ahern wird vom irischen Parlament zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. 12. September 1997 Die irische Staatspräsidentin Mary Robinson gibt ihr Amt drei Monate vor Ablauf ihrer siebenjährigen Amtszeit vorzeitig ab, um die Aufgabe als UN-Kommissarin für Menschenrechte zu übernehmen. 2. November 1997 Die 46jährige Juristin Mary McAlleese von der Fianna Fáil-Partei wird erwartungsgemäß zur neuen Präsidentin der Republik Irland gewählt. Sie erhält 58,7 Prozent der Stimmen. Sie erklärt es als ihr Ziel, die Gegensätze zwischen den Konfessionen auf der Insel zu überwinden. 18. November 1997 Der Präsident des EU-Rechnungshofes, Bernhard Friedman, rügt die EU-Länder vor dem Europaparlament in Straßburg wegen des Verlustes von 5,3 Prozent des EU-Haushaltsvolumens von 81,8 Milliarden ECU (153 Milliarden DM) durch Mißwirtschaft und Verschwendung (z.B überhöhte Ausgleichszahlungen an Landwirte oder z.T. wenig sinnvoll angelegte Wiederaufbauhilfe für Ex-Jugoslawien). Ende Dezember 1997 Schwere Winterstürme fordern in Irland, Schottland, Wales und England insgesamt 13 Menschenleben. 10. April 1998 Die Teilnehmer der Allparteiengespräche einigen sich in Belfast nach 21 Monaten Verhandlungsdauer auf einen Friedensplan, der für Nordirland einen halb-autonomen Status vorsieht. Im künftigen nordirischen Parlament soll die Macht zwischen Protestanten und Katholiken geteilt sein. Das 67 Seiten umfassende Abkommen legt erstmals auch eine Zusammenarbeit zwischen Nordirland und der Republik Irland fest. 22. April 1998 Die Parlamente in Dublin (Republik Irland) und London geben mit ihrer Zustimmung zur Änderung der Verfassung bzw. zu einem neuen Nordirland-Gesetz den Weg für eine diesbezügliche Volksabstimmung frei. 2. Mai 1998 Der EU-Rat beschließt, daß die Europäische Währungsunion termingerecht am 1. Januar 1999 mit elf Teilnehmerstaaten beginnt (ohne Dänemark, Griechenland, Großbritannien, Schweden). 22. Mai 1998 Mit jeweils großer Mehrheit wird in Nordirland und in der Republik Irland der Friedensplan vom April per Referendum gebilligt: In Ulster (Nordirland) sagen 71,1 Prozent Ja zum Frieden, und in der Republik Irland sprechen sich 94,4 Prozent für eine Verfassungsänderung aus, mit welcher ein Gebietsanspruch auf Nordirland aufgegeben wird. 15. September 1998 Die Europäische Kommission unterzeichnet in Brüssel die Freigabe der Potenzpille Viagra für die gesamte Europäische Union. Somit kann der US-amerikanische Hersteller Pfizer nun das verschreibungspflichtige Medikament in allen fünfzehn EU-Staaten vermarkten. 26. November 1998 Der britische Premier Tony Blair würdigt in einer Rede vor dem irischen Parlament in Dublin (der ersten eines britischen Premiers seit der Unabhängigkeit der Republik Irland im Jahre 1922) die Mitwirkung Irlands bei der Beendigung des Bürgerkriegs in Nordirland. 1. Januar 1999 Beginn des „Euro-Zeitalters“ in den elf EU-Staaten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien nach unwiderruflicher Festlegung der Wechselkurse zwischen dem Euro und den Währungen der Teilnehmerländer (1 Euro = 0,787564 Irische Pfund), vorerst jedoch nur für den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Ab 1. Januar 2002 werden Euro-Banknoten und Euro-Münzen ausgegeben, und spätestens am 1. Juli 2002 wird der Euro zum einzig gültigen gesetzlichen Zahlungsmittel. 15. Januar 1999 Die EU-Kommission zeigt sich mit dem irischen Stabilitätsprogramm zufrieden. Die Republik Irland wird 1999 einen voraussichtlichen Haushaltsüberschuß von 1,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) haben, der sich bis 2001 leicht auf 1,6 Prozent abschwächen wird. Die Staatsschulden sollen von 52 Prozent auf 43 Prozent im Jahr 2002 gesenkt werden. 16. März 1999 Die 20köpfige EU-Kommission tritt geschlossen zurück, nachdem ein vom Europäischen Parlament eingesetzter Sachverständigenausschuß ihr tags zuvor in einem in rund sechswöchiger Arbeit erstellten Bericht Mißwirtschaft und Verantwortungslosigkeit vorgeworfen hat, bleibt jedoch zunächst geschäftsführend im Amt. Das Gremium bezichtigt darin nicht nur die Französin Edith Cresson der Vetternwirtschft, sondern kritisiert die Arbeitsweise der Behörde im allgemeinen und bezichtigt sie der Unfähigkeit. Kommissionspräsident Jacques Santer nennt seinerseits den Bericht unausgewogen und ungerechtfertigt. Er decke zwar Verwaltungsmängel und in einem Fall Günstlingswirtschaft auf, doch keinem einzigen Kommissionsmitglied würden Betrug, Korruption oder persönliche Bereicherung vorgeworfen. Den kollektiven Rücktritt bezeichnet Santer als eine politische Entscheidung und nicht als Schuldeingeständnis. Der EU-Ratspräsident, der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder, kündigt eine Rundreise durch die EU-Hauptstädte an, um Gespräche über eine umgehende Neuberufung der Kommission aufzunehmen. Vorrangiges Ziel bleibe es jedoch, die Verhandlungen über die Reformen der Agrar-, Struktur- und Finanzpolitik (Agenda 2000) wie geplant abzuschließen. 24. März 1999 Nur neun Tage nach dem kollektiven Rücktritt der EU-Kommission unter dem Luxemburger Jacques Santer einigen sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zu Beginn ihrer Sondertagung in Berlin einmütig auf den 59jährigen früheren italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi als neuen Präsidenten der EU-Kommission. Die Verhandlungen über das Reformpaket Agenda 2000 kommen am ersten Tag des Sondergipfels jedoch kaum voran, da die Gespräche von den Ereignissen auf dem Balkan (Kosovo-Konflikt) überschattet sind. 26. März 1999 Nach zähen Verhandlungen einigen sich die Staats- und Regierungschef der Europäischen Union auf ihrem Sondergipfel in Berlin auf die Kernpunkte für die Reformen der Agrar- und Strukturpolitik sowie die Neuordnung der EU-Finanzierung (Agenda 2000). 14. Juli 1999 Mehr als drei Jahre nach Verhängung eines Verbots wegen der Rinderseuche BSE darf britisches Rindfleisch vom 1. August an wieder exportiert werden. Diese Entscheidung trifft die Europäische Kommission in Brüssel. Lediglich das Verkaufsverbot für Fleisch an Knochen bleibt noch bestehen. 20. Juli 1999 Das zu Beginn seiner fünften Legislaturperiode in sein neues Straßburger Gebäude eingezogene Europaparlament wählt auf seiner konstituierenden Sitzung mit 306 von 545 Stimmen die 57jährige Juristin Nicole Fontaine aus Frankreich zur Parlamentspräsidentin und damit erstmals nach 20 Jahren wieder eine Frau in dieses Amt. 15. September 1999 In Straßburg spricht das Europaparlament der neuen 19köpfigen EU-Kommission unter dem Italiener Romano Prodi ihr Vertrauen aus. 414 der 591 Parlamentarier stimmen mit ja, 142 mit nein und 35 enthalten sich ihrer Stimme. Damit hat die Europäische Union sechs Monate nach dem geschlossenen Rücktritt der EU-Kommission wieder eine handlungsfähige Führung, deren reguläre Amtszeit bis Januar 2005 läuft. 5. November 1999 Das Parlament in Dublin billigt den Beitritt der neutralen Republik Irland zur „Partnerschaft für den Frieden“ (PfP) mit der NATO. Somit werden sich künftig irische Einheiten an Manövern beteiligen, und irische Truppen können auch für Missionen zur Friedenssicherung oder für humanitäre Zwecke im Rahmen der PfP eingesetzt werden. 29. November 1999 Mit Billigung des Parlaments in Dublin werden aus der irischen Verfassung zwei Artikel gestrichen, die bisher einen Souveränitätsanspruch auf Nordirland festschrieben. 25. Mai 2000 Ex-Regierungschef Charles Haughey wird wegen Korruption angeklagt; er soll zwischen 1979 und 1992 wertvolle Geschenke im Wert von knapp 15 Millionen Euro angenommen haben. Darunter schwere Silberleuchter, Gemälde und Bargeld. 21. November 2000 In Brüssel beschließen die EU-Agrarminister eine Ausweitung der BSE-Schnelltests. Vom 1. Januar 2001 an sollen alle kranken und notgeschlachteten Rinder, die älter als 30 Monate sind, auf Rinderwahnsinn getestet werden. 11. Dezember 2000 Die 15 EU-Staats- und Regierungschefs schaffen am Ende ihres fünftägigen Gipfeltreffens in Nizza die notwendigen Voraussetzungen für die schrittweise Erweiterung der Staatengemeinschaft um zwölf neue Mitglieder ab 2003. Man einigte sich nach zähen Verhandlungen auf einen neuen Unions-Vertrag, der u.a. die künftige Stimmengewichtung im erweiterten EU-Ministerrat, dem obersten Entscheidungsgremium der EU, neu festlegt. Ab 1. Januar 2005 haben die vier großen Länder Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien jeweils 29 Stimmen (bisher 10), gefolgt von Spanien mit 27 (bisher 8), den Niederlanden mit 13 (bisher 5), Belgien, Griechenland und Portugal mit 12 (bisher 5), Österreich und Schweden mit 10 (bisher 4), Dänemark, Finnland und Irland mit 7 (bisher 3) sowie Luxemburg mit 4 (bisher 2). Auch die zwölf Kandidatenländer werden ihrer Größe entsprechend eingeordnet: Polen 27, Rumänien 14, Tschechien 12, Ungarn 12, Bulgarien 10, Slowakei 7, Litauen 7, Estland 4, Lettland 4, Slowenien 4, Zypern 4, Malta 3. Um die Union handlungsfähiger zu machen, werden die Mehrheitsentscheidungen im EU-Ministerrat ausgeweitet. Davon betroffen ist rund die Hälfte der 73 Artikel des EU-Vertrags, für die bisher Einstimmigkeit nötig war. 31. Januar 2001 In Brüssel einigen sich die EU-Agrarminister im Kampf gegen BSE auf neue Verbote: Maschinell vom Knochen getrennte Fleischreste von Rindern und Schafen sowie die Wirbelsäule von Rindern sollen aus der Nahrungskette genommen werden. Fette von Wiederkäuern dürfen nur noch verfüttert werden, wenn sie ausreichend erhitzt wurden. 21. Februar 2001 Wegen des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in England – erstmals wieder seit 23 Jahren – stoppt das Agrarministerium in London alle Ausfuhren von Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen, läßt zigtausende Tiere notschlachten und schränkt die Bewegungsfreiheit in ländlichen Gebieten ein. Doch trotz dieser drastischen Maßnahmen zur Eindämmung greift die Seuche bereits Ende Februar auf Nordirland über und breitet sich rasch über die ganze Insel aus. In der Republik Irland, wo MKS zum letzten Mal vor 60 Jahren grassierte, verfügt die Regierung ein Programm „aggressiver Schlachtpolitik“. 10. Juni 2001 Bei dem Referendum über den beim EU-Gipfel im Dezember 2000 in Nizza ausgehandelten Vertrag, der die Grundlage für die EU-Erweiterung schaffen soll, stimmt die Mehrheit der Iren mit „Nein“, obwohl sowohl Regierung als auch die beiden größten Oppositionsparteien eine Annahme empfohlen hatten. In Dublin erwägt man nun eine zweite Volksabstimmung in dieser Sache. Zum einen, weil sich nur 34 Prozent der Stimmberechtigten beteiligt haben, zum anderen, weil der Vertrag von allen fünfzehn EU-Ländern bis spätestens 31. Dezember 2002 ratifiziert werden muß. 10. Oktober 2001 In Brüssel verständigen sich das Europäische Parlament und die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten auf eine Ausweitung der EU-Richtlinie zur Bekämpfung der Geldwäsche. Als Geldwäsche gilt nicht mehr nur der Versuch, Geld aus dem Rauschgifthandel in den normalen Wirtschaftskreislauf zu bringen. Das neue Regelwerk soll auch zum Kampf gegen andere Vergehen wie etwa Steuerbetrug eine Handhabe bieten. Die Schweigepflicht in der Beratungstätigkeit von Anwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern soll gelockert werden. 5. November 2001 Wie fast alle Fluggesellschaften hat auch die irische Airline „Aer Lingus“ seit den Terroranschlägen in den USA am 11. September mit einem Rückgang an Buchungen zu kämpfen und kündigt den Abbau von 2.000 Arbeitsplätzen sowie eine Kapazitätsreduzierung um 25 Prozent an. 8. Dezember 2001 Im Hafen von Waterford entdeckt die irische Polizei in einem Möbelcontainer die Leichen von acht illegalen Einwanderern, darunter drei Kinder. Fünf Bewußtlose – vier Männer und eine Frau – werden in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Der Container war aus Mailand über Köln und den belgischen Hafen Seebrügge nach Irland gekommen. Seit Jahresbeginn haben in Irland bereits über 8.000 Menschen Asyl beantragt. 1992 waren es nur 39. Die meisten Asylsuchenden kommen nach Angaben der Regierung in Dublin aus Nigeria, Rumänien, Polen und der Ukraine. 2001 wurden bislang 295 Personen wegen mangelnder Begründung von den irischen Behörden abgeschoben. 1. Januar 2002 Mehr als 300 Millionen Bürger in den zwölf Staaten der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien) können ab sofort mit dem neuen „Euro“-Bargeld bezahlen. Unmittelbar nach den Silvesterfeuerwerken hatten sich im gesamten Euro-Raum Schlangen an den Geldautomaten gebildet, obwohl in allen zwölf Staaten in einer Übergangsphase von bis zu zwei Monaten auch noch mit den bisherigen nationalen Währungen bezahlt werden kann. Wegen der Zeitverschiebung um drei Stunden hatten die Bewohner der kleinen Insel La Réunion im Indischen Ozean – ein französisches Übersee-Departement – als erste das Euro-Bargeld erhalten. Die europäische Gemeinschaftswährung gilt ab sofort auch in den französischen Übersee-Departments Martinique, Gouadeloupe und Guyana, auf den portugiesischen Azoren und auf Madeira sowie in den außereuropäischen Gebieten Spaniens wie den Kanaren. Weitere Euro-Teilnehmer sind die Mini-Staaten Monaco, Andorra, San Marino und Vatikanstadt. Auch in der jugoslawischen Teilrepublik Montenegro und in der Provinz Kosovo wird künftig mit dem Euro bezahlt. In Montenegro hatte die nach Unabhängigkeit strebende Regierung 1999 den jugoslawischen Dinar durch die D-Mark ersetzt und im Kosovo war die D-Mark im selben Jahr auf Beschluß der Vereinten Nationen zur offiziellen Währung erklärt worden. 15. Januar 2002 Das Europa-Parlament in Straßburg wählt mit großer Mehrheit den Iren Pat Cox zu seinem neuen Präsidenten, nachdem die Französin Nicole Fontaine zur Halbzeit der Legislaturperiode turnusgemäß aus dem Amt geschieden war. 7. März 2002 Mit einer knappen Mehrheit von nur 10.500 Stimmen haben sich die Iren gegen das Vorhaben der Regierung ausgesprochen, das Abtreibungsverbot zu verschärfen. Mit 50,42 gegen 49,58 Prozent votierten sie gegen das Vorhaben von Premierminister Bertie Ahern, den drohenden Selbstmord einer Kindesmutter künftig nicht mehr als legalen Grund für den Abbruch einer Schwangerschft zu aktzeptieren. An der Abstimmung beteiligten sch nur knapp 44 Prozent der 2,87 Wahlberechtigten. 1. April 2002 Bischof Brendan Comiskey tritt zurück. Zuvor hatte er eingeräumt, trotz Kenntnis nichts gegen jahrelangen sexuellen Mißbrauch von Kindern und Abhängigen durch Priester unternommen zu haben. 17. Mai 2002 Bei der Parlamentswahl erringt die Partei Fianna Fáil (“Soldaten des Schicksals“) von Regierungschef Bertie Ahern 41,5 Prozent der Stimmen bzw. 81 Mandate (1997: 39/77) und verfehlt damit die absolute Mehrheit im 166 Sitze umfassenden Repräsentantenhaus (Dáil) nur knapp. Die bisherigen (und künftigen) Koalitionspartner „Progressive Democrats“ erreichten ihren bisherigen Anteil in Prozenten (4%), verdoppeln aber die Zahl ihrer Mandate auf acht. Damit wird erstmals seit 1969 eine irische Regierung im Amt bestätigt. Die größte Oppositionspartei, die nationalliberale Fine Gael („Stamm der Iren“), bringt es nur noch auf 22,5 Prozent bzw. 31 Sitze (1997:27,9/54). Ihr Vorsitzender, Michael Noonan, tritt zurück. Die sozialdemokratische Labour Party wiederum verliert zwar 2,1 Prozentpunkte, behält aber ihre 21 Parlamentssitze. Die Grünen erringen sechs Sitze (1997: 2) und die nationalistische Partei Sinn Féin („Wir selbst“) verbessert sich von einem auf fünf. Ein Sitz geht an die Sozialisten und die restlichen vierzehn an parteilose Unabhängige. 22. September 2002 Aus den vierten Weltreiterspielen im spanischen Jerez de la Frontera geht der irische Springreiter Dermott Lennon als Sieger hervor. Er setzt sich im Finale der besten Vier mit nur einem Abwurf gegen den Franzosen Eric Navet (8 Fehlerpunkte), den US-Amerikaner Pet Wylde (12 Fehlerpunkte) und die Schwedin Helena Lundbäck (21 Fehlerpunkte) durch. 1. Oktober 2002 Die im Juli von der EU-Kommission beschlossene Liberalisierung des Autohandels und der Autowartung tritt in Kraft. Kern der schrittweise bis Ende Mai 2010 wirksam werdenden Reform, von der man sich mehr Wettbewerb verspricht, ist, daß KFZ-Händler nach einer Übergangsfrist bis Ende September 2005 Autos in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verkaufen können und der sogenannte Gebietsschutz entfällt. Später sollen Händler auch Filialen im EU-Ausland eröffnen können. Darüber hinaus sind sie von Oktober 2003 an nicht mehr verpflichtet, für die Fahrzeuge auch Wartung und Reparatur anzubieten. Dies könne dann von freien Werkstätten übernommen werden. Zudem können Händler künftig auch mehrere Marken anbieten. 19. Oktober 2002 Mit einer Mehrheit von 62,9 Prozent stimmen die irischen Wähler dem EU-Reformvertrag von Nizza zu, dem sie bei einem ersten Referendum am 10. Juni 2001 noch mit 54 Prozent der abgegebenen Stimmen die Zustimmung verweigert hatten, und machen damit den Weg für die Osterweiterung der Europäischen Union um zehn Staaten im Jahr 2004 frei. Irland ist das einzige EU-Land, in dem vor der Ratifizierung des Vertrags eine Volksabstimmung erforderlich war. Vor dem zweiten Urnengang hatte Regierungschef Bertie Ahern intensiv um eine Zustimmung geworben und eine umfangreiche Info-Kampagne durchgeführt. Eine erneute Ablehnung des Vertrages wäre für Ahern eine schwere Schlappe gewesen, die ihn möglicherweise das Amt gekostet hätte. 28. November 2002 Die Innenminister der 15 EU-Staaten wollen Menschenschmugglern mit neuen Gesetzen das Handwerk legen und beschließen in Brüssel einheitliche Vorgaben zu Haftstrafen und Berufsverboten für die Täter. Zudem einigen sie sich auf einen Aktionsplan zur gemeinsamen Abschiebung von unerwünschten Ausländern. Menschenschmugglern sollen künftig mindestens acht Jahre Gefängnis drohen, wenn sie in einer kriminellen Vereinigung vorgehen oder das Leben der illegal über die Grenze gebrachten Menschen gefährden. Neben einer gerichtlichen Bestrafung wird den Schmugglern die Ausübung des Berufes verboten, den sie bei der Straftat ausübten. Das könnte für Lastwagenfahrer ebenso gelten wir für Spediteure oder Reiseveranstalter. Darüber hinaus verständigen sich die EU-Agrarminister auf schärfere Regeln für die Zulassung von Produkten mit gentechnisch veränderten Organismen: Alle Produkte sollen gekennzeichnet werden, die einen Anteil dieser Organismen von mindestens 0,9 Prozent aufweisen. 13. Dezember 2002 In Kopenhagen besiegelt die Europäische Union die größte Erweiterung ihrer Geschichte: Die Staats- und Regierungschefs der EU und der zehn Bewerberstaaten Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern, die am 1. Mai 2004 beitreten sollen, räumen mit einer Grundsatzeinigung über besonders umstrittene Finanzfragen ein großes Hindernis für die Ost-Erweiterung aus dem Weg. Die erhoffte Friedenslösung für das seit 1974 geteilte Zypern kommt allerdings nicht zustande. Deshalb bleibt es vorerst dabei, daß die gesamte Mittelmeerinsel zwar EU-Mitglied wird, das Gemeinschaftsrecht jedoch zunächst nur im griechischsprachigen Süden des Landes Wirkung erlangt. Nach der Erweiterung auf 25 Mitglieder sollen eventuell Rumänien und Bulgarien im Jahr 2007 folgen. In Bezug auf die Forderung der Türkei nach einem baldigen festen Termin für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen einigt man sich auf einen Kompromiß: Wenn die politischen und die wirtschaftlichen EU-Kriterien im Dezember 2004 erfüllt sind, dann sollen die Verhandlungen „ohne jede Verzögerung“ aufgenommen werden. Auf ein konkretes Datum legt sich die EU jedoch nicht fest, und – selbst wenn für die Türkei alles glatt läuft – vor 2012 kann sie ohnehin nicht mit einer Aufnahme rechnen. 16. Dezember 2002 Die EU-Landwirtschaftsminister einigen sich in Brüssel auf ein generelles Verbot für Antibiotika als Futterzusatz für Schweine, Hühner oder Mastrinder. 17. Februar 2003 Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union einigen sich nach heftigem Streit in Brüssel auf eine gemeinsame Kompromiß-Erklärung zur Irak-Krise. Darin wird erstmals auch die Anwendung von militärischer Gewalt auf der Grundlage eines Mandats der Vereinten Nationen als letztem Mittel gegen das Regime von Saddam Hussein in Bagdad eingeschlossen. Bei der Bewältigung der Krise sollen jedoch weiterhin die friedlichen Mittel im Vordergrund stehen. Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder steht mit seiner Haltung allerdings allein, daß Deutschland sich auf keinen Fall an einem Krieg gegen den Irak beteiligen und im UN-Sicherheitsrat entsprechend abstimmen werde. Beim Treffen der EU-Außenminister am 27. Januar hatte sich der gemeinsame Standpunkt im wesentlichen darauf beschränkt, den Irak zu einer „vollständigen und unverzüglichen“ Einhaltung der UN-Resolution vom November 2002 aufzufordern. Die Fassade der Einigkeit war aber wenig später durch den gemeinsamen Aufruf von acht europäischen Staats- und Regierungschefs zerstört worden, die ihre uneingeschränkte Unterstützung für die Position der USA erklärten, ohne andere in ihre Aktion einzubeziehen. Fünf der Unterzeichner waren die Regierungschefs Spaniens, Großbritanniens, Italiens, Portugals und Dänemarks. Bei den drei anderen drei hatte es sich um Präsidenten bzw. Regierungschefs der künftigen EU-Mitgliedsstaaten Polen, Tschechien und Ungarn gehandelt. 16. April 2003 Die Staats- und Regierungschefs der fünfzehn EU-Staaten und der zehn neuen ost- und südosteuropäischen Mitglieder unterzeichnen in einer feierlichen Zeremonie am Fuße der Akropolis in Athen – der „Geburtsstätte der Demokratie“ – die mühsam ausgehandelten Beitrittsverträge und würdigen das Ereignis einhellig als „historisch“. Durch die größte Erweiterungsrunde der EU-Geschichte wird die lange politische Teilung zwischen West- und Ost-Europa endgültig überwunden. Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und Zypern treten der Europäischen Union offiziell am 1. Mai 2004 bei. Bis dahin müssen die nationalen Parlamente die Verträge ratifizieren. Ab sofort nehmen die zehn Staaten aber an allen EU-Beratungen teil, wenn auch noch ohne Stimmrecht. 3. Juni 2003 Nach 14jährigen Verhandlungen einigen sich die Finanzminister der Europäischen Union in Luxemburg endgültig auf eine grenzüberschreitende Zinsbesteuerung, die Steueroasen „austrocknen“ und Geldwäsche verhindern soll. Ein entsprechendes EU-Gesetz soll von 2005 an gelten. Zwölf EU-Länder werden von 2005 an Kontrollmitteilungen über Konten von EU-Ausländern austauschen. Die „Steuerparadiese“ Belgien, Luxemburg und Österreich werden stattdessen eine Zinssteuer erheben, die stufenweise ansteigt. Auch das Nicht-EU-Land Schweiz und andere „Drittstaaten“ wie Liechtenstein werden mit ins Boot geholt, da sie Finanzzentren in Europa sind. Die Finanzminister haben diesbezüglich Anfang des Jahres eine Grundsatzvereinbarung getroffen. Das wichtigste Ziel ist die Eindämmung der grenzüberschreitenden Steuerflucht in Europa. 4. Juni 2003 Der EU-Ministerrat gibt in Luxemburg offiziell grünes Licht für eine EU-Friedensmission in Kongo(-Kinshasa) und für die Entsendung von 1.500 Soldaten. Es handelt sich dabei um die erste große (und überaus riskante) Militäraktion der Europäischen Union ohne NATO-Hilfe. Allein der Transport von Soldaten und Material in die Krisenregion Ituri im Nordosten des zentralafrikanischen Landes, wo seit 1999 ein blutiger Bürgerkrieg vor allem zwischen den Stämmen der Hemu und der Lendu tobt, dem bislang schätzungsweise 50.000 Menschen zum Opfer fielen und wo bislang nur 700 UN-Soldaten stationiert sind, ist ein Problem. Da der Landweg unpassierbar ist, verbleibt nur der Luftweg. Nach Angaben aus Luxemburg handelt es sich um einen örtlich und zeitlich klar begrenzten UN-Auftrag, der auf die Stadt Bunia beschränkt ist, d.h. die Soldaten werden nicht mitten im afrikanischen Dschungel gegen Guerillas kämpfen, sondern sollen die Hauptstadt der Provinz Ituri und ihren Flughafen sichern. Außerdem soll der Einsatz unter der Führung Frankreichs mit dem Codenamen „Artemis“ höchstens bis zum 1. September 2003 dauern. Bunia wird derzeit von der UPC (Union Kongolesischer Patrioten) beherrscht. Die zum Volk der Hema gehörende und von Ruanda unterstützte Miliz verfügt in der Großstadt über mehrere hundert Kämpfer, viele von ihnen unter Alkohol und Drogen gesetzte Kindersoldaten, über schwere Maschinengewehre, Raketenwerfer sowie Anti-Personen- und Anti-Panzer-Minen. Ihre Anführer haben bereits heftigen Widerstand gegen die Friedenstruppe angekündigt. Ruanda und Uganda hatten 1998 einen Krieg gegen die Regierung in Kinshasa begonnen und weite Teile der Demokratischen Republik Kongo besetzt. Das führte zur Intervention weiterer afrikanischer Staaten. Doch statt Frieden zu schaffen, plünderten die Befehlshaber auf allen Seiten die reichen Bodenschätze des Landes. Weil die beteiligten Mächte Stellvertreter-Milizen aufbauten, geht der Kampf um Land und natürliche Reichtümer auch nach im Jahr 2002 unterzeichneten Friedensverträgen und nach dem Abzug der ruandischen und ugandischen Truppen weiter. Große Teile im Osten und Norden werden nicht mehr von der Regierung in Kinshasa, sondern von teils verfeindeten Rebellen-Milizen kontrolliert. Die Wirtschaft Kongos ist trotz immenser Rohstoffvorkommen an Gold, Diamanten, Kupfer, Kobald, Edelholz und Erdöl ruiniert, und das Pro-Kopf-Einkommen beträgt nur noch etwa 80 Dollar jährlich. Rund um Bunia locken Goldminen die Plünderer an. Um weiteres Blutvergießen zu verhindern und dauerhaften Frieden zu ermöglichen will UN-Generalsekretär Kofi Annan die Stärke der internationalen Friedenstruppe im gesamten Kongo von derzeit rund 3.700 Mann auf 11.000 verdreifachen. Außerdem soll das Mandat der UN-Mission (MONUC) um ein Jahr bis Ende Juni 2004 verlängert werden. Nach Ansicht von „Experten“ kann die UN-Truppe zwar vorübergehend für die dringend notwendige Sicherheit in Bunia sorgen und weitere Massaker verhindern, Frieden für Ituri und den übrigen Kongo, wo die meisten der über 200 Stämme dem Bantu-Volk angehören, können letztendlich aber nur weitere Verhandlungen bringen. 13. Juni 2003 Der 105köpfige EU-Reformkonvent nimmt in Brüssel den in 16 Monaten erarbeiteten Entwurf für eine europäische Verfassung an. Auf Druck von Parlaments- und Regierungsvertretern hatte das 13köpfige Konventspräsidium unter Vorsitz von Giscard d’Estaing zuvor noch mehrere Änderungen an dem mehrere hundert Seiten umfassenden Dokument mit insgesamt 338 Artikeln vorgenommen. Sie zielen darauf, die Rolle des EU-Kommissionspräsidenten gegenüber dem künftigen EU-Ratsvorsitzenden zu stärken. Am 20. Juni empfehlen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union im griechischen Thessaloniki den Kompromiß-Entwurf als „gute Ausgangsbasis“ für die abschließenden Verhandlungen über eine Verfassung, mit der die EU nach der Aufnahme von zehn neuen Ländern am 1. Mai 2004 handlungsfähig bleiben soll. Von September 2003 bis spätestens Frühjahr 2004 soll von der Regierungskonferenz der Mitgliedstaaten der endgültige Text ausgearbeitet werden. Inkrafttreten könnte die Verfassung nach der Ratifizierung in allen 25 Staaten voraussichtlich 2005. 26. Juni 2003 Mit der radikalsten Agrarreform in der Geschichte der Europäischen Union beschließen die EU-Landwirtschaftsminister in Luxemburg einen Systemwechsel für die milliardenschweren Beihilfen, um die mit Steuergelndern finanzierte Überproduktion drastisch einzudämmen. Das Kernstück der Reform ist die Entkoppelung, mit der den Bauern der Anreiz zur Überproduktion genommen werden soll. Sie erhalten künftig eine Beihilfe, die anhand historischer Prämieneinnahmen errechnet wird und ihre Existenz sichert. Die Landwirte sollen sich an der tatsächlichen Nachfrage nach Agrarprodukten am Markt orientieren. Bislang galt: Je mehr die Bauern produzierten, desto mehr Geld bekamen sie. Außerdem drohen den Landwirten erstmals Abzüge bis zu einem Viertel der Prämie, wenn sie gegen Tier-, Umwelt- und Arbeitsschutzauflagen verstoßen. 29. Dezember 2003 Zwei Deutsche und ein Ire, die Anfang Dezember im Südosten Irans während einer Fahrradtour von einer Kriminellenbande verschleppt worden waren, werden unverletzt befreit. Die nach Angaben der iranischen Regierung gefaßten und inhaftierten Entführer gehören zu den berüchtigten Drogenbanden der Region. Sie hatten ein Lösegeld von fünf Millionen Euro und die Freilassung von inhaftierten Bandenmitgliedern verlangt. Die Regierung in Teheran hatte beide Forderungen strikt abgelehnt. Über die Umstände der Befreiung oder etwaige Lösegeldzahlungen wird nichts bekanntgegeben. 1. Januar 2004 Irland übernimmt turnusgemäß die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union bis 30. Juni 2004. Somit liegt das Schicksal der EU-Verfassung nun in Händen von Premierminister Bertie Ahern. Er muß sich als EU-Ratsvorsitzender mit den schwierigen Verhandlungen herumschlagen, die sein Vorgänger, der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi, nicht hatte zum Erfolg führen können. Die Staats- und Regierungschefs der 15 EU-Mitgliedsländer und der zehn Staaten, die der Gemeinschaft am 1. Mai 2004 beitreten (Polen, Tschechien, Ungarn, die Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Malta und Zypern) konnten sich am 13. Dezember 2003 auf ihrem Gipfeltreffen nicht auf die Annahme des Verfassungsentwurfs verständigen, den der EU-Konvent ein halbes Jahr vorgelegt hatte. Hauptstreitpunkt ist die Frage, wie künftig im EU-Ministerrat Entscheidungen gefällt werden. Der Konvent hat hierfür das Prinzip der „doppelten Mehrheit“ vorgesehen. Demnach hat jedes Mitgliedsland eine Stimme. Damit im Ministerrat eine Regelung verabschiedet werden kann, muß sie die Mehrheit der Stimmen – also mindestens 13 von 25 – erhalten, und die befürwortenden Länder müssen mindestens 60% der EU-Bevölkerung repräsentieren. Dieses Verfahren soll flexiblere Entscheidungen ermöglichen und verhindern, daß Gesetze durch relativ kleine Minderheiten blockiert werden können. Allerdings gewinnen die bevölkerungsreichen Länder größere Dominanz. (Allein Deutschland vertritt 17% der EU-Einwohner.) Gegner der doppelten Mehrheit sind vor allem Polen und Spanien. 29. März 2004 Als erster Staat der Welt verhängt Irland ein Rauchverbot in geschlossenen öffentlichen Räumen und Transportmitteln. Betroffen sind auch Kneipen und Restaurants. Bei Nichtbeachtung drohen hohe Geldbußen – vor allem auch für die Lokalbesitzer. 29. April 2004 Die Innenminister der 15 „alten“ EU-Staaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Spanien) setzen zwei Tage vor dem Beitritt der zehn neuen Mitglieder (Polen, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Zypern) in Luxemburg einen Schlußpunkt unter ihre jahrelangen Verhandlungen bezüglich eines gemeinsamen Asylrechts und einigen sich auf eine Richtlinie, die eine Zurückweisung von Asylbewerbern an der Grenze erlaubt, wenn diese aus vorab festgelegten „sicheren Drittstaaten“ kommen. 18. Juni 2004 Die EU-Staats- und Regierungschefs einigen sich nach langen Verhandlungen in Brüssel auf eine Verfassung für das geeinte Europa, die bis 2007 in Kraft treten soll. Zuvor muß sie jedoch von den Parlamenten in den 25 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und z.T. auch durch Volksabstimmungen gebilligt werden. Um einen Kompromiß zu finden, wurden zahlreiche Änderungen an dem 2003 vorgelegten Entwurf des Verfassungskonvents vorgenommen. 18. November 2004 Mit drei Wochen Verspätung kann die neue EU-Kommission in Brüssel ihr Amt antreten. Nach einem bislang einzigartigen Machtkampf zwischen Kommisionpräsident José Manuel Durão Barroso und dem Europa-Parlament stimmt eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten in Straßburg (449 gegen 149 Stimmen bei 82 Enthaltungen) für die neu formierte Mannschaft des Portugiesen. Seine erste Liste hatte Barroso Ende Oktober zurückgezogen, weil ihr wegen besonders umstrittener Kandidaten eine Ablehnung im Parlament drohte. Quelle: Areion Weltalamanach Literatur zu Irland...Bartholemew Patrick („Bertie") Ahern Politiker, Regierungschef von Irland (seit 1997) geboren: 12.09.1951 (Dublin) Literatur... David Andrews Politiker geboren: im März 1935 (Dublin) Literatur... Samuel BeckettSchriftsteller, Pädagoge geboren: 13.04.1906 (Dublin) gestorben: 22.12.1989 (Paris) Murphy - Roman (1938); Molloy - Roman (1951); Malone stirbt - Roman (1951); Der Namenlose - Roman (1953); Warten auf Godot - Drama (Uraufführung 1953); Watt - Roman (1953); Endspiel - Drama (Uraufführung 1957); Das letzte Band - Drama (Uraufführung 1958); Glückliche Tage - Drama (Uraufführung 1961) Nobelpreis für Literatur 1969 Literatur... Brendan Francis Behan Eigentlicher Name: Breandan O'Beachain Schriftsteller geboren: 09.02.1923 (Dublin) gestorben: 20.03.1964 (Dublin) Borstal Boy - Roman (1958 (deutsch: 1963)) Literatur... George Berkeley Theologe, Philosoph geboren: 12.03.1685 (Kilkenny) gestorben: 14.01.1753 (Oxford) Literatur... Pierce Brosnan Schauspieler geboren: 16.05.1953 (Navan (bei Dublin)) Das vierte Protokoll - Agententhriller (Regie: John Mackenzie) (1986); In 80 Tagen um die Welt - TV-Abenteuerfilm (Regie: Buzz Kulik; nach Jules Verne) (1989); Der Rasenmäher-Mann („Lawnmower Man”) - Fantasy (Regie: Brett Leonard) (1991); Dante's Peak - Katastrophenfilm (Regie: Roger Donaldson) (1993); Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen - Komödie (Regie: Chris Columbus) (1993); James Bond 007 - Golden Eye - Agententhriller (Regie: Martin Campbell) (1995); Robinson Crusoe - Abenteuerfilm (Regie: George Miller) (1996); Liebe hat zwei Gesichter („The Mirror has two Faces”) - Komödie (Regie: Barbra Streisand) (1996); Mars Attacks! - Komödie (Regie: Tim Burton) (1996); James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie - Agententhriller (Regie: Roger Spottiswoode) (1997) Literatur... John Bruton Politiker, Regierungschef von Irland (1994-97) geboren: 18.05.1947 Literatur... Arthur Joyce Cary Schriftsteller geboren: 07.12.1888 (Londonderry (Ulster)) gestorben: 29.03.1957 (Oxford) Frau Mondays Verwandlung - Romantrilogie (1941) Literatur... Sir Roger David Casement Unabhängigkeitskämpfer geboren: 01.09.1864 (Kingstown) gestorben: 03.08.1916 (London (hingerichtet)) Literatur... Michael Collins Militär, Politiker geboren: 16.10.1890 (Clonakilty) gestorben: 22.08.1922 (Beal-na-Blath (gefallen)) Literatur... James Connolly Politiker geboren: 05.06.1868 (Edinburgh (Schottland)) gestorben: 12.05.1916 (Dublin (hingerichtet)) Literatur... William Thomas Cosgrave Politiker, Regierungschef von Irland (1922-32) geboren: 06.06.1880 (Dublin) gestorben: 16.11.1965 (Dublin) Literatur... Michael Courtney Theologe (kath.), Erzbischof geboren: 1945 (Nenagh) gestorben: 29.12.2003 (Minago (ermordet)) Literatur... John Boyd Dunlop Tierarzt, Erfinder geboren: 05.02.1840 (Dreghorn) gestorben: 23.10.1921 (Dublin) Literatur... Arthur Griffith Unabhängigkeitskämpfer, Staatspräsident von Irland (1.; 1922) geboren: 31.03.1872 (Dublin) gestorben: 12.08.1922 (Dublin (ermordet)) Literatur... William Rowan Hamilton Mathematiker geboren: 04.08.1805 (Dublin) gestorben: 02.09.1865 (Dublin) Literatur... Richard Harris Schauspieler geboren: 01.01.1930 (Limerick) gestorben: 25.10.2002 (London) Meuterei auf der Bounty („Mutiny on the Bounty”) - Abenteuerfilm (Regie: Lewis Milestone) (1962); 18 Stunden bis zur Ewigkeit („Juggernaut”) - Thriller (Regie: Richard Lester) (1974); Robin und Marian - Historienabenteuer (Regie: Richard Lester) (1975); Der Mann, den sie Pferd nannten II („The Return of a Man Called Horse”) - Western (Regie: Irvin Kershner) (1976); Die Wildgänse kommen („The Wild Geese”) - Actionfilm (Regie: Andrew V. McLaglen) (1977); Rendezvous mit dem Tod („Golden Rendezvous”) - Thriller (Regie: Ashley Lazarus) (1977); Die Stunde der Patrioten („The Patriot Games”) - Agententhriller (Regie: Phillip Noyce) (1991); Der Glöckner von Notre Dame - TV-Literaturverfilmung (Regie: Peter Medak; nach Victor Hugo) (1997); Grizzly - Abenteuerfilm (Regie: Stewart Raffill) (1999); Die Apokalypse - TV-Bibelfilm (Regie: Raffaele Mertes) (2002) Literatur... Justin Seamus Heaney Dichter, Übersetzer geboren: 13.04.1939 (Castledawson (Nordirland)) North - Gedichte (1975); The Haw Lantern („Die Hagebuttenlaterne") - Gedichte (1987 (deutsch: 1990)) Nobelpreis für Literatur 1995 Literatur... Nathaniel Hone Maler, Grafiker geboren: 24.04.1718 (Dublin) gestorben: 14.08.1784 (London) Literatur... James Joyce Schriftsteller geboren: 02.02.1882 (Dublin) gestorben: 13.01.1941 (Zürich) Ulysses - Roman (1922 (deutsch: 1927); verfilmt 1967); Finnegans Wake - Roman (1939 (deutsch: 1993)) Literatur... Lord Michael Morris Killanin Schriftsteller, Unternehmer geboren: 30.07.1914 (London) gestorben: 25.04.1999 (Dublin) Literatur... Sean MacBride Politiker, Jurist geboren: 26.01.1904 (Paris) gestorben: 15.01.1988 (Dublin) Nobelpreis für Frieden 1974 Literatur... Mary McAlleese Politikerin, Staatspräsidentin von Irland (seit 1997) geboren: 27.06.1951 (Belfast (Nordirland)) Literatur... Thomas Moore Schriftsteller geboren: 28.05.1779 (Dublin) gestorben: 25.02.1852 (Devizes) Irische Melodien - Gedichte (1808-34); Lalla Rukh - Versdichtung (1817) Literatur... William Mulready Maler geboren: 01.04.1786 (Ennis) gestorben: 07.07.1863 (London) Literatur... Dame Iris Murdoch Schriftstellerin, Philosophin geboren: 15.07.1919 (Dublin) gestorben: 08.02.1999 (Oxford) Unter dem Netz - Roman (1954 (deutsch: 1957)); Die Flucht vor dem Zauberer - Roman (1956 (deutsch: 1964)); Die Wasser der Sünde - Roman (1958 (deutsch: 1962)); Das Einhorn - Roman (1963); Das italienische Mädchen - Roman (1964); The Red and the Green - Roman (1965); The Time of the Angels - Roman (1966); Lauter feine Leute - Roman (1968); The servants and the snow - Roman (1970); Der Schwarze Prinz - Roman (1973 (deutsch: 1975)) Literatur... Sean O'Casey Schriftsteller geboren: 31.03.1880 (Dublin) gestorben: 18.09.1964 (Torquay) Juno und der Pfau - Drama (1924 (deutsch: 1950)); Der Schatten eines Rebells - Drama (1923 (deutsch: 1960)); Der Pflug und die Sterne - Drama (1926 (deutsch: 1931)); Der Preispokal - Drama (1928 (deutsch: 1952)); Der Park - Drama (1933 (deutsch: 1973)); Stern der Verheißung - Drama (1940); Rote Rosen für mich - Drama (1942 (deutsch: 1948)); Des Bischofs Freudenfeuer - Drama (1955 (deutsch: 1956)); Der Mond schein auf Kylenamoe - Drama (1961 (deutsch: 1965)) Literatur... Sean O'Faolain Schriftsteller geboren: 22.02.1900 (Corcaigh (Cork)) gestorben: 20.04.1991 (Dublin) Ein Nest voll kleiner Leute - Roman (1960 (deutsch: 1966)) Literatur... Liam O'Flaherty Schriftsteller geboren: 28.08.1896 (Aran) gestorben: 07.09.1984 (Dublin) Hungersnot - Roman (1937) Literatur... Maureen O'Hara Geburtsname: Maureen Fitzsimmons Filmschauspielerin geboren: 17.08.1920 (Dublin) Der Seeräuber („The Black Swan”) - Abenteuerfilm (Regie: Henry King) (1942); Gegen alle Flaggen („Against all Flaggs”) - Abenteuerfilm (Regie: George Sherman) (1952); Rancho River - Westernkomödie (Regie: Andrew V. McLaglen) (1965); Mama, ich und wir zwei („Only the Lonely”) - Komödie (Regie: Chris Columbus) (1990) Literatur... Sean Thomas O'Kelly Politiker, Staatspräsident von Irland (1945-59) geboren: 25.08.1882 (Dublin) gestorben: 23.11.1966 (Dublin) Literatur... Maureen O'Sullivan Schauspielerin geboren: 17.05.1911 (Roscommon) gestorben: 23.06.1998 (Phoenix (Bundesstaat Arizona)) Song of my heart - Tonfilm (Regie: Frank Borzage) (1930); Tarzan, der Affenmensch („Tarzan the Ape Man”) - Abenteuerfilm (Regie: William S. Van Dyke) (1932); Steckbrief Z 48 („Hide-Out”) - Kriminalkomödie (Regie: William S. Van Dyke) (1934); Tarzans Vergeltung („Tarzan and His Mate”) - Abenteuerfilm (Regie: Jack Conway und Cedric Gibbons) (1934); Der dünne Mann („The Thin Man”) - Kriminalkomödie (Regie: William S. Van Dyke)) (1935); Anna Karenina - Literaturverfilmung (Regie: Clarence Brown) (1935); Die Teufelspuppe („The Devil-Doll”) - Sciencefiction-Thriller (Regie: Tod Browning) (1936); Tarzans Rache („Tarzan Escapes”) - Abenteuerfilm (Regie: John Warrow) (1936); Der Arzt und die Frauen („Between Two Women”) - Melodram (Regie: George B. Seitz) (1937); Finale in St. Petersburg („The Emperor's Candlesticks”) - Filmkomödie (Regie: George Fitzmaurice) (1937) Literatur... Peter O'Toole Schauspieler geboren: 02.08.1932 (Wicklow (Connemara)) Bankraub des Jahrhunderts (1959); Im Land der langen Schatten - Kinofilm (Regie: Nicholas Ray) (1959); Entführt – die Abenteuer des David Balfour - Kinofilm (Regie: Robert Stevenson) (1960); Lawrence von Arabien - Monumentalfilm (Regie: David Lean) (1962); Becket - Historienfilm (Regie: Peter Glenville) (1963); Lord Jim - Abenteuerfilm (Regie: Richard Brook) (1964); Was gibt's Neues Pussy - Filmkomödie (Regie: Clive Donner) (1964); Die Bibel (1965); Die Nacht der Generale (1966); Wie klaut man eine Million (1966) Ehren-Oscar (für sein Lebenswerk) 2003 Literatur... Charles Stewart Parnell Politiker geboren: 27.06.1846 (Avondale) gestorben: 06.10.1891 (Brighton) Literatur... Albert Reynolds Politiker, Regierungschef von Irland (1992-94) geboren: 03.11.1935 (Rooskey) Literatur... Mary Robinson Politikerin, Staatspräsidentin von Irland (1990-97) geboren: 21.05.1944 (Ballala) Literatur... George Bernhard ShawSchriftsteller geboren: 26.07.1856 (Dublin) gestorben: 02.11.1950 (Ayot St. Lawrence) Die Häuser des Herrn Satorius - Drama (1864 (deutsch: 1911)); Die Quintessenz des Ibsenismus - Essay (1891); Der Liebhaber - Drama (1893); Frau Warrens Gewerbe - Drama (1894 (deutsch: 1903)); Helden - Drama (1894); Candida - Drama (1897); Der Teufelsschüler - Drama (1897); Caesar und Cleopatra - Drama (1901 (deutsch: 1904)); Mensch und Übermensch - Drama (1903 (deutsch: 1907)); Major Barbara - Drama (1905 (deutsch: 1909)) Nobelpreis für Literatur 1925 Literatur... Abraham („Bram") Stoker Schriftsteller geboren: 08.11.1847 (Clontarf (bei Dublin)) gestorben: 20.04.1912 (London) Dracula - Roman (1897 (deutsch: 1971)); Die sieben Finger des Todes - Roman (1903 (deutsch: 1981)); Das Schloß der Schlange - Roman (1911 (deutsch: 1981)) Literatur... Jonathan SwiftSchriftsteller geboren: 30.11.1667 (Dublin) gestorben: 19.10.1745 (Dublin) Gullivers sämtliche Reisen - Roman (1726) Literatur... John Milington Synge Schriftsteller geboren: 16.04.1871 (Rathfarnham) gestorben: 24.03.1909 (Dublin) Literatur... John Tyndall Physiker geboren: 02.08.1820 (Leighin) gestorben: 04.12.1893 (Hind Head (Surrey)) Literatur... Eamon de Valera Politiker, Regierungschef von Irland (1932-48; 1951-54; 1957-59), Staatspräsident von Irland (1959-73) geboren: 14.10.1882 (New York) gestorben: 29.08.1975 (Dublin) Literatur... Queen Victoria von Großbritannien (Großmutter Europas) Königin (1837-1901), Kaiserin (1877-1901) geboren: 24.05.1819 (Kensington Palace, London) gestorben: 22.01.1901 (Schloß Osborne (Isle of Wight)) Literatur... Ernest Thomas Sinton Walton Physiker geboren: 06.10.1903 (Dungarvan) gestorben: 25.06.1995 (Belfast (Nordirland)) Nobelpreis für Physik 1951 Literatur... Lady Rebecca West Eigentlicher Name: Cicely Isabel Fairfield-Andrews Schauspielerin geboren: 25.12.1892 (County Kerry) gestorben: 15.03.1983 (London) Literatur... Oscar Wilde Schriftsteller geboren: 16.10.1854 (Dublin) gestorben: 30.11.1900 (Paris) Das Bildnis des Dorian Gray - Roman (1891); Lady Windermeres Fächer - Komödie (1893); Ein idealer Gatte - Komödie (1893); Salome - Tragödie (Uraufführung 1896 (Paris)); Ernst sein! - Komödie (1899) Literatur... William Butler Yeats Schriftsteller geboren: 13.06.1865 (Sandymount (Dublin)) gestorben: 28.01.1939 (Roquebrune (bei Mentone)) The Wanderings of Oison („Die Wanderungen Oisins) - Versepos (1889); Die Gräfin Cathleen - Drama (1892 (deutsch: 1925)); Wunschland des Herzens - Drama (1894 (deutsch: 1911)); The Wind Among the Reeds („Der Wind im Ried) - Gedichte (1899); Last Poems and Other Poems („Letzte Gedichte und andere Gedichte") - Gedichte (1936-39) Nobelpreis für Literatur 1923 Literatur... Quelle: Areion WeltalamanachDruckversion dieser Seite |