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Republik HondurasChronik Überblick Basisdaten
Um 5500 v. Chr. Im Gebiet des heutigen Honduras leben verschiedene Volksstämme (Nachkommen einer mongoloiden Rasse, die ab etwa 40000 v. Chr. über eine damals bestehende Landbrücke von Nordostasien [Sibirien] nach Nordamerika [Alaska] gekommen und im Laufe der Jahrtausende immer weiter nach Süden vorgedrungen war), die zunächst ausschließlich als Jäger und Sammler leben und ab etwa 3500 v. Chr. z.T. auch Ackerbau betreiben. 900 n. Chr. Das Kernland der Maya - sie besitzen ein hochentwickeltes Schriftsystem und verfügen über ausgezeichnete Kenntnisse in Mathematik und Astronomie - erstreckt sich vom heutigen (Süd-)Mexiko über Belize und Guatemala bis nach West-Honduras und El Salvador. Die bedeutendste und größte Maya-Stadt ist Tikal im heutigen Nord-Guatemala. Ab 1502 Nachdem Christoph Kolumbus während seiner dritten „Westindien“-Reise (1498 bis 1500) nahe der Orinoco-Mündung erstmals den Norden Südamerikas betreten hatte, erkundet er nun bis 1504 nahezu die gesamte Ostküste Mittelamerikas, immer noch fest in dem Glauben, Hinterindien bzw. Ostasien auf der Westroute gefunden zu haben (daher die Bezeichnung „Indios“ bzw. „Indians“ für die Ureinwohner Amerikas). 1524 Hernán Cortes und Pedro de Alvarado erobern das von verschiedenen Indianervölkern (u.a. Chortí, Misquito, Sumo, Nachkommen der Maya-Hochkultur) besiedelte Honduras (von Kolumbus so benannt; heißt auf Spanisch „Tiefe“ und bezieht sich wahrscheinlich auf die tiefen Küstengewässer) und machen es zur spanischen Provinz. 1536 Ein Indianeraufstand in Honduras wird von den Spaniern blutig niedergeschlagen. 1537 Im Landesinneren von Honduras wird die Stadt Comayagua gegründet. 1539 Das Gebiet des heutigen Honduras wird dem spanischen Generalkapitanat Guatemala angegliedert. 1570 Comayagua wird zur Hauptstadt der Provinz Honduras erhoben (bis 1880). 15. September 1821 Guatemala und somit auch Honduras werden von Spanien unabhängig und schließen sich dem Kaiserreich Mexiko an. Juli 1823 Nachdem sich 17 der 18 Provinzen Guatemalas wieder von Mexiko gelöst haben, wird Honduras Teil der Zentralamerikanischen Föderation, deren Präsident der Honduraner Francisco Morazán ist. 1826 Innerhalb der Zentralamerikanischen Föderation bricht der Bürgerkrieg zwischen Liberalen und Konservativen aus. 26. Oktober 1838 Honduras scheidet aus der Konföderation der Vereinigten Staaten von Zentralamerika aus. 1841 Die Konföderation der Vereinigten Staaten von Zentralamerika bricht endgültig auseinander und besteht nunmehr aus den selbständigen Staaten Costa Rica, Nicaragua, El Salvador, Guatemala und Honduras. Ab 1850 Machtkämpfe zwischen Liberalen und Konservativen sowie Kriege mit El Salvador prägen die politische Situation von Honduras in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bedeutendster Präsident dieser Zeit ist Marc Aurel Soto (1876-83), der Sozialreformen durchführt und den Straßenbau in Angriff nimmt. 1880 Der honduranische Regierungssitz wird von Comayagua nach Tegucigalpa verlegt. Ab 22. Februar 1894 Präsident Policarpo Bonilla bemüht sich um den wirtschaftlichen Fortschritt in Honduras. 1911 Wegen bürgerkriegsähnlicher Zustände in Honduras intervenieren die USA. 1920 Honduras gerät zunehmend in wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA. Die Bananenplantagen (sie stellen die Exportgrundlage des Landes dar), aber auch die Kaffeekulturen sowie die Hafenanlagen und das Eisenbahnnetz befinden sich bald zu 95 Prozent im Besitz US-amerikanischer Firmen. 1. Februar 1933 Tiburcio Carías Andino wird Staatspräsident von Honduras. Er errichtet allmählich ein dikatorisches Regime. 1. Januar 1949 Manuel Gálvez löst Tiburcio Carías Andino im Amt des Staatschefs ab; er sichert dem Land politische Stabiliät und macht sich um soziale Reformen sowie um einen wirtschaftlichen Fortschritt in Honduras verdient. 21. Dezember 1957 Ramón Villeda Morales wird Präsident von Honduras und führt Landreformen durch. 1962 Honduras tritt in den „Gemeinsamen Mittelamerikanischen Markt“ (MCCA) ein. 3. Oktober 1963 Der honduranische Präsident Ramón Villeda Morales wird von General Oswaldo López Arellano gestürzt. Mitte Juli 1969 Wegen der Ausweisung salvadorianischer Siedler – Honduras ist fünfmal so groß wie El Salvador, hat aber weniger Einwohner – kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit El Salvador, die erst durch den Einsatz von Truppen der OAS (Organization of American States) beigelegt werden. (Äußerer Anlaß war ein Länderspiel um die Qualifikation zur Fußballweltmeisterschaft am 14. Juli, das die Mannschaft von El Salvador mit 0:1 verlor.) 1970 Honduras tritt aus dem „Gemeinsamen Mittelamerikanischen Markt“ (MCCA) wieder aus. 6. Juni 1971 Nach Wahlen wird Ramón Ernesto Cruz als Präsident von Honduras vereidigt. 4. Dezember 1972 Ein Militärputsch bringt Oswaldo López Arellano erneut an die Macht in Honduras; er hebt die Verfassung auf und löst das Parlament auf. 1974 Der Orkan „Fifi“ vernichtet nahezu 90 Prozent der Bananenplantagen in Honduras. 22. April 1975 Oberst Juan Alberto Melgar Castro stürzt Oswaldo López Arellano mittels eines unblutigen Militärputsches und übernimmt die Macht in Honduras. Er leitet erste Bodenreformen ein und versucht, den Einfluß der ausländischen Konzerne zu beschneiden. 7. August 1978 General Juan Paz Carcía stürzt Juan Alberto Melgar Castro; eine neue Militärjunta übernimmt die Macht in Honduras. Sie verspricht weitere Bodenreformen und Einhaltung der Menschenrechte. 1980 Flüchtlingsströme aus El Salvador und Nicaragua belasten die innenpolitische Lage von Honduras. 27. Januar 1982 Honduras erhält wieder eine Zivilregierung unter Roberto Suazo Cordova. Zur Förderung der politischen und wirtschafltichen Zusammenarbeit erfolgt die Gründung der CDC (Demokratische Gemeinschaft Zentralamerikas) mit Costa Rica und El Salvador. Versorgungsbasen der nicaraguanischen und von den USA unterstützten „Contras“ werden auf honduranischem Boden errichtet. 27. Januar 1986 José Azcona del Hoya wird nach Wahlen neuer Staats- und Regierungschef von Honduras. Juni 1987 Die Staatsoberhäupter von Nicaragua, Costa Rica, Guatemala, Honduras und El Salvador unterzeichnen einen Friedensplan für Mittelamerika. 1988 Die Botschaft der USA in Tegucigalpa wird von demonstrierenden Studenten angegriffen. Daraufhin verhängt Präsident José Azcona del Hoya den Ausnahmezustand über Honduras. 1989 Honduras kann seinen Kreditverpflichtungen nicht mehr nachkommen. 27. Januar 1990 Rafael Leonardo Callejas (Nationale Partei, NP) wird nach Wahlen neuer Staats- und Regierungschef von Honduras. Seine neoliberale Wirtschaftspolitik mit drastischen Kürzungen der Staatsausgaben führt für einen Großteil der Bevölkerung zu einer weiteren Verschlechterung ihrer sozialen Lage. 1992 Honduras, Guatemala und El Salvador schließen ein Abkommen zur Schaffung einer Freihandelszone. 27. Januar 1994 Carlos Roberto Reina Idiaquez (Partido Liberal, PL) wird neuer Staats- und Regierungschef von Honduras. Er verspricht, Armut, Korruption und Menschenrechtsverletzungen zu bekämpfen, den Einfluß der Militärs zu reduzieren und soziale Einrichtungen zu schaffen. 14. August 1997 In drei honduranischen Gefängnissen zetteln insgesamt über 1.000 Insassen einen Aufstand an, um gegen die menschenunwürdigen Haftbedingungen zu protestieren. Bei der Niederschlagung der Revolten werden nach offiziellen Angaben mehrere Häftlinge verletzt. 31. Dezember 1997 Obwohl reich an Bodenschätzen ist Honduras noch immer ein extrem rückständiges Agrarland, da die Vorkommen wegen der schlechten Verkehrserschließung des gebirgigen Landes noch kaum abgebaut werden. Trotz internationaler Entwicklungshilfe leben fast 80 Prozent der ländlichen Bevölkerung in bitterster Armut und kennen weder Sozialleistungen noch medizinische Versorgung. 1. Januar 1998 Der Liberale Carlos Roberto Flores Facussé, der aus den Präsidentschaftswahlen im November als Sieger hervorging – er erhielt knapp 53 Prozent der Stimmen –, tritt sein Amt als Staatsoberhaupt und Regierungschef von Honduras an. Er will vor allem hart gegen die überhandnehmende Korruption einschreiten. Ende Oktober 1998 Hurrikan „Mitch“ fegt mit bis zu 250 Stundenkilometern über Mittelamerika hinweg und hinterläßt verheerende Verwüstungen. 1. November 1998 Tagelange sintflutartige Regenfällen, ausgelöst durch den Hurrikan „Mitch“, haben in Mittelamerika zur „Jahrhundertkatastrophe“ geführt: Aufgrund von verheerenden Überschwemmungen und zahlreichen Erdrutschen sind in Honduras, Nicaragua, El Salvador, Guatemala und Costa Rica mindestens 11.000 Menschen ums Leben gekommen, rund 2,8 Millionen Menschen wurden obdachlos, die Infrastruktur ist nahezu völlig zerstört, die Ernte ist größtenteils vernichtet, unzählige Dörfer sind buchstäblich von der Landkarte verschwunden, unter riesigen Schlammlawinen begraben. Die meisten Toten haben Honduras und Nicaragua zu beklagen, da hier die Bevölkerung völlig unvorbereitet getroffen wurde. Im Gegensatz zu Costa Rica, wo man besonders gefährdete Dörfer rechtzeitig evakuiert hatte und deshalb insgesamt nur neun Menschen ums Leben kamen, unternahmen die Regierungen von Nicaragua und Honduras – beide Staaten haben inzwischen um internationale Hilfe gebeten – so gut wie nichts zum Schutz der Bevölkerung. Beide Länder unterhalten zwar teure Streitkräfte, verfügen jedoch über keinerlei Katastrophenschutz. Darüber hinaus wird gegen den Staatspräsidenten von Honduras, Carlos Roberto Flores Facussé, der Vorwurf laut, die Verteilung von Hilfsgütern durch staatliche Stellen zu blockieren und die Arbeit der internationalen Organisationen zu behindern. 31. Januar 1999 Gemäß einer vom Parlament einstimmig verabschiedeten Verfassungsänderung ist das Militär von Honduras nunmehr direkt dem Staatspräsidenten unterstellt. Präsident Carlos Roberto Flores Facussé ernennt den Juristen und bisherigen Botschafter in den USA, Edgardo Dumas Rodriguez zum ersten zivilen Verteidigungsminister. Ende Mai 1999 Nachdem die im Pariser Club zusammengeschlossenen Gläubigerstaaten den vom Hurrikan „Mitch“ heimgesuchten mittelamerikanischen Staaten bereits im November 1998 den Erlaß eines Großteils ihrer Schulden (Honduras‘ Auslandsverschuldung liegt bei über vier Milliarden US-Dollar) in Aussicht gestellt haben, wird nun in der schwedischen Hauptstadt Stockholm ein internationales Hilfsprogramm von insgesamt rund neun Milliarden US-Dollar für Honduras, Nicaragua, El Salvador und Guatemala ausgearbeitet. Oktober 1999 Erneute wochenlange sintflutartige Regenfälle, begleitet von schweren Stürmen, führen in Honduras, das von dem im November vergangenen Jahres über Mittelamerika hinwegfegenden verheerenden Hurrikan „Mitch“ besonders schwer getroffen war und auf internationale Wiederaufbauhilfe angewiesen ist, wieder zu Überflutungen und Erdrutschen. Unzählige Menschen ertrinken bzw. werden unter Schlammlawinen begraben. Zigtausende verlieren ihre Behausungen, und mindestens ein Drittel der agrarwirtschaftlich genutzten Landesfläche – viele Felder liegen seit der Katastrophe von 1998 ohnehin noch brach – wird zerstört. 30. November 1999 Das honduranische Parlament ratifiziert ein bereits in den 80er Jahren mit Kolombien vereinbartes Abkommen über die gemeinsame Seegrenze. Da davon auch von Nicaragua beanspruchte Küstengewässer betroffen sind, kommt es daraufhin zum Konflikt mit Nicaragua: Nicaragua verhängt Strafzölle auf Waren aus Honduras und reicht Klage beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag ein, und sowohl Honduras als auch Nicaragua mobilisieren ihre Streitkräfte entlang der gemeinsamen Grenze. 8. März 2001 Im seit Ende 1999 schwelenden Territorialkonflikt um ein Seegebiet in der Karibik einigen sich Honduras und Nicaragua in Washington auf ein unter Vermittlung der OAS (Organisation Amerikanischer Staaten) zustandegekommenes Abkommen, mit dem der Ausbruch eines bewaffneten Konfliktes abgewendet werden soll: Beide Staaten erklären sich damit einverstanden, ihre Streitkräfte entlang der Landesgrenze nicht weiter aufzustocken und gemeinsame Schiffspatrouillen in dem umstrittenen Seegebiet durchzuführen, bis der Internationale Gerichtshof in Den Haag zu einer Entscheidung gekommen ist. 20. April 2001 Im kanadischen Québec findet eine dreitägige Gipfelkonferenz aller 34 Staats- und Regierungschefs des amerikanischen Doppelkontinents mit Ausnahme Kubas statt. Hauptthema ist eine Konkretisierung des seit langem angestrebten Mammut-Projekts der panamerikanischen Freihandelszone von Alaska bis Feuerland, die bis zum 1. Januar 2005 (unter Ausschluß Kubas) geschaffen werden soll. Eine „Demokratieklausel“ soll sicherstellen, daß nur demokratische Staaten der größten Freihandelszone der Welt beitreten können, die wegen der verschiedenen Sprachen vier offizielle Bezeichnungen haben wird (Englisch: Free Trade Area of the Americas/FTAA, Spanisch: Área de Libre Comercio de las Américas/ALCA, Portugiesisch: Área de Livre Comércio de las Américas/ALCA, Französisch: Zone de libre-échange des Amériques/ZLEA). Der „Summit of the Americas“ ist überschattet von gewalttätigen Demonstrationen von Globalisierungsgegnern. Fast 100 Menschen werden z.T. schwer verletzt, darunter drei Dutzend Sicherheitskräfte. 1. September 2001 Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP/World Food Program) können sich wegen einer andauernden Dürre in der Landenge zwischen Nord- und Südamerika 1,6 Millionen Menschen nicht selbst ernähren und sind dringend auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Besonders gravierend sei die Lage in Nicaragua, wo 70 Prozent der Ernte wegen Regenmangels ausgeblieben sind. Doch auch in Honduras und Guatemala – dort sind nach Regierungsangaben bereits mehrere Dutzend Menschen verhungert – mußte der Nahrungsmittelnotstand ausgerufen werden, und in El Salvador verschlimmert die Dürre die schwache Ernte nach dem Erdbeben von Anfang des Jahres. WFP-Sprecher Jordan Day sagt, Mittelamerika leide unter der „schlimmsten Ernährungskrise, die es in Lateinamerika jemals gegeben hat“, und appelliert an die Industrieländer, 16.500 Tonnen Nahrungsmittel bereitzustellen, die der Organisation derzeit in der Region fehlten. 1. November 2001 Der von tagelangen Regenfällen begleitete Tropensturm „Michelle“ verursacht in Nicaragua und im Norden von Honduras schwere Überschwemmungen. In den Fluten ertrinken mindestens zehn Menschen. Tausende müssen evakuiert werden. 25. November 2001 Bei den Präsidentschaftswahlen in Honduras geht der Spitzenkandidat der konservativen Nationalen Partei (PN), Ricardo Maduro Joest, mit knapp 53 Prozent der abgebenen Stimmen als Sieger hervor. Der Bewerber der regierenden Liberalen Partei (PL), Parlamentspräsident Rafael Pineda Ponce, erzielt knapp 45 Prozent. Maduro wird sein Amt am 27. Januar 2002 als Nachfolger von Carlos Roberto Flores Facussé antreten. Der in den USA ausgebildete 55jährige Unternehmer und frühere Zentralbankchef Maduro, der 1997 seinen Sohn bei einem Entführungsversuch verloren hat, will außer gegen die Korruption vor allem gegen die überhandnehmende Kriminalität vorgehen. Bei den gleichzeitig stattfindenden Parlamentswahlen erzielt die PN 45 Prozent und die PL 37 Prozent. Außerdem gewinnt die PN die wichtigsten der 298 Bürgermeisterposten, darunter in der Hauptstadt Tegucigalpa. 1. April 2002 Ricardo Maduro Joest, seit 27. Januar Staats- und Regierungschef von Honduras, hat sein Wahlkampfversprechen, außer gegen die Korruption vor allem gegen die ausufernde Kriminalität vorgehen zu wollen, eingelöst. In den großen Städten halten an jeder Ecke Polizisten und Soldaten Wache, und die meisten Bürger sind – trotz der schlechten Erinnerung an die einstige Militärherrschaft – froh darüber, da man sich nun sogar nach Einbruch der Dunkelheit ohne Angst vor einem Überfall wieder auf die Straße wagen kann. Maduros Sicherheitskonzept, das die Stärkung der Gerichte und eine Reform des Strafrechts einschließt, scheint Früchte zu tragen: Im Januar wurden landesweit noch fast 1.500 Gewaltverbrechen registriert, im Februar, dem ersten Monat der „Null-Toleranz-Politik“ der neuen Regierung, waren es weniger als 150. Die Zahl der bewaffneten Raubüberfälle auf Passanten verringerte sich von 350 auf fünf, die Tötungsdelikte von 500 auf 30. 5. April 2003 Bei einer blutigen Häftlingsrevolte in einem honduranischen Gefängnis sind 86 Insassen ums Leben gekommen, zahlreichen weiteren gelang die Flucht. Der Aufstand im Gefängnis von La Ceiba begann offenbar mit einem Streit zwischen Mitgliedern rivalisierender Straßenbanden und eskalierte, als andere Insassen in ihren Zellen Matratzen und Möbel in Brand setzten. Das Feuer breitete sich rasch aus. 86 Häftlinge verbrannten, starben an Rauchvergiftung oder wurden von Mithäftlingen getötet. 17. Mai 2004 Im Gefängnis der Hafenstadt San Pedro Sula sind nach Behördenangaben bei einem „wahrscheinlich durch einen Kurzschluß ausgelösten“ Großbrand mehr als 100 Häftlinge ums Leben gekommen und mehrere Dutzend weitere z.T. schwer verletzt worden. 23. Dezember 2004 Schwer bewaffnete Gewalttäter überfallen in der Großstadt San Pedro Sula im Nordwesten von Honduras einen Linienbus und erschießen 28 Insassen. 14 weitere Menschen werden bei dem Massaker verletzt. Bei den meisten Opfern handelt es sich um Frauen und Kinder. Die Bluttat ist offenbar eine Drohgebärde krimineller Banden an die Regierung, die wegen der hohen Kriminalität die Wiedereinführung der Todesstrafe erwägt. Die Hafenstadt San Pedro Sula ist eine der Hochburgen der sogenannten Maras, extrem gewalttätiger Jugendbanden. Staatspräsident Ricardo Maduro Joest versucht seit seinem Amtsantritt im Januar 2002, der Bandenkriminalität mit verstärktem Polizei- und Armeeeinsatz, schärferen Gesetzen und hohen Freiheitsstrafen für Bandenmitglieder Herr zu werden. Dies wird von den Banden immer wieder mit Vergeltungsschlägen beantwortet. Quelle: Areion Weltalamanach Literatur zu Honduras...Carlos Roberto Flores Facussé Politiker, Staatspräsident von Honduras (1998-2002) geboren: 01.03.1950 (Tegucigalpa) Literatur... Quelle: Areion WeltalamanachDruckversion dieser Seite |