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Königreich Dänemark

Chronik

 Überblick    Basisdaten


Um 1800 v. Chr.
Das Festland sowie die Inseln des heutigen Königreichs Dänemark sind von altgermanischen Stämmen besiedelt, die bereits überwiegend von Ackerbau und Viehzucht leben und ihre Toten in Dolmen-, Kammer- oder Hügelgräbern bestatten.
(Mit 43.093 Quadratkilometern ist das heutige Königreich Dänemark/“Kongeriget Danmark“ knapp so groß wie das deutsche Bundesland Niedersachsen [ohne Faröer und Grönland]. Es umfaßt das dänische Festland, die Halbinsel Jütland, die sich etwa 300 Kilometer von der deutschen Grenze nach Norden erstreckt, und 483 Inseln, wovon 97 bewohnt sind. Die größte Insel ist Seeland mit der Hauptstadt Kopenhagen, gefolgt von Fünen, Lolland und Falster sowie der Granitinsel Bornholm ganz im Osten.)

Ab 6. Jahrhundert v. Chr.
Die eigentlichen Vorfahren der heutigen Dänen, die nordischen Gottheiten huldigen und auch Menschenopfer darbringen, gelangen vermutlich vom Gebiet des heutigen Schweden über die Inseln Seeland und Fünen allmählich auf das dänische Festland (Jütland).

Ab Mitte 1. Jahrhundert v. Chr.
Die Dänen nehmen rege Handelsverbindungen zu den über Gallien herrschenden Römern auf (Pelze und Bernstein werden gegen Bronze und Gold getauscht).

7. Juni 793 n. Chr.
Wenn man dem Bericht des Mönches Alcuin Glauben schenkt, beginnt mit diesem Tag die „Wikingerzeit“ in Nordeuropa: Heidnische „Nordmänner“ landen mit ihren hochseetüchtigen Schiffen auf Holy Island vor der nordenglischen Küste, plündern das Kloster Lindisfarne und versklaven die Mönche.

(Über den Ursprung der Bezeichnung „Wikinger“ für die „Männer des Nordens“, den Altnordisch sprechenden Vorfahren der Norweger, Schweden und Dänen, gibt es verschiedene Meinungen. Sicher ist nur, daß der Begriff ab Ende des 8. Jahrhunderts bis zum Ende des 11. Jahrhunderts mit „Seeräuber“ gleichgesetzt wurde. Es gab damals in Skandinavien – dieser Name stammt von Plinius, der das unbekannte Land jenseits von Jütland als „Scatinavia“ bezeichnete – so viele umherziehende germanische Stämme und Heiraten unter den Häuptlingsfamilien, daß von nationaler Identität im heutigen Sinne keine Rede sein konnte. Der schwedische Professor Jan Ivarsson sagte einmal: „Die Wikinger waren kein Volk, sondern ein Beruf. Während eines Teils des Jahres betätigten sich die „Nor[d]mannen“ als Bauern, Handwerker und hervorragende Schiffsbauer und während der übrigen Zeit eben als „Wikinger“, d.h. als Entdecker und Eroberer von Ländern und Meeren sowie als Kaufleute und Söldner.“ Grob gesehen kann man sagen, daß die Wikinger, die über Land nach Rußland, wo sie von den dort lebenden Slawen „Waräger“ genannt wurden, und schließlich bis nach Konstantinopel vordrangen, vorwiegend „Schweden“ gewesen sein müssen, während die „Norweger“ gen Westen nach Schottland und Irland segelten, um schließlich über die Orkney-, Shetland- und Faröer Inseln nach Island und Grönland und sogar bis nach Amerika vorzudringen. Die „Dänen“ hingegen beschränkten sich auf Deutschland, England, Frankreich [„Normandie“], Spanien, Sizilien und Süditalien.)

Um 800
Der über Jütland herrschende Wikinger Godfred läßt zur Absicherung seines Reiches gegen die Franken südlich der Schlei einen ersten Schutzwall (Danevirke) quer über die Halbinsel errichten, der von seinem Nachfolger Horik noch weiter nach Süden bis zur Eider verschoben und bis 940 ständig verstärkt wird.

Ab 9. Jahrhundert
Dänische Wikinger unternehmen jährliche „Sommerfahrten“ entlang der Küsten Westeuropas und gründen in Ostengland das Königreich Danelaw (879) sowie als Vasallen des westfränkischen Königs das Herzogtum Normandie.

Um 825
Der „Apostel des Nordens“, der fränkische Mönch Ansgar (gest. 865) zieht in den Norden Deutschlands, wo er das Erzbistum Hamburg-Bremen gründet, und weiter nach Skandinavien, um die Heiden zu missionieren.

Um 934
Der Wikinger Gorm den Gamle (Gorm der Alte) ist der Begründer des heutigen Königreichs Dänemark. Beweis ist der von ihm aufgestellte Runenstein von Jelling auf Jütland mit der Inschrift: „König Gorm errichtet diesen Gedenkstein für seine Frau Thyra, Dänemarks Zierde.“ Das verstümmelte Wort „tanmarkar“ gilt als erste schriftliche Erwähnung des Staatsnamens „Danmark“.

962
König Harald Blatand (Blauzahn) von Jütland nimmt den christlichen Glauben an und gliedert bis 970 die östlichen Inseln sowie Norwegen dem Dänenreich an. Er stellt einen zweiten Runenstein nach Jelling mit der Inschrift: „König Harald ließ diesen Gedenkstein für seinen Vater Gorm und seine Mutter Thyra errichten – der Harald, der ganz Dänemark und Norwegen unterwarf und die Dänen zu Christen machte.“

Ab 1. November 986
Dänenkönig Sven Tveskaeg (Gabelbart) beginnt mit der Eroberung Englands, die sein Sohn Knut (der Große) vollendet und ab 1016 über ein Reich herrscht, das England und Dänemark und ab 1028 den größten Teil Norwegens sowie Teile Südschwedens umfaßt.

8. Juni 1042
Nach dem Tod von König Hardiknut zerfällt das dänische Nordseereich wieder in die drei Teilreiche Dänemark, Norwegen und England.

10. Juli 1086
Dänenkönig Knut II. (der Heilige) wird in Odense (auf Fünen) in einer Kirche erschlagen.

Ab 9. August 1157
Dänenkönig Valdemar I. dem Großen gelingt nach einer Zeit der inneren Wirren die Stabilisierung des Reiches. Er gründet 1167 an der Ostküste der Insel Seeland die Hafenstadt und heutige Hauptstadt Kopenhagen (Kobenhaven), das er seinem Ratgeber Bischof Absalon von Roskilde zu Lehen gibt, der 1177 Erzbischof von Lund wird, und beginnt mit einer Expansionspolitik nach Osten.

Ab 12. Mai 1182
Nach dem Tod von König Valdemar I. dem Großen schaffen seine Nachfolger Knut IV. (bis 1202) und Valdemar II. der Sieger (1202-1241) ein dänisches Ostseereich, das außer Holstein, Hamburg und Lübeck auch Mecklenburg, Pommern, Rügen und Estland umfaßt. Zudem führt Valdemar II. nach der Einnahme Estlands im Jahre 1219 die erste Nationalflagge der Welt, den „Danebrog“ (aus dem Altfriesischen „dan“ für rot und „broge“ für Stoff), ein, läßt 1231 ein Verzeichnis über alle königlichen Güter und Steuereinkünfte erarbeiten und 1241 die Landesgesetze niederschreiben.
(Der Sage nach soll während des Angriffs auf Reval plötzlich ein rotes Banner mit weißem Kreuz vom Himmel gefallen sein und dem bereits kurz vor der Niederlage stehenden Valdemar zum Sieg verholfen haben.)

1227
Die Niederlage der Dänen in der Schlacht von Bornhöved führt zum Niedergang der Dänenherrschaft über Norddeutschland. Lediglich Rügen und Estland bleiben erhalten.

1282
Nach einer Zeit erneuter Thronwirren sieht sich Dänenkönig Erik V. Kippling (1259-86) zur Unterzeichnung der „Magna Charta“, der ersten Verfassung gezwungen und muß zusätzlich der Bildung des „Danehofes“, der jährlichen Zusammenkunft von Adel und Geistlichkeit mit dem König, zustimmen, was die Krone schwächt und den Adel sowie den Klerus stärkt.

Anfang 14. Jahrhundert
Es kommt zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der deutschen Hanse, die ihren Einfluß auf die nordischen Länder ausdehnt, und Dänemark.

Ab 2. April 1340
Eine Zeit wirtschaftlicher und politischer Schwäche Dänemarks wird von König Valdemar IV. Atterdag (bis 1375) beendet. Doch auch er kann die Vormachtstellung der deutschen Hanse nicht brechen.

Ab 1360
Dänemark erringt in mehreren Feldzügen gegen Schweden die Ostseeinseln Öland und Gotland sowie die schwedische Südprovinz Schonen.

1389
Margarete von Dänemark, die seit dem Tod ihres Sohnes Olaf im Jahre 1387, der 1380 den norwegische Thron geerbt hatte, Regentin von Dänemark und Norwegen ist, wird vom schwedischen Adel zur Königin von Schweden gewählt.

1397
Königin Margarethe von Dänemark macht ihren Neffen Erich von Pommern zum Herrscher der drei Königreiche Norwegen (mit Island, Grönland und Faröer Inseln), Schweden (mit Finnland) und Dänemark, deren Union im schwedischen Kalmar vertraglich festgelegt wird („Kalmarer Union“). Doch Erich, der nach Margarethes Tod im Jahre 1412 als Erik VII. den Thron besteigt, gerät durch seine maßlose Politik in schwere Konflikt mit der Hanse, Schweden, den holsteinschen Grafen sowie dem einheimischen Adel. 1439 wird er aus Dänemark vertrieben und durch Christoph III. von Bayern ersetzt, der Kopenhagen, das bis 1417 Besitz des Bischofs von Roskilde war, endgültig zur Hauptstadt Dänemarks macht.

1. September 1448
Nach dem Tod des kinderlosen Christoph III. wählt der dänische Reichsrat Christian von Oldenburg zum König, der 1450 auch in Norwegen und 1457 in Schweden anerkannt wird.

1460
König Christian I. wird „unter voller Wahrung der Selbständigkeit der Lande“ zum Herzog von Schleswig und zum Grafen von Holstein gewählt.

20. Januar 1523
Nach dreijährigem Krieg gegen Christian II. (der Tyrann) – er wollte seine Macht in Schweden mit Gewalt durchsetzen und liquidierte 1520 die schwedische Adelsopposition; daher sein Beiname – löst sich Schweden endgültig aus der Union. Doch Christian II. büßt nicht nur Schweden, sondern auch seinen dänischen Thron ein: Nach einem Aufstand des Adels wird er abgesetzt und zwölf Jahre im Schloß von Sonderborg gefangengehalten. Sein Onkel, Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein, wird zum König von Dänemark und Norwegen gewählt (Frederik I.).

10. April 1533
Nach dem Tod von Frederik I. wird sein Sohn Christian vom Reichsrat zum neuen König gewählt. Dies führt zum blutigen Bürgerkrieg, da der Graf von Oldenburg Christian II. wieder auf den Thron bringen will. Die von Bauern und Bürgern unterstützte sogenannte „Grafenfehde“ wird 1536 vom Adel niedergeschlagen, und Christian III. läßt durch Beschluß des Reichstags (Reichsrat, Adel, Bürger, Bauern) die Reformation einführen, die durch lutherische Prediger bereits in Dänemark Fuß gefaßt hatte. Durch die Enteignung der katholischen Kirche verdreifachen sich die Einnahmen der Krone.

1561
Frederik II. (1559-88) verliert Estland an Schweden.

1563
Beginn des „Siebenjährigen Krieges“ gegen Schweden, in dessen Verlauf Schweden große Teile Dänemarks und, um Zugang zum Meer im Westen zu erhalten, auch Gebiete Norwegens besetzt.

1570
Nach Unterzeichnung des Friedensvertrags von Stettin muß Schweden einen Großteil der eroberten Gebiete wieder an das Königreich Dänemark-Norwegen zurückgeben.

Ab 4. April 1588
Unter Christian IV. (bis 1648) erlebt Dänemark-Norwegen zunächst eine Blütezeit. Er fördert planmäßig die wirtschaftliche Entwicklung (u.a. Gründung der dänischen Ostindien-Kompanie im Jahre 1616), läßt in Kopenhagen prachtvolle Renaissance-Bauten errichten, reformiert das Rechtswesen und gründet bzw. „renoviert“ zahlreiche Städte, auch außerhalb des heutigen Staatsgebietes von Dänemark (u.a. Christiana in Norwegen, das heutige Oslo, in Schweden Kristianstadt und Glückstadt in Holstein). In militärischer Hinsicht kann Christian IV. allerdings kaum Erfolge vorweisen: Die Vormachtstellung Dänemarks im Ostseeraum geht bereits 1611 an Schweden verloren, und Christians Versuch, durch Eingriffe in den „Dreißjährigen Krieg“ (1618-48) die strategische Lage Dänemarks wieder zu verbessern, scheitert ebenfalls. Nach der Niederlage gegen die kaiserlich-katholischen Truppen bei Lutter am Barrenberg (1626) muß Christian IV. auch seine Ausdehnungspläne im norddeutschen Raum aufgeben.

1658
Frederik III. (1648-70) verliert nach langjährigen Auseinandersetzungen mit Schweden alle seine Besitzungen auf der skandinavischen Halbinsel östlich des Öresunds (Skåne, Halland, Blekinge) sowie das zu Norwegen gehörende Bohuslän und die Insel Bornholm an Schweden.

1660
Nach einem weiteren dänisch-schwedischen Krieg wird die Insel Bornholm wieder dänisches Staatsterritorium.
Im selben Jahr wird aufgrund der ständigen Bedrohung von außen in Dänemark die Macht der Stände beseitigt und mit der „Erb- und Alleinherrschaftsakte“ die absolute Erbmonarchie eingeführt.

1665
Mit der „Lex Regia“, dem Grundgesetz von König Frederik III., wird der Absolutismus in Dänemark urkundlich festgelegt.

1683
Das von König Christian V. (1670-99), der 1675 bis 1679 vergeblich versucht hatte, die an Schweden verlorengegangenen Provinzen zurückzuerobern, kodifizierte „Dänische Recht“ (Danske Lov) tritt in Kraft.

26. August 1699
Nach dem Tod von König Christian V. wird sein Sohn Frederik (IV.; bis 1730) neuer König von Dänemark und Norwegen. Er beteiligt sich an der Seite Rußlands und Polens am „Großen Nordischen Krieg“ (1700-21) gegen Schweden und erhält bei Kriegsende u.a. Schleswig.

Ab 12. Oktober 1730
Unter den Königen Christian VI. (1730-46), Frederik V. (1746-66) und Christian VII. (1766-1808) erlebt Dänemark eine lange Friedensperiode und eine Zeit der wirtschaftlichen Expansion.

28. April 1772
Die Affäre um den leitenden Minister, Leibarzt und Berater des geisteskranken Christian VII., den Deutschen Johann Friedrich Struensee, der über eine (angebliche) Affäre mit Königin Caroline Matilda, einer Schwester Georgs III. von England, stolpert und hingerichtet wird, bedeutet das Ende des bis dahin großen deutschen Einflusses am dänischen Hof, was dem dänischen Adel schon lange ein Dorn im Auge war. Dänisch wird zur allein gültigen Amtssprache erklärt, und Ausländer werden künftig vom Staatsdienst ausgeschlossen.

1773
Nachdem Rußland auf seine holsteinschen Besitzungen verzichtet hat – der „kurzlebige“ russische Zar Peter III. [1761] entstammte dem Hause Holstein-Gottorf – wird Holstein dem Königreich Dänemark angegliedert.

1788
In Dänemark wird die Leibeigenschaft der Bauern aufgehoben und eine Agrarreform durchgeführt.

1792
Als erster europäischer Staat erläßt Dänemark ein Sklavenhandelsverbot.

2. April 1805
Im Armenviertel von Odense wird Hans Christian Andersen geboren, der vor allem durch seine Kindermärchen Weltruhm erlangt. (Er stirbt am 4. August 1875 in Kopenhagen.)

September 1807
Nachdem britische Schiffe Kopenhagen in Brand geschossen haben und die verbliebene dänische Flotte von Admiral Nelson nach England „entführt“ worden war, verbündet sich Kronprinz Frederik – er regiert anstelle seines kranken Vaters Christian VII. und besteigt nach dessen Tod im März 1808 den dänischen Thron – mit Napoléon Bonaparte.

1813
Schwedische Truppen fallen in Dänemark ein.

14. Januar 1814
Nach der Niederlage Napoléons I. verliert Dänemark im „Frieden von Kiel“ Norwegen (ohne Grönland, Island und Faröer Inseln) an Schweden und die Insel Helgoland an England. Zudem ist Dänemark nach den jahrelangen Kriegshandlungen hoffnungslos verschuldet und steht kurz vor dem Staatsbankrott.

1815
Im Ergebnis des „Wiener Kongresses“ wird Dänemark das Herzogtum Lauenburg zugesprochen. Zugleich wird König Christian VII. für die Herzogtümer Holstein und Lauenburg Mitglied des Deutschen Bundes. Das mit Holstein verbundene Schleswig bleibt außerhalb des Bundes.

1834
Im Zentrum von Kopenhagen öffnet der Vergnügungspark Tivoli – er lockt heute jährlich etwa vier Millionen Besucher an – seine Tore.

Ab 3. Dezember 1839
König Christian VIII. (bis 1848) fördert als absolutistischer, der Aufklärung zugeneigter Regent Kunst und Wissenschaft und bemüht sich, die in den von ihm regierten, eine Pufferzone zwischen Dänemark und dem „Deutschen Bund“ darstellenden Herzogtümern Schleswig und Holstein seit Jahren schwelenden nationalen Konflikte zwischen Deutschen und Dänen zu entschärfen. Die deutsche Seite ist in beiden Fürstentümer dominant: In Holstein in einer überwiegenden Mehrheit, in Schleswig in einer faktischen Mehrheit, da nur ein kleiner Teil der dänischsprechenden Bevölkerung politische Rechte hat. Die Deutschen sind größtenteils wohlhabende Städter, die Mehrheit der Dänen arme Bauern.

Ab 20. Januar 1848
König Frederik VII.(bis 1863) verkündet die Einführung der parlamentarischen Monarchie und plädiert für eine gemeinsame Verfassung für Dänemark und die Herzogtümer, wodurch es zum bewaffneten Aufstand der deutschen Schleswig-Holsteiner und schließlich zum ersten, fast drei Jahre dauernden dänisch-deutschen Krieg kommt, aus dem die Dänen 1850 letztendlich als Sieger hervorgehen, da sowohl England als auch Rußland zugunsten der Dänen intervenieren. Die Eider bleibt somit weiterhin die Südgrenze Dänemarks.
Im „Londoner Vertrag“ von 1852 erreicht Dänemark die Anerkennung des Gesamtstaates und die Billigung einer für Dänemark und die Herzogtümer gemeinsamen Erbfolge, muß sich jedoch gegenüber den beiden deutschen Vormächten Preußen und Österreich verpflichten, eine auf Gleichstellung der Landesteile beruhende Gesamtstaatsverfassung einzuführen und Schleswig volle Autonomie zu gewähren. Sämtliche Verfassungsversuche scheitern jedoch, und es gelingt nicht, die Deutschen zu versöhnen.
Das 1863 verabschiedete dänische Grundgesetz, das einer Annexion Schleswigs gleichkommt, löst ein preußisch-deutsches Ultimatum und 1864 einen neuen Krieg aus, in dem die preußisch-österreichischen Truppen letztlich die Oberhand behalten.

Ab Oktober 1864
Im „Wiener Frieden“ muß Christian IX. – der Sohn Herzog Wilhelms von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg war gemäß dem Thronfolgegesetz von 1853 Nachfolger des am 15. November 1863 kinderlos verstorbenen Friedrich VII. geworden – die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg an den Deutschen Bund abtreten, womit 40 Prozent des bisherigen dänischen Staatsterritoriums verlorengehen. Die Dänen versuchen nach diesem Schock, das Beste aus dem zu machen, was übriggeblieben war: Das bisher ungenutzte Brachland im westlichen Jütland wird mit armen Bauern besiedelt, und da der europäische Markt mit russischem und amerikanischem Getreide überflutet wird, verlegt sich die dänische Landwirtschaft vom Ackerbau auf Viehzucht und Milchwirtschaft. Mit Beginn des Industriezeitalters und dem damit verbundenen Wachstum des Proletariats in den Städten schwinden die noch bestehenden Privilegien der Gutsbesitzer zusehends. Viele wandern nach Amerika aus. So gewinnen bei jeder Wahl die Liberalen und die Sozialdemokraten, die sich für die Rechte der Arbeiter einsetzen, mehr Sitze im „Folketing“, dem dänischen Parlament. Trotzdem stellen die Konservativen bis Anfang des 20. Jahrhunderts die Regierung.

1891
Auf Betreiben der „Venstre“ (dän.: Linke) – sie verfügen seit Jahren über die absolute Mehrheit im Folketing – werden in Dänemark die staatliche Altersversorgung, die Schaffung eines Krankenkassenwesens, die Einführung der Unfall- und Sozialversicherung sowie ein Staatszuschuß zu den Arbeitslosenkassen beschlossen.

1901
Die Konservativen erringen nur noch acht von insesamt 114 Parlamentssitzen, und König Christian IX. gibt nun „grünes Licht“ zur Bildung einer ersten liberalen Regierung. Der „Systemskiftet“ (Systemwechsel) ist der Beginn der Demokratie, die Dänemark zu einem der liberalsten europäischen Staaten machen sollte.

1903
Dänemark gewährt Island volle innere Autonomie.

29. Januar 1906
König Christian IX. stirbt im Alter von 88 Jahren, und sein 63jähriger Sohn Frederik (VIII.) besteigt den dänischen Thron.

14. Mai 1912
König Frederik VIII. stirbt 69jährig, und sein 42 jähriger Sohn Christian (X.) besteigt den dänischen Thron.

Ab 1914
Während des Ersten Weltkriegs gelingt es König Christian X. nur unter größten Anstrengungen, die Neutralität Dänemarks zu wahren. Allerdings versenken die deutschen U-Boote bis zum Kriegsende 1918 mehr als ein Drittel der dänischen Handelsflotte, was in Dänemark zu erheblichen Versorgungsproblemen führt.

Juni 1915
Die Sozialdemokraten und Radikalliberalen setzen gemeinsam mit der von Bauern unterstützten Partei der Liberaldemokraten die Änderung der konservativen Verfassung von 1865 durch: Die Macht geht auf das Parlament, den „Folketing“, über, die Privilegien des „Landsting“ (Oberhaus) werden abgeschafft und das allgemeine und gleiche Wahlsystem sowie das Wahlrecht für Frauen und Dienstboten eingeführt.

1916
Die USA kaufen Dänemark die westindischen Virgin Islands (Jungfraueninseln) für 25 Millionen Dollar ab.

1. Dezember 1918
Island wird formal als selbständiger Staat anerkannt, bleibt jedoch in Personalunion mit Dänemark verbunden, d.h. der dänische König bleibt isländisches Staatsoberhaupt.

1918
Das fast fertiggestellte Schloß Chistiansborg in Kopenhagen wird Parlamentssitz.

1920
Gemäß einer durch die Pariser Friedensverträge zustandegekommenen Volksabstimmung kommt Nordschleswig (Sønderjylland) nördlich von Flensburg mit einer deutschen Minderheit zu Dänemark und Südschleswig mit einer dänischen Minderheit zu Deutschland.

April 1924
Thorvald Stauning bildet in Dänemark die erste Regierung der Sozialemokraten. Er bleibt, von einer kurzen Unterbrechung abgesehen (1926-29), bis 1940 Ministerpräsident und führt umfassende Sozialreformen durch.

Ab 1930
Die Weltwirtschaftskrise hat für das in hohem Maße von seinen landwirtschaftlichen Exporten abhängige Dänemark katastrophale Folgen. Die Arbeitslosenzahlen schießen 1933 derart in die Höhe, so daß sich die Regierung zu umfangreichen Notstandsmaßnahmen gezwungen sieht (u.a. Abwertung der dänischen Krone, Verbot von Streiks).

1935
Eine Brücke, die das dänische Festland mit der Insel Fünen verbindet, ist fertiggestellt.

29. Juli 1938
Die 19jährige Dänin Jenny Kammersgaard durchschwimmt die Ostsee von Gedser nach Warnemünde.

9. April 1940
Trotz eines 1939 unterzeichneten Nichtangriffspakts zwischen Dänemark und dem Deutschen Reich und der Neutralitätserklärung von König Christian X. besetzen deutsche Truppen kampflos Dänemark. Um einer Invasion der Deutschen zuvorzukommen, besetzt Großbritannien wenig später die strategisch wichtige Insel Island sowie die Faröer Inseln. 1941 werden die Briten auf Island durch die USA abgelöst.
Um eine Naziregierung zu vermeiden, muß sich die dänische Regierung verpflichten, Deutschland mit Lebensmitteln zu beliefern.

1941
In London wird der „Dänische Rat“ als eine Art Exilregierung gegründet. König Christian X. verläßt Dänemark nicht und bekennt sich zum passiven Widerstand gegen die deutschen Besatzer.
Der dänische Botschafter in Washington schließt eigenmächtig einen Vertrag mit den USA, der diesen die Errichtung von Militärstützpunkten auf Grönland zugesteht.

Ab August 1943
Das deutsche Militär übernimmt in Dänemark die Regierungsgewalt. König Christian X., der aus Protest gegen die Verfolgung der Juden selbst einen Judenstern trägt, wird in Schloß Amalienborg in Kopenhagen unter Hausarrest gestellt. In der Folge werden Tausende von Mitgliedern der Widerstandsbewegung „Freies Dänemark“, die den Besatzern mit Streiks und Sabotageakten das Leben schwer macht, in Konzentrationslagern interniert. Der Beschluß der Deutschen in Dänemark die „Judenfrage“ zu lösen, schlägt jedoch fehl: Innerhalb weniger Wochen können rund 7.000 Juden mit Hilfe der dänischen Bevölkerung auf Fischerbooten nach Schweden fliehen. So können die Nazis am 2. Oktober „nur“ noch 200 Juden verhaften.

25. Februar 1944
Island löst sich nach einer Volksabstimmung aus der Personalunion mit Dänemark und wird selbständige Republik.

5. Mai 1945
Britische Truppen befreien Dänemark von der deutschen Besatzung.

26. Juni 1945
Dänemark ist Gründungsmitglied der Vereinten Nationen (UNO/United Nations Organization), der Nachfolgeorganisation des 1919 gegründeten Völkerbundes.

8. November 1945
Eine Allparteienkoalition unter dem Liberaldemokraten Knud Kristensen bildet die erste Nachkriegsregierung in Dänemark.

20. April 1947
König Christian X. stirbt 67jährig, und sein 48jähriger Sohn Frederik (IX.) besteigt den dänischen Thron.

1948
Die Faröer Inseln im Nordatlantik erhalten das Recht auf Selbstverwaltung, gehören aber weiterhin zu Dänemark.

4. April 1949
In Washington gründen die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Italien, Portugal, Dänemark, Norwegen und Island das NATO-Verteidigungsbündnis (North Atlantic Treaty Organization).
(NATO-Hauptquartier wird 1966 die belgische Hauptstadt Brüssel.Griechenland und die Türkei treten der NATO 1952, die Bundesrepublik Deutschland 1955 und Spanien 1982 bei.)
Allerdings verweigert Dänemark konsequent die Errichtung von US-Luftstützpunkten auf seinem Territorium.

November 1951
Dänemark gründet gemeinsam mit Schweden und Norwegen den Nordischen Rat (Island tritt 1952 bei und Finnland 1955), der die kulturelle und sozialpolitische Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten fördern soll.

23. November 1951
In Kopenhagen fliegt ein Munitionslager in die Luft. 18 Menschen kommen ums Leben, 80 werden verletzt.

5. Juni 1953
Dänemark gibt sich eine neue Verfassung. Es hat nunmehr mit dem Folketing nur noch ein auf vier Jahre gewähltes Ein-Kammer-Parlament mit 179 Mitgliedern. Die weibliche Thronfolge in der konstitutionellen Monarchie wird festgeschrieben. Das Staatsoberhaupt ernennt den Ministerpräsidenten, der dem Parlament verantwortlich ist. Grönland wird gleichberechtigter Landesteil.

März 1955
In der deutsch-dänischen Grundsatzerklärung einigen sich die Bundesrepublik Deutschland und Dänemark über den Sonderstatus der beiderseitigen Minderheiten in Schleswig und über deren Sonderrechte.

30. Januar 1959
Vor Grönland kollidiert das dänische Schiff „Hans Hedtoft“ mit einem Eisberg und sinkt mit 95 Menschen an Bord.

4. Januar 1960
Großbritannien, Dänemark, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden und die Schweiz (Finnland assoziiert sich) gründen als Gegengewicht zur „Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft“/EWG (BRD, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Belgien) die „European Free Trade Association“ (EFTA).

1971
Ein paar Hundert „Alternative“ besetzen die leerstehenden Kasernen in Kopenhagen und gründen den „Freistaat Christiania“. Per Gerichtsbeschluß angeordnete Räumungsversuche scheitern am Widerstand der „Christianiter“. (Ende 1991 wird die Existenz der 32 Hektar großen Exklave, die längst zu einer Touristenattraktion geworden ist, durch einen Vertrag mit dem dänischen Verteidigungsministerium legalisiert.)

14. Januar 1972
König Frederik IX. stirbt 73jährig und wird im Roskilder Dom, der Nekropole des dänischen Königshauses, beigesetzt. Frederiks älteste Tochter Margrethe (II./geb. 1940) besteigt den dänischen Thron.

1. Januar 1973
Dänemark wird Mitglied der Europäischen Gemeinschaft (ohne Faröer Inseln), nachdem sich im Oktober des Vorjahres 63 Prozent der stimmberechtigten Dänen per Referendum für einen Beitritt entschieden hatten.

13. Februar 1975
Anker Jørgensen wird zum zweiten Mal Ministerpräsident einer sozialdemokratischen Minderheitsregierung.

1. Januar 1978
Dänemark wird Vollmitglied der Europäischen Gemeinschaft.

16. Februar 1979
Nachdem sich im Januar 70 Prozent der Grönländer per Referendum für die innere Autonomie entschieden haben, gewährt Dänemark der größten Insel der Erde (2.175.600 Quadratkilometer) die Selbstverwaltung. Außenpolitisch wird Grönland weiterhin von Dänemark vertreten. Wie auch für die Faröer Inseln sind im dänischen Parlament zwei Sitze für Grönland reserviert.

Juni 1979
In den mittlerweile neun Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft (Belgien, Dänemark, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande) ist die Beteiligung an den am 7. und 10. Juni stattfindenden ersten Direktwahlen zum Europäischen Parlament im französischen Straßburg äußerst gering. Insgesamt geben nur etwa 60 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Die meisten Wähler gehen in Belgien an die Wahlurne (88%), die wenigsten in Großbritannien (31%). Sozialisten und Sozialdemokraten erringen 112 von insgesamt 410 Sitzen und stellen damit die stärkste Fraktion, gefolgt von den Christdemokraten mit 106 Mandaten. Die Kommunisten werden mit 44 Abgeordneten vertreten sein. Die ehemalige französische Gesundheitsministerin Simone Veil wird zur ersten Präsidentin des Europaparlaments gewählt.

1. August 1982
Dänemark, Norwegen und Schweden nehmen ihre diplomatischen Beziehungen zum Vatikan wieder auf. Diese waren vor über 400 Jahren abgebrochen worden, als die damaligen skandinavischen Herrscher der protestantischen Kirche beitraten.

10. September 1982
Der Konservative Poul Schlüter wird neuer Ministerpräsident einer ersten bürgerlich-konservativen Minderheitsregierung.

1984
Ein Volksentscheid endet mit einem Votum für den Verbleib in der EG.

1. Januar 1985
Nachdem rund 52 Prozent der Grönländer bereits 1982 in einem Referendum für den Austritt Grönlands aus der EG votiert haben, tritt die Insel nun aus der Europäischen Gemeinschaft aus.

1. Januar 1986
Der hohe inländische Konsum hat mittlerweile zu einer beträchtlichen Auslandsverschuldung Dänemarks geführt. Die konservative Regierung unter Ministerpräsident Poul Schlüter reagiert mit Steuererhöhungen und Einsparungen im Sozialbereich.

1989
Das dänische Parlament beschließt ein Gesetz, das die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern legalisiert.

7. April 1990
Ein Großbrand auf der dänischen Fähre „Scandinavian Star“ während einer nächtlichen Überfahrt von Oslo nach Frederikshavn fordert 160 Menschenleben.

Dezember 1990
Nach Parlamentswahlen bildet Ministerpräsident Poul Schlüter eine neue Minderheitsregierung aus Konservativen und Liberalen.

2. Juni 1992
In einem Referendum zum Maastrichter Vertrag von 1991, der die Errichtung einer „Europäischen Union“ vorsieht, stimmen 50,7 Prozent der Bevölkerung gegen den Beitritt Dänemarks und lösen damit eine Krise in der EG aus.

1. Juli 1992
In Dänemark wird die Mehrwertsteuer von 22 auf 25 Prozent erhöht und erreicht damit den höchsten Satz in der EG.
Die Arbeitslosenquote erreicht mit elf Prozent den höchsten Stand seit den 30er Jahren.

14. Januar 1993
Der konservative Ministerpräsident Poul Schlüter tritt wegen einer früheren Justizaffaire zurück. Eine Mitte-Links-Koalition unter dem Führer der Sozialdemokraten, Poul Nyrup Rasmussen, übernimmt die Amtsgeschäfte.

18. Mai 1993
In einem zweiten Referendum entscheiden sich 56,8 Prozent der Dänen für den Maastrichter Vertrag, der die Errichtung einer Europäischen Union vorsieht. Zuvor waren Dänemark einige Ausnahmeregelungen zugestanden worden (u.a. muß sich Dänemark 1999 nicht an der Europäischen Währungsunion beteiligen). In den Nächten nach der Abstimmung kommt es in Kopenhagen zu schweren, gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Zwei Kinder finden auf einem Acker in Dystrup (Jütland) acht 3.600 Jahre alte, sehr gut erhaltene Bronzeschwerter. Unter Archäologen gelten sie als „Jahrhundertfund“.

1994
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag lehnt die von Dänemark geforderte 200 Meilen-Fischerei-Zone im Streit mit Norwegen ab.

Das dänische Parlament beschließt die Bildung einer 4.500 Mann starken „Internationalen Brigade“ als Teil der NATO-Eingreiftruppe, die ab Ende 1995 für UN-Einsätze bereitstehen soll.

20. März 1996
Die Regierung in London räumt erstmals ein, daß die Rinderkrankheit BSE durch den Verzehr von Rindfleisch auf den Menschen übertragen werden kann. Daraufhin verhängt die EU-Kommission in Brüssel ein weltweites Exportverbot für britisches Rindfleisch und fordert von London die Schlachtung und Verbrennung von über 130.000 möglicherweise infizierten Tieren.

1. Juni 1997
Königin Margrethe II. eröffnet feierlich einen neuen, acht Kilometer langen Eisenbahn-Tunnel unter dem Großen Belt bei Korsör. Somit ist die knapp 280 Kilometer lange Strecke zwischen Kopenhagen (Insel Seeland) und Aarhus (zweitgrößte dänische Stadt auf Jütland) nun durchgängig ohne ein Umsteigen auf ein Fährschiff befahrbar.

13. Juli 1997
US-Präsident Bill Clinton trifft in Dänemark ein und hält in Kopenhagen vor Zehntausenden von Dänen eine Ansprache, wobei er sich u.a. sehr zufrieden über den Verlauf der kurz zuvor in Madrid zu Ende gegangenen NATO-Gipfelkonferenz äußert. Gleichzeitig deutet er an, daß durchaus die Möglichkeit bestehe, auch nach dem Ende der SFOR-Friedensmission in Bosnien weiter US-Truppen in dem Land stationiert zu lassen.

18. November 1997
Der Präsident des EU-Rechnungshofes, Bernhard Friedman, rügt die EU-Länder vor dem Europaparlament in Straßburg wegen des Verlustes von 5,3 Prozent des EU-Haushaltsvolumens von 81,8 Milliarden ECU (153 Milliarden DM) durch Mißwirtschaft und Verschwendung (z.B überhöhte Ausgleichszahlungen an Landwirte oder z.T. wenig sinnvoll angelegte Wiederaufbauhilfe für Ex-Jugoslawien).

30. November 1997
Wegen dichten Nebels kommt es im Öresund rund 25 Kilometer nordöstlich Kopenhagens zum Zusammenstoß eines Tankers mit einem Ausflugsboot. Von den 21 Menschen auf dem Ausflugsboot (sie befanden sich auf einer Angeltour) ertrinken vier, die übrigen 17 werden lebend aus dem sechs Grad kalten Wasser der Meerenge zwischen Dänemark und Schweden gezogen.

Anfang Dezember 1997
Dreizehn bis zu 15 Meter lange und bis zu 20 Tonnen schwere Pottwale verirren sich (nach Ansicht von Meeresbiologen wegen gestörter Magnetfeldlinien oder wegen akustischer Ablenkungen durch Bohrinseln, Unterwasser-Stromkabel und/oder starken Schiffsverkehr) auf ihrer Wanderung vom Nord- in den Südatlantik in die Nordsee und stranden auf der dänischen Insel Rømø (Röm/nördlich von Sylt), wo sie wegen ihres Eigengewichtes, das innere Organe erdrückt, innerhalb weniger Stunden verenden.

19. Dezember 1997
Die Außenminister der 54 OSZE-Mitgliedstaaten (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) verabschieden auf ihrer Jahreskonferenz in Kopenhagen den Rahmenplan für ein neues europäisches Sicherheitsmodell. Der Plan, der u.a. eine stärkere Einbindung der OSZE in internationale Friedenssicherungsaktionen vorsieht, bildet die Grundlage für die angestrebte politisch bindende OSZE-Charta. Diese soll nun von den Regierungen ausgearbeitet und beim nächsten OSZE-Gipfel (voraussichtlich im Dezember 1998) von den jeweiligen Staatschefs unterzeichnet werden.

6. Januar 1998
Als „Mord“ bezeichnen die Bürger Kopenhagens eine erneute Verstümmelung der „Kleinen Meerjungfrau“, die 1913 zu Ehren des dänischen Märchendichters Hans Christian Andersen (1805-75) aufgestellt wurde und seitdem als Kopenhagens Wahrzeichen eine der Haupttouristenattraktionen ist. Unbekannte haben die Meerjungfrau in der Nacht enthauptet. Bereits 1964 wurde der Bronze-Statue schon einmal der Kopf abgesägt, 1983 ein Arm. Während der Kopf nie wieder auftauchte und nachgegossen werden mußte, wurde der Arm von den Dieben anonym mit einem Entschuldigungsschreiben zurückgegeben.

9. Januar 1998
Der vor vier Tagen abgesägte Kopf der „Kleinen Meerjungfrau“ wird von Unbekannten bei dem privaten Fernsehsender „TV Danmark“ abgegeben.

11. März 1998
Bei den vorgezogenen Wahlen zum dänischen Folketing (Parlament) können die von Ministerpräsident Poul Nyrup Rasmussen geführten Sozialdemokraten ihre Stellung als stärkste politische Kraft behaupten.

27. April 1998
Zur sozialpolitischen Kraftprobe wird ein landesweiter Streik, der zehn Tage lang das öffentliche Leben in Dänemark lahmlegt. Die rund 500.000 Streikenden wollen so die Forderung nach einer zusätzlichen sechsten Urlaubswoche durchsetzen. Beendet wird der Ausstand durch ein am 7. Mai von der Regierung erlassenes Streikverbot. Zusätzlich zu einem bereits von den Arbeitgebern angebotenen freien Tag plant die Reigerung einen freien Tag für alle und drei weitere für Eltern von Kindern unter 14 Jahren.

1. Mai 1998
Nach den Parlamentswahlen auf den seit 1948 autonomen Faröer Inseln wird der Vorsitzende der Volkspartei, Anfinn Kallsberg, neuer Regierungschef der Inselgruppe im Nordatlantik. (Der Name der Inseln, auf Dänisch „Færøerne“ und auf Faröisch „Føroyar“ geschrieben, bedeutet „Schaf-Inseln“.)

2. Mai 1998
Der EU-Rat beschließt, daß die Europäische Währungsunion termingerecht am 1. Januar 1999 mit elf Teilnehmerstaaten beginnt (ohne Dänemark, Griechenland, Großbritannien, Schweden).

28. Mai 1998
In einem Referendum über die Reform der Europäischen Union (Vertrag von Amsterdam 1997) stimmen 55,1 Prozent der Dänen mit Ja, 44,9 Prozent lehnen die engere europäische Kooperation ab

1. Juni 1998
Nach zehnjähriger Bauzeit ist das insgesamt rund 7,5 Milliarden DM teure Tunnel-Brücken-Projekt über den Großen Belt, das die bereits seit 1935 durch eine Brücke an das dänische Festland angeschlossene Insel Fünen mit der Hauptinsel Seeland verbindet und bereits im April für den Eisenbahnverkehr freigegeben werden konnte, fertiggestellt: Die Verbindung führt von Fünen über eine 6,6 Kilometer lange Brücke bis auf die winzige Insel Sprogø, von wo aus der Schienenverkehr durch einen acht Kilometer langen Tunnel nach Seeland weitergeleitet wird, während der Autoverkehr über eine knapp 6,8 Kilometer lange Brücke führt. Diese zweitlängste Hängebrücke der Welt – die Spannweite zwischen den Hauptpfeilern beträgt 1.642 Meter – gibt der dänische Kronprinz Frederik am 5. Juni 1998 für ein dreitägiges Eröffnungsfest frei. Drei Tage haben Radfahrer, Skateboarder und Fußgänger die Brücke ganz für sich alleine. Für den Autoverkehr geöffnet wird die mautpflichtige Brücke – die Benutzung kostet umgerechnet etwa 60 DM, etwas weniger als die Fahrt mit der Fähre, die einschließlich Ein- und Ausladen bei ruhiger See mindestens 90 Minuten dauert – am 14. Juni von Königin Margrethe II.

29. Juni 1998
Das dänische Parlament verabschiedet ein verschärftes Ausländergesetz, das die Kriterien für den Erhalt einer Aufenthaltsgenehmigung erheblich verschärft und zudem die sozialen Leistungen an Flüchtlinge drastisch einschränkt.

21. Juli 1998
Für die bisher schnellste Atlantiküberquerung erhält die dänische Katamaranfähre „Cat Link V“ – sie benötigte für die Überfahrt von New York nach Southampton nur zwei Tage, 17 Stunden und 59 Minuten – das „Blaue Band“.

15. September 1998
Die Europäische Kommission unterzeichnet in Brüssel die Freigabe der Potenzpille Viagra für die gesamte Europäische Union. Somit kann der US-amerikanische Hersteller Pfizer nun das verschreibungspflichtige Medikament in allen fünfzehn EU-Staaten vermarkten.

3. Oktober 1998
Die dänische Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgeber einigen sich auf eine Verkürzung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld und weitere Verschärfungen für Arbeitslose: Die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld soll von derzeit fünf auf vier Jahre verkürzt werden. Gleichzeitig werden die Zumutbarkeitsregeln bei der Annnahme geringer qualifizierter Arbeit und der Zwang zur Teilnahme an Beschäftigungsmaßnahmen verschärft.

31. Dezember 1998
Die Arbeitslosenquote in Dänemark konnte durch Schaffung neuer Arbeitsplätze auf knapp 8 Prozent gesenkt werden.

17. Februar 1999
Nach den Parlamentswahlen auf Grönland wird der seit 1997 amtierende sozialdemokratische Regierungschef Jonathan Motzfeldt im Amt bestätigt.

16. März 1999
Die 20köpfige EU-Kommission tritt geschlossen zurück, nachdem ein vom Europäischen Parlament eingesetzter Sachverständigenausschuß ihr tags zuvor in einem in rund sechswöchiger Arbeit erstellten Bericht Mißwirtschaft und Verantwortungslosigkeit vorgeworfen hat, bleibt jedoch zunächst geschäftsführend im Amt. Das Gremium bezichtigt darin nicht nur die Französin Edith Cresson der Vetternwirtschft, sondern kritisiert die Arbeitsweise der Behörde im allgemeinen und bezichtigt sie der Unfähigkeit. Kommissionspräsident Jacques Santer nennt seinerseits den Bericht unausgewogen und ungerechtigtfertigt. Er decke zwar Verwaltungsmängel und in einem Fall Günstlingswirtschaft auf, doch keinem einzigen Kommissionsmitglied würden Betrug, Korruption oder persönliche Bereicherung vorgeworfen. Den kollektiven Rücktritt bezeichnet Santer als eine politische Entscheidung und nicht als Schuldeingeständnis. EU-Ratspräsident, der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder, kündigt eine Rundreise durch die EU-Hauptstädte an, um Gespräche über eine umgehende Neuberufung der Kommission aufzunehmen. Vorrangiges Ziel bleibe es jedoch, die Verhandlungen über die Reformen der Agrar-, Struktur- und Finanzpolitik (Agenda 2000) wie geplant abzuschließen.

24. März 1999
Die NATO beginnt am Abend mit ihren tags zuvor angekündigten Luftangriffen gegen serbische Militärziele in der Bundesrepublik Jugoslawien, nachdem der jugoslawische Präsident nochmals kategorisch die Stationierung einer Friedenstruppe im Kosovo abgelehnt hatte und inzwischen in Jugoslawien den Kriegszustand erklärt hat. US-Präsident Bill Clinton sagt zur Begründung der Operation, sie solle eine Demonstration der Stärke des westlichen Militärbündnisses sein sowie den jugoslawischen Präsidenten von weiterer Gewaltanwendung gegen die Kosovo-Albaner, die sich derzeit zu Hunderttausenden auf der Flucht vor den Serben befänden, abhalten.
An der von den NATO-Fliegerbasen Aviano und Istrano in Norditalien aus gestarteten ersten Luftoffensive von rund 100 Kampfflugzeugen beteiligen sich alle Mitgliedsländer außer Griechenland, Island, Luxemburg, Polen, Tschechien und Ungarn, wobei die USA das Hauptkontingent stellen. Bei dem Angriff wird eine NATO-Maschine von der jugoslawischen Flugabwehr abgeschossen. Der Pilot kann sich mit dem Schleudersitz retten.
Der NATO-Oberkommonandierende, US-General Wesley Clark, sagt in Brüssel, daß man die Luftangriffe auf Jugoslawien solange fortsetzen und systematisch verschärfen werde, bis Staatspräsident Slobodan Miloševic den Kosovo-Friedensplan akzeptiert.
Der russische Präsident Boris Jelzin äußert sich über den Angriff der NATO „zutiefst empört“. Im Falle einer Ausweitung des Konfliktes behalte sich Rußland das Recht vor, „adäquate Maßnahmen, auch militärischer Art, zur Erhaltung der eigenen und allgemeinen europäischen Sicherheit“ zu ergreifen.
Auch die VR China verurteilt die Intervention der NATO als völkerrechtswidrig, da sie durch keinen Beschluß des UN-Sicherheitsrats gedeckt sei.

Nur neun Tage nach dem kollektiven Rücktritt der EU-Kommission unter dem Luxemburger Jacques Santer einigen sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zu Beginn ihrer Sondertagung in Berlin einmütig auf den 59jährigen früheren italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi als neuen Präsidenten der EU-Kommission. Die Verhandlungen über das Reformpaket Agenda 2000 kommen am ersten Tag des Sondergipfels jedoch kaum voran, da die Gespräche von den Ereignissen auf dem Balkan überschattet sind.

26. März 1999
Nach zähen Verhandlungen einigen sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf ihrem Sondergipfel in Berlin auf die Kernpunkte für die Reformen der Agrar- und Strukturpolitik sowie die Neuordnung der EU-Finanzierung (Agenda 2000).

13. Juni 1999
Bei der Wahl zum Europäischen Parlament erringen in Dänemark die EU-Gegner bei einer Wahlbeteiligung von rund 50 Prozent mehr als 30 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die oppositionelle Liberale Partei erhält rund 23 Prozent, und für die regierenden Sozialdemokraten votieren 16,5 Prozent der Wahlberechtigten.

14. Juli 1999
Mehr als drei Jahre nach Verhängung eines Verbots wegen der Rinderseuche BSE darf britisches Rindfleisch vom 1. August an wieder exportiert werden. Diese Entscheidung trifft die Europäische Kommission in Brüssel. Lediglich das Verkaufsverbot für Fleisch an Knochen bleibt noch bestehen.

20. Juli 1999
Das zu Beginn seiner fünften Legislaturperiode in sein neues Straßburger Gebäude eingezogene Europaparlament wählt auf seiner konstituierenden Sitzung mit 306 von 545 Stimmen die 57jährige Juristin Nicole Fontaine aus Frankreich zur Parlamentspräsidentin und damit erstmals nach 20 Jahren wieder eine Frau in dieses Amt.

14. August 1999
Zwei Stunden nachdem ein riesiger schwimmender Kran das letzte Brückenstück über den Øresund zwischen dem schwedischen Malmö und der dänischen Hauptstadt Kogenhagen eingesetzt hat, treffen sich Schwedens Kronprinzessin Viktoria und der dänische Thronfolger Frederik in der Mitte der 7,8 Kilomter langen Brücke zu einem freundschaftlichen Kuß. Für den Verkehr freigegeben wird die insgesamt 16 Kilometer lange und rund 2,5 Milliarden Euro teure Landverbindung zwischen Schweden und Dänemark jedoch erst am 1. Juli 2000, nach Beendigung der Belagsarbeiten und Verlegung der Eisenbahnschienen. Die Mautgebühr für die Strecke – sie führt von Kopenhagen durch einen 3,5 Kilometer langen Tunnel zu einer vier Kilometer langen künstlichen Insel und von dort über die neue Brücke nach Malmö – soll für einen Pkw etwa 30 Euro kosten.

8. September 1999
Im Rennen um den Standort für den weltweit vierten Legoland-Freizeitpark (nach Dänemark, Großbritannien und den USA) sticht die bayerisch-schwäbische Kleinstadt Günzburg die japanische Millionen-Metropole Tokyo aus. Der Inhaber der dänischen Lego-Firmengruppe, Kjeld Kirk Kristiansen, gibt in Günzburg bekannt, daß die Eröffnung des rund 150 Millionen Euro teuren neuen Legolands bereits für 2003 geplant sei.

15. September 1999
In Straßburg spricht das Europaparlament der neuen 19köpfigen EU-Kommission unter dem Italiener Romano Prodi ihr Vertrauen aus. 414 der 591 Parlamentarier stimmen mit ja, 142 mit nein und 35 enthalten sich ihrer Stimme. Damit hat die Europäische Union sechs Monate nach dem geschlossenen Rücktritt der EU-Kommission wieder eine handlungsfähige Führung, deren reguläre Amtszeit bis Januar 2005 läuft.

4. Dezember 1999
Der Orkan „Anatol“ fegt mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern über Nordeuropa hinweg und fordert insgesamt zwei Dutzend Menschenleben. Am schlimmsten betroffen ist Dänemark, wo der „Jahrhundert-Sturm“ den „größten Versicherungsfall in der Geschichte Dänemarks“ hinterläßt und sechs Menschen tötet.

17. Februar 2000
Nach einer Explosion an Bord sinkt der dänische Frachter „Thor Emilie“ unweit der Baleareninsel Ibiza. Bei dem Unglück kommen sechs Besatzungsmitglieder – fünf Filippinos und ein Däne – ums Leben. Nur der dänische Kapitän kann gerettet werden.

27. Februar 2000
Das Landwirtschaftsministerium in Kopenhagen meldet, daß in Dänemark erstmals seit 1992 ein Fall von Rinderwahnsinn (BSE) aufgetreten sei. Die übrigen Kühe und Kälber des Bauernhofs in Nordjütland seien unter strenge Beobachtung gestellt worden.

28. März 2000
In der Sommerresidenz Fredensborg Palast nahe Kopenhagen versammelt sich die königliche Familie zur Feier des 90. Geburtstages von Königinmutter Ingrid, die sich anstatt persönlicher Geschenke Geldspenden für ihre vier wohltätigen Stiftungen gewünscht hatte.
(Ingrid, Tochter des schwedischen Königs Gustav VI. Adolf, hatte 1935 den dänischen Kronprinzen Frederik geheiratet, der 1947 als Frederik IX. den Thron bestieg. Seit seinem Tod 1972 ist Margrethe, ihre älteste Tochter, Königin von Dänemark.)

14. Mai 2000
Beim 45. Grand Prix d’Eurovision de la Chanson in Stockholm belegen die dänischen „Olsen Brothers“ mit ihremLied „Fly on the wings of love“ souverän den ersten Platz.

21. Mai 2000
Bei den 53. Filmfestspielen in Cannes gewinnt das melodramatische Musical „Dancer In the Dark“ des Dänen Lars von Trier die Goldene Palme als bester Film. Die Hauptdarstellerin, der isländische Popstar Björk Gudmundsdottir, erhält den Preis als beste Schauspielerin.

14. Juni 2000
Der 32jährige dänische Thronfolger Prinz Frederik kehrt nach einer viermonatigen Polarexpedition von Grönland nach Kopenhagen zurück und wird – wie auch seine fünf Begleiter – mit der Königlichen Verdienstmedaille ausgezeichnet. Das Team hat entlang der Nordküste Grönlands mit 39 Schlittenhunden 2.800 Kilometer zurückgelegt. Grönlands Regierungschef Jonathan Motzfeldt erklärt einen Landstreifen im äußersten Norden der Insel zum „Kronprinz-Frederik-Land“.

1. Juli 2000
Königin Margrethe II. und ihr Cousin, König Carl XVI. Gustav von Schweden, geben in Anwesenheit der beiden Regierungschefs beider Länder die insgesamt 16 Kilometer lange Verbindung über den Øresund für den Verkehr frei.

2. Juli 2000
Während des Auftritts der US-Band „Pearl Jam“ beim größten europäischen Rockfestival im dänischen Roskilde westlich von Kopenhagen werden im Massengedränge acht Menschen zu Tode getrampelt.

28. September 2000
Bei einer Beteiligung von 87,9 Prozent der Stimmberechtigten sprechen sich 53,2 Prozent der Dänen per Referendum gegen die Einführung des Euro und für die Beibehaltung der Krone aus.

21. November 2000
In Brüssel beschließen die EU-Agrarminister eine Ausweitung der BSE-Schnelltests. Vom 1. Januar 2001 an sollen alle kranken und notgeschlachteten Rinder, die älter als 30 Monate sind, auf Rinderwahnsinn getestet werden.

11. Dezember 2000
Die 15 EU-Staats- und Regierungschefs schaffen am Ende ihres fünftägigen Gipfeltreffens in Nizza die notwendigen Voraussetzungen für die schrittweise Erweiterung der Staatengemeinschaft um zwölf neue Mitglieder ab 2003. Man einigte sich nach zähen Verhandlungen auf einen neuen Unions-Vertrag, der u.a. die künftige Stimmengewichtung im erweiterten EU-Ministerrat, dem obersten Entscheidungsgremium der EU, neu festlegt. Ab 1. Januar 2005 haben die vier großen Länder Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien jeweils 29 Stimmen (bisher 10), gefolgt von Spanien mit 27 (bisher 8), den Niederlanden mit 13 (bisher 5), Belgien, Griechenland und Portugal mit 12 (bisher 5), Österreich und Schweden mit 10 (bisher 4), Dänemark, Finnland und Irland mit 7 (bisher 3) sowie Luxemburg mit 4 (bisher 2). Auch die zwölf Kandidatenländer werden ihrer Größe entsprechend eingeordnet: Polen 27, Rumänien 14, Tschechien 12, Ungarn 12, Bulgarien 10, Slowakei 7, Litauen 7, Estland 4, Lettland 4, Slowenien 4, Zypern 4, Malta 3. Um die Union handlungsfähiger zu machen, werden die Mehrheitsentscheidungen im EU-Ministerrat ausgeweitet. Davon betroffen ist rund die Hälfte der 73 Artikel des EU-Vertrags, für die bisher Einstimmigkeit nötig war.

1. Januar 2001
UN-Generalsekretär Kofi Annan ernennt den bisherigen dänischen Verteidigungsminister Hans Hækkerup zum neuen Hohen Beauftragten der UN-Mission im Kosovo und zum Chef der UNMIK (United Nations Interim Administration Mission in Kosovo). Er wird den Franzosen Bernard Kouchner Mitte des Monats ablösen, der das Amt nach eineinhalb Jahren aufgibt.

31. Januar 2001
In Brüssel einigen sich die EU-Agrarminister im Kampf gegen BSE auf neue Verbote: Maschinell vom Knochen getrennte Fleischreste von Rindern und Schafen sowie die Wirbelsäule von Rindern sollen aus der Nahrungskette genommen werden. Fette von Wiederkäuern dürfen nur noch verfüttert werden, wenn sie ausreichend erhitzt wurden.

26. Februar 2001
Die Regierung der autonomen Faröer Inseln unter Anfinn Kallsberg verzichtet auf ein Referendum über die Vorbereitung der nationalen Souveränität. Als sie Anfang des Monats den Termin für die Volksabstimmung auf den 26. Mai ansetzte, hatte Kopenhagen hart reagiert und angekündigt, die jährliche Unterstützung von 1,2 Milliarden Kronen zu streichen.

26. März 2001
Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden treten dem Schengen-Abkommen bei und schaffen damit die Grenzkontrollen für Bürger aus EU-Ländern ab. Somit haben ab sofort Reisende aus den Ländern der Europäischen Union „freie Fahrt“ über rund 5.500 Kilometer von Südspanien bis in den Norden Norwegens.

29. März 2001
Vor der Ostseeküste Dänemarks rammt ein unter zypriotischer Flagge fahrender Frachter den Öltanker „Baltic Carrier“, der unter Flagge der pazifischen Marshall-Inseln fährt. Aus einem großen Loch in der Außenwand des erst ein Jahr alten Ölschiffs laufen über 2.700 Tonnen hochgiftiges Schweröl aus, wovon ein Teil die Küsten der dänischen Inseln erreicht. Rund 5.000 Seevögel verenden trotz des unermüdlichen Einsatzes zahlreicher freiwilliger Helfer, des dänischen Militärs sowie von der EU entsandter Ölpest-Experten. Nach Angaben des World Wide Fund for Nature (WWF) sind bis zu 25.000 weitere Vögel vom Öl-Tod bedroht, während die Folgen für den Fischfang in der Ostsee erst in zwei bis drei Jahren abzuschätzen sind. Fische, die derzeit schlüpfen, werden sich in geringerem Ausmaß fortpflanzen. Zudem muß mit Mißbildungen gerechnet werden. Besonders betroffen werden nach Meinung der Fachleute die Dorsch- und Heringsbestände sein. Der leckgeschlagene Tanker wird, nachdem ein finnisches Schiff die restlichen rund 30.000 Tonnen Öl übernommen hat, in eine Werft ins polnische Stettin zur Reparatur abgeschleppt.

1. Juli 2001
Aufgrund eines Feuers im Maschinenraum wird die Ostseefähre „Sassnitz“ der deutsch-dänischen Reederei Scandlines AG manövrierunfähig und muß von Schleppern in den Hafen Saßnitz-Mukran auf Rügen gezogen werden. Von den rund 170 Passagieren und 60 Besatzungsmitgliedern an Bord des Schiffes wird niemand verletzt, nicht zuletzt, weil die Crew sowohl das Feuer als auch die ausbrechende Panik unter den Fahrgästen rasch unter Kontrolle bringen konnte. Es ist das zweite Unglück eines Scandlines-Schiffes binnen zwei Wochen. Am 19. Juni war die Scandlines-Fähre „Prins Richard“ offenbar wegen eines technischen Defekts gegen die Hafenmole von Puttgarden auf Fehmarn gefahren. Dabei erlitten zwei der 450 Passagiere leichte Verletzungen.

15. August 2001
Die EU-Kommission in Brüssel teilt mit, daß der Kampf gegen die noch immer nicht völlig ausgerottete Maul- und Klauenseuche (MKS) in Europa fast vier Millionen Tieren das Leben gekostet hat. Allein in Großbritannien, wo die Seuche im Gegensatz zu den anderen Ländern, noch immer grassiert, mußten bisher fast 3,8 Millionen Kühe, Schafe, Schweine und Ziegen gekeult werden. Davon waren 2.000 Tieren definitiv an der Seuche erkrankt.

2. Oktober 2001
Erstmals seit ihrer Gründung im Jahre 1949 ruft George Robertson, Generalsekretär der NATO (North Atlantic Treaty Organization), in Brüssel den Bündnisfall aus, da nach Vorlage weiterer Dokumente durch die USA die Verwicklung des in Afghanistan unter dem Schutz des dortigen Taliban-Regimes lebenden Osama bin Laden in die Terroranschläge von New York und Washington am 11. September von allen 19 Bündnispartnern der Allianz (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, Tschechien, Türkei, Ungarn, USA) als erwiesen angesehen wird. Somit können die USA, die u.a. bereits vier Flugzeugträger im Persischen Golf stationiert haben und offenbar einen Angriff auf Afghanistan planen, von den Partnern aktive Unterstützung anfordern.

4. Oktober 2001
Der NATO-Rat billigt die von den USA am Tag zuvor angeforderte Unterstützung für ihren militärischen Vergeltungsschlag gegen das terroristische Netzwerk „El-Kaida“ von Osama bin Laden. Die „Wunschliste“ Washingtons umfaßt Hilfe in acht Punkten, die bewußt allgemein formuliert sind, da die USA eine Entscheidung über Art und Umfang der militärischen Operation noch nicht getroffen haben. Nach Angaben von NATO-Generalsekretär George Robertson ist die Allianz bereit, den USA „Elemente“ ihres luftgestützten Radar-Frühwarnsystems (Awacs) zur Verfügung zu stellen und wird Schiffe aus den Verbänden der Ständigen Seestreitkräfte im Atlantik und im Mittelmeer ins östliche Mittelmeer verlegen. Die NATO-Mitgliedstaaten werden den USA und anderen Bündnispartner, die sich an einer militärischen Operation gegen den internationalen Terrorismus beteiligen, zudem Zugang zu Flugplätzen und Häfen bieten und pauschal die Überflugrechte über ihr Territorium gewähren. Die NATO-Staaten erklären sich bereit, Geheimdienstinformationen auszutauschen und werden verstärkte Sicherheitsvorkehrungen für den Schutz von Einrichtungen der USA und anderer Alliierter auf ihren Territorien treffen. Darüber hinaus wollen sie militärische Aufgaben anderer Verbündeter in der Verantwortung der NATO übernehmen, wenn deren Fähigkeiten für Operationen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus andernorts gebraucht werden.

10. Oktober 2001
In Brüssel verständigen sich das Europäische Parlament und die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten auf eine Ausweitung der EU-Richtlinie zur Bekämpfung der Geldwäsche. Als Geldwäsche gilt nicht mehr nur der Versuch, Geld aus dem Rauschgifthandel in den normalen Wirtschaftskreislauf zu bringen. Das neue Regelwerk soll auch zum Kampf gegen andere Vergehen wie etwa Steuerbetrug eine Handhabe bieten. Die Schweigepflicht in der Beratungstätigkeit von Anwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern soll gelockert werden.

20. November 2001
Bei der Parlamentswahl in Dänemark erringt die Liberale Partei (Venstre) von Anders Fogh Rasmussen 31,3 Prozent der Stimmen (1998: 24%) und löst damit erstmals seit 1929 die Sozialemokraten als stärkste politische Kraft ab, die nur noch 29,1 Prozent der Stimmen erhalten (1998: 35,9%). Der seit 1993 amtierende sozialdemokratische Regierungschef Poul Nyrup Rasmussen erreicht mit seinem bisherigen Koalitionsbündnis nur 79 der insgesamt 179 Sitze im Parlament (Folketing). Venstre erhält 56 Sitze und die Konservativen 16. Deshalb ist der neue Regierungschef, Anders Fogh Rasmussen (48), der im Wahlkampf auf eine restriktive Asylpolitik setzte, auf die Unterstützung der 1995 gegründeten rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei von Pia Kjærsgaard angewiesen, die 22 Parlamentssitze (1998: 13) erhält.

27. November 2001
Bei seinem Amtsantritt kündigt der neue dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen eine umgehende Verschärfung des Asylrechts sowie in der Finanzpolitik das Einfrieren der derzeitigen Steuersätze an.

28. Dezember 2001
Der Däne Hans Hækkerup, seit Januar Chef der zivilen Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo (UNMIK/United Nations Interim Administration Mission in Kosovo), tritt von seinem Amt zurück, nachdem seine Arbeit u.a. wegen zu häufiger „Heimaturlaube“ sowohl von der albanischen Bevölkerungsmehrheit wie auch von westlichen Diplomaten immer massiver kritisiert worden war. Am 10. Dezember hatte sich Hækkerup von seinen Mitarbeitern in Priština für zweieinhalb Monate in eine Art Vaterschaftsurlaub nach Dänemark verabschiedet, weil seine Frau ihr erstes Kind erwartet. Dafür hatte ihn auch UN-Generalsekretär Kofi Annan gerügt.

17. Januar 2002
Die Regierung in Kopenhagen will ihre Einwanderungs- und Asylpolitik erneut verschärfen. Geplant ist u.a., den Rechtsanspruch auf Nachzug des Ehepartners abzuschaffen. Zudem soll Asylbewerbern nur noch dann eine ständige Aufenthaltsgenehmigung erteilt werden, wenn sie die Asylbedingungen internationaler Konventionen erfüllen. Alle Asylanten sollen künftig nur noch beschränkt einreisen dürfen, und nach einem Besuch in ihrem Heimatland müssen sie in Dänemark abermals Asyl beantragen. Für hochqualifizierte ausländische Arbeitnehmer hingegen soll die Einwanderung erleichtert werden.

15. Juni 2002
Nachdem die Parlamentswahlen auf den seit 1948 autonomen Faröer Inseln am 30. April ein politisches Patt (16:16) zwischen Verfechtern und Gegnern einer Loslösung der Inselgruppe im Nordatlantik von Dänemark ergeben hatten, gelingt es Ministerpräsident Anfinn Kallsberg nach wochenlangen Verhandlungen, die kleine Zentrumspartei Midflokkurin mit nur einem Sitz im 32köpfigen Landesparlament zur Teilnahme an seiner Koalition zu bewegen, so daß er weiterhin im Amt bleiben kann. Sein Bestreben nach Regierungsunabhängigkeit von Dänemark, bei der nur Königin Margrethe II. weiterhin als Staatsoberhaupt anerkannt werden sollte, mußte er jedoch aufgeben. Die Koalition will nun versuchen, einzelne Bereiche in ihre Verantwortung zu ziehen, z.B. Kirchenfragen, Polizei und Justiz, Flughafen- und Leuchtfeuerhoheit. Die Faröer, die nicht zur Europäischen Union gehören und überwiegend vom Fischfang leben, erhalten jährlich rund 135 Millionen Euro Zuschüsse vom Mutterland.

1. Juli 2002
Dänemark übernimmt turnusgemäß die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union von Spanien. Die Regierung in Kopenhagen sieht den endgültigen Abschluß der Beitrittsverhandlungen mit den zehn künftigen EU-Mitgliedsländern Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern als Hauptaufgabe ihrer sechsmonatigen Ratspräsidentschaft an.

Ein vom dänischen Parlament (Folketing) am 31. Mai verabschiedetes verschärftes Ausländergesetz tritt in Kraft. Es schränkt den Flüchtlingsbegriff sowie die sozialen Rechte von Ausländern in Dänemark drastisch ein. Künftig werden nur noch solche Flüchtlinge anerkannt, die wegen ihrer Hautfarbe, Religion oder politischen Überzeugung verfolgt werden. Erst nach sieben statt bislang drei Jahren sollen sie ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten – und erst nach dieser Frist haben sie einen Anspruch auf Sozialleistungen. Das Mindestalter für Immigranten, die ihre Ehepartner zu sich holen wollen, wurde von 18 auf 24 Jahre heraufgesetzt.
UN-Flüchtlingskommissar Ruud Lubbers bezichtigt Dänemark des Verstoßes gegen internationale Flüchtlings- und Menschenrechtskonventionen, und UN-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson spricht von einem „politisch schlechen Beispiel“ Kopenhagens.

1. Oktober 2002
Die im Juli von der EU-Kommission beschlossene Liberalisierung des Autohandels und der Autowartung tritt in Kraft. Kern der schrittweise bis Ende Mai 2010 wirksam werdenden Reform, von der man sich mehr Wettbewerb verspricht, ist, daß KFZ-Händler nach einer Übergangsfrist bis Ende September 2005 Autos in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verkaufen können und der sogenannte Gebietsschutz entfällt. Später sollen Händler auch Filialen im EU-Ausland eröffnen können. Darüber hinaus sind sie von Oktober 2003 an nicht mehr verpflichtet, für die Fahrzeuge auch Wartung und Reparatur anzubieten. Dies könne dann von freien Werkstätten übernommen werden. Zudem können Händler künftig auch mehrere Marken anbieten.

21. Oktober 2002
Nach sechs Jahren Bauzeit nehmen die ersten Linien der neuen U-Bahn in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ihren Betrieb auf. Sie verbinden die bevölkerungsreichen Vorstädte auf der Insel Amager mit der Innenstadt. Bis Ende 2003 sollen die derzeit elf Stationen auf elf Kilometern Länge um sechs weitere ergänzt werden, und bis zum Jahr 2007 soll auch der Flughafen Kastrup an das Metro-Netz angeschlossen sein.

21. November 2002
Auf ihrem Gipfeltreffen in Prag lädt die NATO sieben mittel- und osteuropäische Staaten zum Beitritt ein. Generalsekretär George Robertson und die zahlreichen Staats- und Regierungschefs würdigten die historische Bedeutung der Erweiterung von 19 auf 26 Mitgliedsländer, mit der die Teilung des europäischen Kontinents endgültig beendet werde. Gleichzeitig sicherte die NATO den Vereinten Nationen volle politische Rückendeckung bei der Verwirklichung der UN-Resolution zu verschärften Waffenkontrollen im Irak zu. Von einer Kriegsbeteiligung des Militärpaktes gegen den Irak ist jedoch nicht die Rede.
Die Einladungen zum Beitritt, der bis Mai 2004 vollzogen werden soll, gehen an die früheren Sojwetrepubliken Lettland, Litauen und Estland sowie an Bulgarien, Rumänien, die Slowakei und Slowenien. Als noch nicht beitrittsreif erachtet die Allianz Albanien, Makedonien und Kroatien. Robertson betont aber, daß die Tür offen bleibe.
Auf Drängen der USA wird die NATO im Kampf gegen den internationalen Terrorismus zudem eine „Schnelle Eingreiftruppe“ aufbauen. Die Truppe von rund 20.000 Mann soll binnen sieben Tagen mobilisiert sein und weltweit auf Bedrohungen reagieren können. Bedingt einsatzfähig soll die Truppe bereits im Oktober 2004 sein,und 2006 soll sie vollständig operieren können.

28. November 2002
Die Innenminister der 15 EU-Staaten wollen Menschenschmugglern mit neuen Gesetzen das Handwerk legen und beschließen in Brüssel einheitliche Vorgaben zu Haftstrafen und Berufsverboten für die Täter. Zudem einigen sie sich auf einen Aktionsplan zur gemeinsamen Abschiebung von unerwünschten Ausländern. Menschenschmugglern sollen künftig mindestens acht Jahre Gefängnis drohen, wenn sie in einer kriminellen Vereinigung vorgehen oder das Leben der illegal über die Grenze gebrachten Menschen gefährden. Neben einer gerichtlichen Bestrafung wird den Schmugglern die Ausübung des Berufes verboten, den sie bei der Straftat ausübten. Das könnte für Lastwagenfahrer ebenso gelten wir für Spediteure oder Reiseveranstalter. Darüber hinaus verständigen sich die EU-Agrarminister auf schärfere Regeln für die Zulassung von Produkten mit gentechnisch veränderten Organismen: Alle Produkte sollen gekennzeichnet werden, die einen Anteil dieser Organismen von mindestens 0,9 Prozent aufweisen.

3. Dezember 2002
Bei der Parlamentswahl in Grönland legen die beiden Parteien, die für mehr staatliche Unabhängigkeit von Dänemark eintreten, deutlich zu. Die links-sozialistische „Inuit Ataqatigiit“ (IA) unter Josef Motzfeldt verbessert ihr Ergebnis von 1999, als sie 22 Prozent der Stimmen erhalten hatte, auf 25,8 Prozent. Auf die sozial-liberalen „Demokraten“, eine neue Protestbewegung in Grönland, entfallen 16,1 Prozent. Wie die bürgerliche Atassut, die von 25 Prozent auf 20,9 abrutscht, muß sich auch die sozial-demokratische Siumut mit einem deutlich schlechteren Ergebnis als 1999 zufrieden geben. Sie erhält 29,3 Prozent der Stimmen gegenüber 35,1 Prozent bei der letzten Wahl. Die Siumut, die seit der Einführung der Selbstverwaltung im Jahre 1979 den Landesvormann (Ministerpräsident) gestellt hatte, wird allerdings trotz der Verluste weiterhin den Regierungschef stellen.

13. Dezember 2002
In Kopenhagen besiegelt die Europäische Union die größte Erweiterung ihrer Geschichte: Die Staats- und Regierungschefs der EU und der zehn Bewerberstaaten Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern, die am 1. Mai 2004 beitreten sollen, räumen mit einer Grundsatzeinigung über besonders umstrittene Finanzfragen ein großes Hindernis für die Ost-Erweiterung aus dem Weg.
Die erhoffte Friedenslösung für das seit 1974 geteilte Zypern kommt allerdings nicht zustande. Deshalb bleibt es vorerst dabei, daß die gesamte Mittelmeerinsel zwar EU-Mitglied wird, das Gemeinschaftsrecht jedoch zunächst nur im griechischsprachigen Süden des Landes Wirkung erlangt.
Nach der Erweiterung auf 25 Mitglieder sollen eventuell Rumänien und Bulgarien im Jahr 2007 folgen. In Bezug auf die Forderung der Türkei nach einem baldigen festen Termin für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen einigt man sich auf einen Kompromiß: Wenn die politischen und die wirtschaftlichen EU-Kriterien im Dezember 2004 erfüllt sind, dann sollen die Verhandlungen „ohne jede Verzögerung“ aufgenommen werden. Auf ein konkretes Datum legt sich die EU jedoch nicht fest, und – selbst wenn für die Türkei alles glatt läuft – vor 2012 kann sie ohnehin nicht mit einer Aufnahme rechnen.

16. Dezember 2002
Die EU-Landwirtschaftsminister einigen sich in Brüssel auf ein generelles Verbot für Antibiotika als Futterzusatz für Schweine, Hühner oder Mastrinder.

17. Februar 2003
Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union einigen sich nach heftigem Streit in Brüssel auf eine gemeinsame Kompromiß-Erklärung zur Irak-Krise. Darin wird erstmals auch die Anwendung von militärischer Gewalt auf der Grundlage eines Mandats der Vereinten Nationen als letztem Mittel gegen das Regime von Saddam Hussein in Bagdad eingeschlossen. Bei der Bewältigung der Krise sollen jedoch weiterhin die friedlichen Mittel im Vordergrund stehen. Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder steht mit seiner Haltung allerdings allein, daß Deutschland sich auf keinen Fall an einem Krieg gegen den Irak beteiligen und im UN-Sicherheitsrat entsprechend abstimmen werde.
Beim Treffen der EU-Außenminister am 27. Januar hatte sich der gemeinsame Standpunkt im wesentlichen darauf beschränkt, den Irak zu einer „vollständigen und unverzüglichen“ Einhaltung der UN-Resolution vom November 2002 aufzufordern. Die Fassade der Einigkeit war aber wenig später durch den gemeinsamen Aufruf von acht europäischen Staats- und Regierungschefs zerstört worden, die ihre uneingeschränkte Unterstützung für die Position der USA erklärten, ohne andere in ihre Aktion einzubeziehen. Fünf der Unterzeichner waren die Regierungschefs Spaniens, Großbritanniens, Italiens, Portugals und Dänemarks. Bei den drei anderen drei hatte es sich um Präsidenten bzw. Regierungschefs der künftigen EU-Mitgliedsstaaten Polen, Tschechien und Ungarn gehandelt.

16. April 2003
Die Staats- und Regierungschefs der fünfzehn EU-Staaten und der zehn neuen ost- und südosteuropäischen Mitglieder unterzeichnen in einer feierlichen Zeremonie am Fuße der Akropolis in Athen – der „Geburtsstätte der Demokratie“ – die mühsam ausgehandelten Beitrittsverträge und würdigen das Ereignis einhellig als „historisch“. Durch die größte Erweiterungsrunde der EU-Geschichte wird die lange politische Teilung zwischen West- und Ost-Europa endgültig überwunden.
Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und Zypern treten der Europäischen Union offiziell am 1. Mai 2004 bei. Bis dahin müssen die nationalen Parlamente die Verträge ratifizieren. Ab sofort nehmen die zehn Staaten aber an allen EU-Beratungen teil, wenn auch noch ohne Stimmrecht.

1. Juni 2003
Der chinesische Frachter „Fu Shan Hai“ kollidiert bei klarer Sicht und ruhiger See vor der dänischen Ostseeinsel Bornholm mit dem auf Zypern registrierten Containerschiff „Gdynia“ (wahrscheinlich) wegen unsachgemäßer Manöver auf beiden Schiffen und sinkt. Die 27köpfige Besatzung wird von anderen Schiffen aufgenommen, und Spezialschiffe beginnen wenige Stunden später damit, auslaufendes Öl des in knapp 70 Metern Tiefe liegenden Frachters abzupumpen, der 60.000 Tonnen Kunstdünger und 1.700 Tonnen Schweröl geladen hatte.

2. Juni 2003
Dänemark kommt dem Wunsch der USA nicht nach, 5.000 Soldaten in den besetzten Irak zu entsenden und die Leitung einer Brigade zu übernehmen, stellt aber knapp 400 Soldaten, Polizisten und Sanitäter für Hilfseinsätze beim Wiederaufbau im südöstlichen Irak zur Verfügung, wo der bisherige dänische Botschafter in Syrien, Ole Wöhlers Olsen, ein bekennender sunnitischer Moslem, die Leitung der zivilen Verwaltung übernimmt.

3. Juni 2003
Nach 14jährigen Verhandlungen einigen sich die Finanzminister der Europäischen Union in Luxemburg endgültig auf eine grenzüberschreitende Zinsbesteuerung, die Steueroasen „austrocknen“ und Geldwäsche verhindern soll. Ein entsprechendes EU-Gesetz soll von 2005 an gelten. Zwölf EU-Länder werden von 2005 an Kontrollmitteilungen über Konten von EU-Ausländern austauschen. Die „Steuerparadiese“ Belgien, Luxemburg und Österreich werden stattdessen eine Zinssteuer erheben, die stufenweise ansteigt. Auch das Nicht-EU-Land Schweiz und andere „Drittstaaten“ wie Liechtenstein werden mit ins Boot geholt, da sie Finanzzentren in Europa sind. Die Finanzminister haben diesbezüglich Anfang des Jahres eine Grundsatzvereinbarung getroffen. Das wichtigste Ziel ist die Eindämmung der grenzüberschreitenden Steuerflucht in Europa.

4. Juni 2003
Der EU-Ministerrat gibt in Luxemburg offiziell grünes Licht für eine EU-Friedensmission in Kongo(-Kinshasa) und für die Entsendung von 1.500 Soldaten. Es handelt sich dabei um die erste große (und überaus riskante) Militäraktion der Europäischen Union ohne NATO-Hilfe. Allein der Transport von Soldaten und Material in die Krisenregion Ituri im Nordosten des zentralafrikanischen Landes, wo seit 1999 ein blutiger Bürgerkrieg vor allem zwischen den Stämmen der Hemu und der Lendu tobt, dem bislang schätzungsweise 50.000 Menschen zum Opfer fielen und wo bislang nur 700 UN-Soldaten stationiert sind, ist ein Problem. Da der Landweg unpassierbar ist, verbleibt nur der Luftweg. Nach Angaben aus Luxemburg handelt es sich um einen örtlich und zeitlich klar begrenzten UN-Auftrag, der auf die Stadt Bunia beschränkt ist, d.h. die Soldaten werden nicht mitten im afrikanischen Dschungel gegen Guerillas kämpfen, sondern sollen die Hauptstadt der Provinz Ituri und ihren Flughafen sichern. Außerdem soll der Einsatz unter der Führung Frankreichs mit dem Codenamen „Artemis“ höchstens bis zum 1. September 2003 dauern.
Bunia wird derzeit von der UPC (Union Kongolesischer Patrioten) beherrscht. Die zum Volk der Hema gehörende und von Ruanda unterstützte Miliz verfügt in der Großstadt über mehrere hundert Kämpfer, viele von ihnen unter Alkohol und Drogen gesetzte Kindersoldaten, über schwere Maschinengewehre, Raketenwerfer sowie Anti-Personen- und Anti-Panzer-Minen. Ihre Anführer haben bereits heftigen Widerstand gegen die Friedenstruppe angekündigt.
Ruanda und Uganda hatten 1998 einen Krieg gegen die Regierung in Kinshasa begonnen und weite Teile der Demokratischen Republik Kongo besetzt. Das führte zur Intervention weiterer afrikanischer Staaten. Doch statt Frieden zu schaffen, plünderten die Befehlshaber auf allen Seiten die reichen Bodenschätze des Landes. Weil die beteiligten Mächte Stellvertreter-Milizen aufbauten, geht der Kampf um Land und natürliche Reichtümer auch nach im Jahr 2002 unterzeichneten Friedensverträgen und nach dem Abzug der ruandischen und ugandischen Truppen weiter. Große Teile im Osten und Norden werden nicht mehr von der Regierung in Kinshasa, sondern von teils verfeindeten Rebellen-Milizen kontrolliert. Die Wirtschaft Kongos ist trotz immenser Rohstoffvorkommen an Gold, Diamanten, Kupfer, Kobald, Edelholz und Erdöl ruiniert, und das Pro-Kopf-Einkommen beträgt nur noch etwa 80 Dollar jährlich. Rund um Bunia locken Goldminen die Plünderer an.
Um weiteres Blutvergießen zu verhindern und dauerhaften Frieden zu ermöglichen will UN-Generalsekretär Kofi Annan die Stärke der internationalen Friedenstruppe im gesamten Kongo von derzeit rund 3.700 Mann auf 11.000 verdreifachen. Außerdem soll das Mandat der UN-Mission (MONUC) um ein Jahr bis Ende Juni 2004 verlängert werden. Nach Ansicht von „Experten“ kann die UN-Truppe zwar vorübergehend für die dringend notwendige Sicherheit in Bunia sorgen und weitere Massaker verhindern, Frieden für Ituri und den übrigen Kongo, wo die meisten der über 200 Stämme dem Bantu-Volk angehören, können letztendlich aber nur weitere Verhandlungen bringen.

13. Juni 2003
Der 105köpfige EU-Reformkonvent nimmt in Brüssel den in 16 Monaten erarbeiteten Entwurf für eine europäische Verfassung an. Auf Druck von Parlaments- und Regierungsvertretern hatte das 13köpfige Konventspräsidium unter Vorsitz von Giscard d’Estaing zuvor noch mehrere Änderungen an dem mehrere hundert Seiten umfassenden Dokument mit insgesamt 338 Artikeln vorgenommen. Sie zielen darauf, die Rolle des EU-Kommissionspräsidenten gegenüber dem künftigen EU-Ratsvorsitzenden zu stärken.
Am 20. Juni empfehlen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union im griechischen Thessaloniki den Kompromiß-Entwurf als „gute Ausgangsbasis“ für die abschließenden Verhandlungen über eine Verfassung, mit der die EU nach der Aufnahme von zehn neuen Ländern am 1. Mai 2004 handlungsfähig bleiben soll. Von September 2003 bis spätestens Frühjahr 2004 soll von der Regierungskonferenz der Mitgliedstaaten der endgültige Text ausgearbeitet werden. Inkrafttreten könnte die Verfassung nach der Ratifizierung in allen 25 Staaten voraussichtlich 2005.

26. Juni 2003
Mit der radikalsten Agrarreform in der Geschichte der Europäischen Union beschließen die EU-Landwirtschaftsminister in Luxemburg einen Systemwechsel für die milliardenschweren Beihilfen, um die mit Steuergelndern finanzierte Überproduktion drastisch einzudämmen. Das Kernstück der Reform ist die Entkoppelung, mit der den Bauern der Anreiz zur Überproduktion genommen werden soll. Sie erhalten künftig eine Beihilfe, die anhand historischer Prämieneinnahmen errechnet wird und ihre Existenz sichert. Die Landwirte sollen sich an der tatsächlichen Nachfrage nach Agrarprodukten am Markt orientieren. Bislang galt: Je mehr die Bauern produzierten, desto mehr Geld bekamen sie. Außerdem drohen den Landwirten erstmals Abzüge bis zu einem Viertel der Prämie, wenn sie gegen Tier-, Umwelt- und Arbeitsschutzauflagen verstoßen.

23. September 2003
Ein Schaltfehler am schwedischen Atomkraftwerk Oskarshamn setzt per Kettenreaktion in ganz Südschweden und auf der dänischen Insel Seeland mit Kopenhagen sowie auf Bornholm und auf Lolland-Falster die Stromversorgung für Stunden vollkommen außer Betrieb. Von dem Blackout sind fast vier Millionen Menschen betroffen.

1. Januar 2004
Irland übernimmt turnusgemäß die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union bis 30. Juni 2004. Somit liegt das Schicksal der EU-Verfassung nun in Händen von Premierminister Bertie Ahern. Er muß sich als EU-Ratsvorsitzender mit den schwierigen Verhandlungen herumschlagen, die sein Vorgänger, der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi, nicht hatte zum Erfolg führen können. Die Staats- und Regierungschefs der 15 EU-Mitgliedsländer und der zehn Staaten, die der Gemeinschaft am 1. Mai 2004 beitreten (Polen, Tschechien, Ungarn, die Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Malta und Zypern) konnten sich am 13. Dezember 2003 auf ihrem Gipfeltreffen nicht auf die Annahme des Verfassungsentwurfs verständigen, den der EU-Konvent ein halbes Jahr vorgelegt hatte. Hauptstreitpunkt ist die Frage, wie künftig im EU-Ministerrat Entscheidungen gefällt werden. Der Konvent hat hierfür das Prinzip der „doppelten Mehrheit“ vorgesehen. Demnach hat jedes Mitgliedsland eine Stimme. Damit im Ministerrat eine Regelung verabschiedet werden kann, muß sie die Mehrheit der Stimmen – also mindestens 13 von 25 – erhalten, und die befürwortenden Länder müssen mindestens 60% der EU-Bevölkerung repräsentieren. Dieses Verfahren soll flexiblere Entscheidungen ermöglichen und verhindern, daß Gesetze durch relativ kleine Minderheiten blockiert werden können. Allerdings gewinnen die bevölkerungsreichen Länder größere Dominanz. (Allein Deutschland vertritt 17% der EU-Einwohner.) Gegner der doppelten Mehrheit sind vor allem Polen und Spanien.

5. Januar 2004
Der neue NATO-Generalsekretär Jakob Gijsbert (Jaap) de Hoop Scheffer sagt im Brüsseler Hauptquartier, daß sich das Bündnis im Jahr 2004 vor allem auf seinen Einsatz in Afghanistan konzentrieren werde, wo die NATO das Kommando über die internationale Unterstützungstruppe ISAF hat, auch wenn ein stärkeres Engagement im Irak erwartet werde und nicht ausgeschlossen sei.
Jaap de Hoop Scheffer war von 1997 bis 2001 Fraktionsvorsitzender der niederländischen Christlich-Demokratischen Alianz (CDA, seit Sommer 2002 Außenminister der Niederlande und hatte in dieser Funktion den Irak-Krieg unterstützt, was ihn für die USA akzeptabel machte. Der 55jährige ehemalige Diplomat ist der dritte Niederländer auf diesem Posten und Nachfolger des Briten George Robertson, der das Amt vom 5. Oktober 1999 bis 31. Dezember 2003 innehatte.

29. März 2004
Die NATO vollzieht die umfassendste Erweiterung ihrer Geschichte: Die Regierungschefs der sieben osteuropäischen Staaten Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien besiegeln im Beisein von US-Präsident George W. Bush und NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer im Weißen Haus in Washington mit der Hinterlegung der Beitrittsurkunden offiziell die Mitgliedschaft im mächtigsten Militärbündnis der Welt. Mit den Neulingen wächst die NATO auf 26 Mitglieder. Alle sieben neuen Mitglieder haben enge Beziehungen zu den USA und haben durchweg den Irak-Krieg vorbehaltlos unterstützt. Gestützt durch die neuen Mitglieder erhöhen die USA nun den Druck auf die Verbündeten, einem Einsatz im Irak zuzustimmen, d.h. US-Außenminister Colin Powell fordert das Bündnis auf, bis zum Treffen der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer Ende Juni in Istanbul Möglichkeiten für ein Engagement zu prüfen. Deutschland z.B. hat bereits unmißverständlich eine klare Absage erteilt.
Rußland hatte sich besorgt über die zweite Runde der NATO-Osterweiterung nach dem Beitritt der früheren Warschauer-Pakt-Staaten Polen, Tschechien und Ungarn im Jahr 1999 geäußert, die Ausdehnung des Bündnisses aber letztendlich hingenommen.
Am 1. Mai 2004 werden Estland, Lettland, Litauen, die Slowakei und Slowenien auch Mitglieder der Europäischen Union. Damit gehören von den 26 NATO-Ländern 19 auch der EU an. Bulgarien und Rumänien sollen erst 2007 folgen.

29. April 2004
Die Innenminister der 15 „alten“ EU-Staaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Spanien) setzen zwei Tage vor dem Beitritt der zehn neuen Mitglieder (Polen, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Zypern) in Luxemburg einen Schlußpunkt unter ihre jahrelangen Verhandlungen bezüglich eines gemeinsamen Asylrechts und einigen sich auf eine Richtlinie, die eine Zurückweisung von Asylbewerbern an der Grenze erlaubt, wenn diese aus vorab festgelegten „sicheren Drittstaaten“ kommen.

14. Mai 2004
Kronprinz Frederik (35) heiratet in Kopenhagen die drei Jahre jüngere Australierin Mary Donaldson, die er während der Olympischen Spiele in Sydney im Jahr 2000 kennenlernte. Sie kommt aus einer Akademikerfamilie in Hobart auf der Insel Tasmanien. Die Juristin und Marketing-Expertin arbeitete in mehreren Werbeunternehmen in Sydney und Melbourne, ehe sie nach dem Tod ihrer Mutter 1997 die Welt bereiste. Zum Altar im Kopenhagener Dom wird sie von ihrem Vater John Donaldson, einem aus Schottland stammenden Mathematikprofessor, geführt.
Frederik ist der ältere von zwei Söhnen der dänischen Königin Margrethe II. Er legte 1995 nach dem Studium an der New Yorker Harvard- University und im dänischen Arhus sein Staatsexamen als Diplom-Politologe ab. Während sein Bruder Joachim (34) schon 1995 mit der Hongkong-Chinesin Alexandra Manley (34) vor den Traualtar trat und bereits zwei Söhne hat, galt der Thronfolger lange als notorisch heiratsunwillig.

11. Juni 2004
Das dänische Parlament verkürzt den Wehrdienst von neun auf vier Monate.

18. Juni 2004
Die EU-Staats- und Regierungschefs einigen sich nach langen Verhandlungen in Brüssel auf eine Verfassung für das geeinte Europa, die bis 2007 in Kraft treten soll. Zuvor muß sie jedoch von den Parlamenten in den 25 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und z.T. auch durch Volksabstimmungen gebilligt werden.
Um einen Kompromiß zu finden, wurden zahlreiche Änderungen an dem 2003 vorgelegten Entwurf des Verfassungskonvents vorgenommen.

3. November 2004
In einer Feuerwerksfabrik in Kolding explodiert ein Lager mit 800 Tonnen Feuerwerkskörpern. Ein Feuerwehrmann kommt bei der Brandbekämpfung ums Leben und sechs weitere werden verletzt. Mindestens zwei Dutzend Häuser in der Umgebung werden beschädigt.

18. November 2004
Mit drei Wochen Verspätung kann die neue EU-Kommission in Brüssel ihr Amt antreten. Nach einem bislang einzigartigen Machtkampf zwischen Kommisionpräsident José Manuel Durão Barroso und dem Europa-Parlament stimmt eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten in Straßburg (449 gegen 149 Stimmen bei 82 Enthaltungen) für die neu formierte Mannschaft des Portugiesen. Seine erste Liste hatte Barroso Ende Oktober zurückgezogen, weil ihr wegen besonders umstrittener Kandidaten eine Ablehnung im Parlament drohte.

 Quelle: Areion Weltalamanach


 Literatur zu Dänemark...



Nicolai Abraham Abildgaard
Maler
geboren: getauft am 11. September 1743 (Kopenhagen)
gestorben: 04.06.1809 (Frederiksdal)
Literatur...



Michael Ancher
Maler
geboren: 09.06.1849 (Rutsker (Insel Bornholm))
gestorben: 19.09.1927 (Skagen (Jütland))
Literatur...



Hans Christian Andersen
Schriftsteller
geboren: 02.04.1805 (Odense)
gestorben: 04.08.1875 (Kopenhagen)
Der Improvisator („Jugendleben und Träume eines italienischen Dichters“) - Roman (1835); Märchen (z.B. „Des Kaisers neue Kleider“) - Erzählungen (1835-66); Bilderbuch ohne Bilder - Erzählungen (1840); Das Märchen meines Lebens („Mit Livs Eventyr“) - Autobiografie (1847)
Literatur...



Martin Andersen Nexø
Schriftsteller
geboren: 26.06.1869 (Kopenhagen)
gestorben: 01.06.1954 (Dresden)
Pelle, der Eroberer - Roman (vier Bände) (1906-10 (deutsch: 1912; verfilmt 1989))
Literatur...



Frederik Bajer
Politiker, Sprachforscher
geboren: 21.04.1837 (Vester Egede)
gestorben: 22.01.1922 (Kopenhagen)
Nobelpreis für Frieden 1908
Literatur...



Herman Joachim Bang
Schriftsteller
geboren: 20.04.1857 (Asserballe)
gestorben: 29.01.1912 (Ogden (Bundesstaat Utah))
Das weiße Haus - Roman (1898 (deutsch: 1901)); Die Vaterlandslosen - Roman (1906 (deutsch: 1912)); Gedanken zum Sexualitätsproblem (1922 (postum))
Literatur...



Johann Hartwig Ernst Graf Bernstorff
Politiker
geboren: 13.05.1712 (Hannover)
gestorben: 18.02.1772 (Hamburg)
Literatur...



Tania Blixen
Eigentlicher Name: Baronin Karen Christence Blixen-Finecke
Schriftstellerin
geboren: 17.04.1885 (Rungstedlund)
gestorben: 07.09.1962 (Rungstedlund)
Afrika, dunkel lockende Welt - Erzählung (1937 (deutsch: 1938; verfilmt 1985 unter dem Titel „Jenseits von Afrika")); Schatten wandern übers Gras - Roman (1960)
Literatur...



Niels Bohr
Physiker
geboren: 07.10.1885 (Kopenhagen)
gestorben: 18.11.1962 (Kopenhagen)
Nobelpreis für Physik 1922
Literatur...



Niels Åge Bohr
Physiker
geboren: 19.06.1922 (Kopenhagen)
Nobelpreis für Physik 1975
Literatur...



Brahe Tycho
Astronom
geboren: 14.12.1546 (Knudstrup)
gestorben: 24.10.1601 (Prag)
Literatur...



König Christian I. von Dänemark, Norwegen und Schweden
Geburtsname: Graf von Oldenburg und Delmenhorst
König (von Dänemark: 1448-81; von Norwegen: 1450-81; von Schweden: 1457-64; 1470-71)
geboren: 1426
gestorben: 21.05.1481 (Kopenhagen)
Literatur...



König Christian X. von Dänemark und Island
König (von Dänemark: 1912-47; von Island: 1918-43)
geboren: 26.09.1870 (Charlottenlund)
gestorben: 20.04.1947 (Kopenhagen)
Literatur...



König Christian II. von Dänemark, Norwegen und Schweden (der Tyrann)
König (von Dänemark und Norwegen: 1513-23; von Schweden: 1520-23)
geboren: 01.07.1481 (Nyborg (Insel Fünen))
gestorben: 25.01.1559 (Kalundborg (Insel Seeland))
Literatur...



König Christian III. von Dänemark und Norwegen
König (1534-59)
geboren: 12.08.1503 (Gottorf)
gestorben: 01.01.1559 (Koldinghus)
Literatur...



König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
König (1596-1648)
geboren: 12.04.1577 (Frederiksborg)
gestorben: 28.02.1648 (Kopenhagen)
Literatur...



König Christian VIII. von Dänemark
König (1839-48)
geboren: 18.09.1786 (Kopenhagen)
gestorben: 20.01.1848 (Kopenhagen)
Literatur...



König Christian IX. von Dänemark
König (1863-1906)
geboren: 08.04.1818 (Schloß Gottorp)
gestorben: 29.01.1906 (Kopenhagen)
Literatur...



Henrik Dam
Biochemiker
geboren: 21.02.1895 (Kopenhagen)
gestorben: 17.04.1976 (Kopenhagen)
Nobelpreis für Medizin 1943
Literatur...



Carl Theodor Dreyer
Filmregisseur
geboren: 03.02.1889 (Kopenhagen)
gestorben: 20.03.1968 (Kopenhagen)
Literatur...



Uffe Ellemann-Jensen
Politiker
geboren: 01.11.1941 (Hårby (Fünen))
Literatur...



Johannes Andreas Grib Fibiger
Pathologe
geboren: 23.04.1867 (Silkeborg (Jütland))
gestorben: 30.01.1928 (Kopenhagen)
Nobelpreis für Medizin 1926
Literatur...



Niels Ryberg Finsen
Mediziner
geboren: 15.12.1860 (Thorshavn (Faröer-Inseln))
gestorben: 24.09.1904 (Kopenhagen)
Nobelpreis für Medizin 1903
Literatur...



Wilhelm Freddie
Eigentlicher Name: Frederik Wilhelm Christian Carlsen
Maler, Grafiker
geboren: 07.02.1909 (Kopenhagen)
Literatur...



König Frederik I. (Friedrich) von Dänemark
Geburtsname: Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein
König (1523-33)
geboren: 03.09.1471
gestorben: 10.04.1533 (Gottorf)
Literatur...



König Frederik (Friedrich) VI. von Dänemark
König (1808-1839)
geboren: 28.01.1768 (Kopenhagen)
gestorben: 03.12.1839 (Kopenhagen)
Literatur...



König Frederik (Friedrich) VII. von Dänemark
König (1848-1863)
geboren: 06.10.1808 (Kopenhagen)
gestorben: 15.11.1863 (Glücksburg)
Literatur...



Niels Wilhelm Gade
Dirigent, Komponist
geboren: 22.02.1817 (Kopenhagen)
gestorben: 21.12.1890 (Kopenhagen)
Literatur...



Lady Adeline Genée
Eigentlicher Name: Anina Jensen
Tänzerin
geboren: 06.01.1878 (Århus)
gestorben: 23.04.1970 (Esher)
Literatur...



Karl Adolph Gjellerup
Schriftsteller
geboren: 02.06.1857 (Roholte (Seeland))
gestorben: 11.10.1919 (Dresden)
Ein Jünger der Germanen - Roman (1882 (deutsch: 1923)); Minna - Roman (1887 (deutsch: 1889)); Die Hügelmühle - Roman (1896 (deutsch: 1909)); Der Pilger Kamanita - Roman (1906 (deutsch: 1907)); Die Weltwanderer - Roman (1910 (deutsch: 1910)); Reif für das Leben - Roman (1913 (deutsch: 1916))
Nobelpreis für Literatur 1917
Literatur...



Nicolai Frederik Severin Grundtvig
Theologe, Pädagoge
geboren: 08.09.1783 (Udby (Insel Seeland))
gestorben: 02.09.1872 (Kopenhagen)
Literatur...



Vilhelm Hammershøi
Maler
geboren: 15.05.1864 (Kopenhagen)
gestorben: 13.02.1916 (Kopenhagen)
Literatur...



Carla Hansen
Kinderbuchautorin
geboren: 1906
gestorben: 06.12.2001 (Nord Seeland)
Literatur...



Christian Frederik Hansen
Architekt
geboren: 29.02.1756 (Kopenhagen)
gestorben: 10.07.1845 (Kopenhagen)
Literatur...



Theophil Edvard Freiherr von Hansen
Baumeister
geboren: 13.07.1813 (Kopenhagen)
gestorben: 17.02.1891 (Wien)
Literatur...



Ejnar Hertzsprung
Astronom
geboren: 08.10.1873 (Frederiksborg)
gestorben: 21.10.1967 (Tølløse (Insel Seeland))
Literatur...



Ludvig Baron von Holberg
Historiker, Dichter
geboren: 03.12.1684 (Bergen)
gestorben: 28.01.1754 (Kopenhagen)
Literatur...



Arne Jacobsen
Architekt
geboren: 11.02.1902 (Kopenhagen)
gestorben: 24.03.1971 (Kopenhagen)
Literatur...



Jens Peter Jacobsen
Schriftsteller
geboren: 07.04.1847 (Thisted (Jütland))
gestorben: 30.04.1885 (Thisted (Jütland))
Niels Lyhne - Roman (1880)
Literatur...



Robert (Julius Tommy) Jacobsen
Bildhauer
geboren: 04.06.1912 (Kopenhagen)
gestorben: 26.01.1993 (Egtved (Ost-Jütland))
Literatur...



Christian Albrecht Jensen
Maler
geboren: 26.06.1792 (Bredstedt (Schleswig))
gestorben: 13.07.1870 (Kopenhagen)
Literatur...



Johannes Vilhelm Jensen
Schriftsteller
geboren: 20.01.1873 (Farsø (Jütland))
gestorben: 25.11.1950 (Kopenhagen)
Des Königs Fall - Roman (1900 (deutsch: 1912)); Die lange Reise - Roman-Zyklus (6 Bände) (1908-22 (deutsch: 1911-26))
Nobelpreis für Literatur 1944
Literatur...



Niels Kaj Jerne
Mediziner
geboren: 23.12.1911 (London)
gestorben: 07.01.1994 (Castillon-du-Gard)
Nobelpreis für Medizin 1984
Literatur...



Asger Oluf Jørn
Eigentlicher Name: Asger Oluf Jørgensen
Maler
geboren: 03.03.1914 (Vejrun (Jütland))
gestorben: 01.05.1973 (Århus)
Literatur...



Søren Kierkegaard
Theologe, Schriftsteller, Philosoph
geboren: 05.05.1813 (Kopenhagen)
gestorben: 11.11.1855 (Kopenhagen)
Entweder-Oder (1843); Der Begriff der Angst (1844); Die Krankheit zum Tode (1849); Einübung im Christentum (1850)
Literatur...



Schack August Krogh
Zoologe, Physiologe
geboren: 15.11.1874 (Grenå (Jütland))
gestorben: 13.09.1949 (Kopenhagen)
Nobelpreis für Medizin 1920
Literatur...



Peter Severin Krøyer
Maler
geboren: 23.07.1851 (Stavanger)
gestorben: 21.11.1909 (Skagen (Jütland))
Literatur...



Johan Thomas Lundbye
Maler
geboren: 01.09.1818 (Kulundborg (Insel Seeland))
gestorben: 26.04.1848 (Bedstedt (Schleswig))
Literatur...



Königin Margrethe I. von Dänemark, Norwegen und Schweden
Königin (von Dänemark und Norwegen: 1387-1412; von Schweden: 1389-1412)
geboren: 1353 (Soborg (Insel Seeland))
gestorben: 28.10.1412 (Flensburg)
Literatur...



Königin Margrethe II. von Dänemark
Königin (seit 1972)
geboren: 16.04.1940 (Kopenhagen)
Literatur...



Richard Mortensen
Maler
geboren: 23.10.1910 (Kopenhagen)
gestorben: 12.01.1993 (Kopenhagen)
Literatur...



Benjamin Mottelson
Physiker
geboren: 09.07.1926 (Chicago (Bundesstaat Illinois))
Nobelpreis für Physik 1975
Literatur...



Kaj Munk
Eigentlicher Name: Kaj Harald Leininger Petersen
Theologe, Schriftsteller
geboren: 13.01.1898 (Maribo)
gestorben: 04.01.1944 (Horbylund (ermordet))
Das Wort - Drama (1932)
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Asta Nielsen
Schauspielerin
geboren: 11.09.1881 (Kopenhagen)
gestorben: 25.05.1972 (Frederiksberg)
Afgrunden („Abgründe") - Stummfilm (Regie: Urban Gad) (1910); Den sorte drøm („Der schwarze Traum”) - Stummfilm (Regie: Urban Gad) (1911); Ballettdanserinden („Ballettänzerin") - Stummfilm (Regie: August Blom) (1911); In dem großen Augenblick - Stummfilm (Regie: Urban Gad) (1911); Die arme Jenny - Stummfilm (1912); Die Sünden der Väter - Stummfilm (1912); Die Suffragette - Stummfilm (Regie: Urban Gad) (1913); Vordertreppe-Hintertreppe - Stummfilm (Regie: Urban Gad) (1914); Weiße Rosen - Stummfilm (Regie: Urban Gad) (1914); Engelein - Stummfilm (Regie: Urban Gad) (1914)
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Carl August Nielsen
Komponist
geboren: 09.06.1865 (Nørre-Lyndelse (Insel Fünen))
gestorben: 02.10.1931 (Kopenhagen)
Literatur...



Adam Gottlob Oehlenschläger
Dichter
geboren: 14.11.1779 (Kopenhagen)
gestorben: 20.01.1850 (Kopenhagen)
Literatur...



Hans Christian Ørsted
Physiker, Chemiker
geboren: 14.08.1777 (Rudkøping)
gestorben: 09.03.1851 (Kopenhagen)
Literatur...



Theodor Esbern Philipsen
Maler
geboren: 10.06.1840 (Kopenhagen)
gestorben: 02.03.1920 (Kopenhagen)
Literatur...



Henrik Pontoppidan
Schriftsteller
geboren: 24.07.1857 (Frederica)
gestorben: 21.08.1943 (Kopenhagen)
Junge Liebe - Erzählung (1885 (deutsch: 1890)); Der Eisbär - Roman (1887 (deutsch: 1903)); Hans im Glück - Roman-Zyklus (8 Bände) (1898-1904 (deutsch: 1906)); Das gelobte Land - Roman-Trilogie (1891-95 (deutsch: 1908)); Das Totenreich - Roman-Zyklus (5 Bände) (1912-16 (deutsch: 1920)); Des Menschen Himmelreich - Erzählungen (1927)
Nobelpreis für Literatur 1917
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Rasmus Rask
Sprachforscher
geboren: 22.11.1787 (Brøndekilde (Insel Fünen))
gestorben: 14.11.1832 (Kopenhagen)
Literatur...



Knud Johan Victor Rasmussen
Antarktisforscher
geboren: 07.06.1879 (Jakobshavn (Grönland))
gestorben: 21.12.1933 (Kopenhagen)
Literatur...



Poul Nyrup Rasmussen
Politiker, Regierungschef von Dänemark (1993-2002)
geboren: 15.06.1943 (Esbjerg (Süd-Jütland))
Literatur...



Klaus Thorvald Rifbjerg
Schriftsteller
geboren: 15.12.1931 (Kopenhagen)
Unschuld - Roman (1958 (verfilmt 1985)); Camouflage - Gedicht (1961); Und andere Geschichten - Novellen (1964); Der Opernliebhaber - Roman (1966); Lonni und Karl - Roman (1968); Anna (ich) Anna - Roman (1969); Die Bescheidenen. Eine Familienchronik - 4 Bände (1976)
Literaturpreis des Nordischen Rates 1970
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Ole Rømer
Astronom
geboren: 25.09.1644 (Århus)
gestorben: 19.09.1710 (Kopenhagen)
Literatur...



Poul Holmskov Schlüter
Politiker, Regierungschef von Dänemark (1982-93)
geboren: 03.04.1929 (Tondern)
Literatur...



Jens Christian Skou
Mediziner
geboren: 08.10.1918 (Lemvig)
Nobelpreis für Chemie 1997
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Joakim Frederik Skovgaard
Maler, Grafiker, Keramiker
geboren: 18.11.1856 (Kopenhagen)
gestorben: 09.03.1933 (Kopenhagen)
Literatur...



Nils Stensen
Naturforscher, Bischof
geboren: 11.01.1638 (Kopenhagen)
gestorben: 05.12.1686 (Schwerin)
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Johann Friedrich Graf von Strudensee
Politiker, Arzt
geboren: 05.08.1737 (Halle a.d. Saale)
gestorben: 28.04.1772 (Kopenhagen (hingerichtet))
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Bertel Thorvaldsen
Bildhauer
geboren: 13.11.1768 (Kopenhagen)
gestorben: 24.03.1844 (Kopenhagen)
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Jørn Utzorn
Architekt
geboren: 09.04.1918 (Kopenhagen)
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Jens Ferdinand Willumsen
Maler, Grafiker, Architekt, Kunsthistoriker
geboren: 07.09.1863 (Kopenhagen)
gestorben: 04.04.1958 (Le Cannet (bei Cannes))
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 Quelle: Areion Weltalamanach



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